... und was passiert, wenn sie kaputt gehen?
Das musste ich erfahren.
Mittwoch, 27. November. Ich fahre zum Flughafen. Wie immer auf den letzten Drücker. Merkwürdige Geräusche aus der Vorderachse. In der letzten Kurve zum Parkplatz bleibt der Defender ohne Vortrieb stehen. Ein Deja Vu. Vor zwei Jahren hat es das vordere Differential zerbröselt. Daraus in Erinnerung geblieben: das Mittendifferential sperren!
Und in der Tat geht es damit weiter voran. Leider mit üblen metallischen Geräuschen von vorne. Oh je. Das Parkhaus vorsichtig hochgekrochen und erst mal zum Flieger geeilt.
Nach der Ankunft am Zielort die Werkstatt kontaktiert. "Nicht weiterfahren" war der Rat. Also den ADAC für den nächsten Tag zum Flughafen bestellt.
Donnerstag, 28. November. Rückflug. Und in der Tat: der ADAC war da. Und hat den Defender mitgenommen:
Freitag, 29. November. Die Diagnose kommt per Mail "Homokineten" kaputt. WTF? Das sind diese Teile an der Vorderachse:
Den Ring, welcher die Kugeln am Platz hält, hat es zerbröselt. Angeblich eine bekannte Schwachstelle am Defender, sofern man ein Torsen Sperrdifferential vorne eingebaut hat.
Behandlungsplan: Gegen verstärkte Teile von Ashcroft tauschen. Erfordert leider auch eine verstärkte Steckachse. Und gibt es nur paarweise. Logisch. Was den Preis von ca. 2.700 Euro erklärt. Inklusive Arbeit. Ein Schnäppchen.
Die Woche drauf war er fertig. Läuft.
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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Montag, 22. Juli 2019
Das Alive Comfort Spring Debakel
Da ich meinen Defender meist unbeladen fahre, ist der Federungskomfort etwas ruppig. Frühere Experimente mit anderen Stossdämpfern schlugen fehl und zeigten mir, dass das Problem eher bei den Federn zu suchen wäre, statt bei den Dämpfern.
Im beladenen Zustand federt der Defender nämlich ganz manierlich.
Mit Interesse beobachtete ich die Entwicklung bei Alive.co.uk: dort boten sie sogenannte "Comfort Springs" für den Defender 90 an, welche zusammen mit Eibach entwickelt wurden. Bislang nur "Lowering Spring", d.h. verbunden mit einer Tieferlegung, welche ich nicht wollte.
Aber nun gab es "Standard Height Comfort Springs" zu einem akzeptablen Preis und guten Rezensionen bei www.defender2.net. Diese bestellte ich in England - zusammen mit dem einem verstärkten Stabilisator, dem "Uprated Anti Rollbar Kit" - ebenfalls von Eibach.
Den Einbau sollte Drexl übernehmen, zu dem ich bereits letztes Jahr beim Service war.
Gesagt, getan. Ich erhielt einen Anruf von Drexl: "die Federn passen nicht." Nach mehreren Runden, um sicherzugehen, dass sie richtig eingebaut waren, mussten wir feststellen: sie waren richtig eingebaut. Die längeren Federn gehören nach vorne. Aber die vorderen Federn waren deutlich länger als die Originale:
Das sah schon auf der Bühne nicht richtig aus. Die Feder verbog sich:
Okay, man könnte nun meinen: egal. Die sollen ja weicher sein und federn schon ein. Aber Pustekuchen. Nun hatte ich vorne auf einmal eine Höherlegung:
Drexl riet ab, die Federn zu behalten. Denn die Achse kam zu weit nach oben, was eine Caster Korrektur erfordern würde sowie evtl. eine Doppelgelenk-Kardanwelle. Ausserdem sah es übel aus.
Der Hersteller in England war keine grosse Hilfe. Viele nutzlose Worte - aber im Prinzip nur ein Schulterzucken. Auch das englische Forum riet dazu, die Federn wieder auszubauen.
Also wurden die Teile wieder ausgebaut. Natürlich nicht ganz umsonst. Drexl war offensichtlich genervt und wollte nicht länger damit experimentieren.
Der verstärkte Stabilisator hinten blieb drin. Dadurch wurde die Seitenneigung in Kurven etwas reduziert. Eigentlich ganz nett.
Im beladenen Zustand federt der Defender nämlich ganz manierlich.
Mit Interesse beobachtete ich die Entwicklung bei Alive.co.uk: dort boten sie sogenannte "Comfort Springs" für den Defender 90 an, welche zusammen mit Eibach entwickelt wurden. Bislang nur "Lowering Spring", d.h. verbunden mit einer Tieferlegung, welche ich nicht wollte.
Aber nun gab es "Standard Height Comfort Springs" zu einem akzeptablen Preis und guten Rezensionen bei www.defender2.net. Diese bestellte ich in England - zusammen mit dem einem verstärkten Stabilisator, dem "Uprated Anti Rollbar Kit" - ebenfalls von Eibach.
Den Einbau sollte Drexl übernehmen, zu dem ich bereits letztes Jahr beim Service war.
Gesagt, getan. Ich erhielt einen Anruf von Drexl: "die Federn passen nicht." Nach mehreren Runden, um sicherzugehen, dass sie richtig eingebaut waren, mussten wir feststellen: sie waren richtig eingebaut. Die längeren Federn gehören nach vorne. Aber die vorderen Federn waren deutlich länger als die Originale:
Das sah schon auf der Bühne nicht richtig aus. Die Feder verbog sich:
Okay, man könnte nun meinen: egal. Die sollen ja weicher sein und federn schon ein. Aber Pustekuchen. Nun hatte ich vorne auf einmal eine Höherlegung:
Drexl riet ab, die Federn zu behalten. Denn die Achse kam zu weit nach oben, was eine Caster Korrektur erfordern würde sowie evtl. eine Doppelgelenk-Kardanwelle. Ausserdem sah es übel aus.
Der Hersteller in England war keine grosse Hilfe. Viele nutzlose Worte - aber im Prinzip nur ein Schulterzucken. Auch das englische Forum riet dazu, die Federn wieder auszubauen.
Also wurden die Teile wieder ausgebaut. Natürlich nicht ganz umsonst. Drexl war offensichtlich genervt und wollte nicht länger damit experimentieren.
Der verstärkte Stabilisator hinten blieb drin. Dadurch wurde die Seitenneigung in Kurven etwas reduziert. Eigentlich ganz nett.
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Donnerstag, 11. April 2019
Neue Sommerreifen: Pirelli ATR Plus
Wie die Zeit vergeht: im Frühjahr 2013 habe ich die Cooper ST/Maxx Reifen aufgezogen. Das ist jetzt sechs Jahre her. Das Profil ist immer noch bei 90% - aber die Reifen sind langsam ausgehärtet. Im Trockenen merkt man nichts - aber bei Nässe werden sie schön langsam rutschig.
Also müssen neue Reifen her. Das Objekt der Begierde war (unvernünftigerweise) erst der Cooper STT Pro - noch grobstolliger als der ST/Maxx. Leider in Deutschland total vergriffen.
Die Vernunft kehrte ein - ein strassenbetonter AT-Reifen reicht - und so wurde es der brandneue Pirelli ATR Plus - nicht zu verwechseln mit dem Vorgängermodell ohne "Plus".
So sieht er im Prospekt aus:
Und so in der Realität am Fahrzeug:
Am Reserverad kann man schön den Cooper ST/Maxx mit dem Pirelli ATR vergleichen.
Jetzt hat die Karre satte 24 kg weniger an rotierenden Massen zu beschleunigen. Was man jetzt so direkt nicht merkt. Aber was man merkt:
Also müssen neue Reifen her. Das Objekt der Begierde war (unvernünftigerweise) erst der Cooper STT Pro - noch grobstolliger als der ST/Maxx. Leider in Deutschland total vergriffen.
Die Vernunft kehrte ein - ein strassenbetonter AT-Reifen reicht - und so wurde es der brandneue Pirelli ATR Plus - nicht zu verwechseln mit dem Vorgängermodell ohne "Plus".
So sieht er im Prospekt aus:
Und so in der Realität am Fahrzeug:
Am Reserverad kann man schön den Cooper ST/Maxx mit dem Pirelli ATR vergleichen.
Jetzt hat die Karre satte 24 kg weniger an rotierenden Massen zu beschleunigen. Was man jetzt so direkt nicht merkt. Aber was man merkt:
- schöner, leiser Rundlauf
- höherer Komfort (der Reifen ist leichter/flext mehr)
- ausgezeichneter Grip sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe
Dem stehen geringe Einbussen an der Optik gegenüber.
Edit Juli 2019 nach drei Monaten Erfahrung mit dem Reifen: er klebt förmlich auf der Strasse (im Vergleich zum rutschigen Vorgänger). Insbesondere bei Nässe ist der Unterschied eklatant. Und er hat es zwischenzeitlich auch auf Platz 2 im TireRack Rating Chart für All-Terrain-Reifen geschafft (der Vorgänger dümpelt auf Platz 19 rum).
Edit Juli 2019 nach drei Monaten Erfahrung mit dem Reifen: er klebt förmlich auf der Strasse (im Vergleich zum rutschigen Vorgänger). Insbesondere bei Nässe ist der Unterschied eklatant. Und er hat es zwischenzeitlich auch auf Platz 2 im TireRack Rating Chart für All-Terrain-Reifen geschafft (der Vorgänger dümpelt auf Platz 19 rum).
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Freitag, 16. Juni 2017
Er ist wieder da!
Nach kaum acht Wochen habe ich ihn wieder repariert zurück.
Zum Glück hat man mir zwischenzeitlich einen Landyschoner zur Verfügung gestellt:
Vorne und hinten wurden Ashcroft ATB Differentiale eingebaut. Das sind selbstsperrende Torsen Differentiale.
Und wie fährt es sich? Unauffällig.
Halt: das Spiel im Antriebsstrang ist komplett verschwunden! Normalerweise wird jeder Lastwechsel und Schaltvorgang beim Defender mit einem "Klonk" bestätigt. Weg.
Ich bilde mir ein, dass der Geradeauslauf stabiler ist; er nicht mehr den Spurrillen nachläuft und die (sonst eher nicht vorhandenen) Rückstellkräfte der Lenkung in Kurven höher ist.
In Summe: er fährt wie ein normales Auto!
Die Traktionsgewinne werde ich wahrscheinlich erst im Winter feststellen.
Ach übrigens: 1.650 Euro für die beiden Differentiale (Material + Einbau) war ein Schnäppchen. Ein Original Land Rover Differential kostet so viel und zwar ohne Einbau.
Aber dann nochmal den selben Betrag für Inspektion plus kleinere Arbeiten, macht 3.000 Euro - kein günstiges Vergnügen.
Zum Glück hat man mir zwischenzeitlich einen Landyschoner zur Verfügung gestellt:
Vorne und hinten wurden Ashcroft ATB Differentiale eingebaut. Das sind selbstsperrende Torsen Differentiale.
Und wie fährt es sich? Unauffällig.
Halt: das Spiel im Antriebsstrang ist komplett verschwunden! Normalerweise wird jeder Lastwechsel und Schaltvorgang beim Defender mit einem "Klonk" bestätigt. Weg.
Ich bilde mir ein, dass der Geradeauslauf stabiler ist; er nicht mehr den Spurrillen nachläuft und die (sonst eher nicht vorhandenen) Rückstellkräfte der Lenkung in Kurven höher ist.
In Summe: er fährt wie ein normales Auto!
Die Traktionsgewinne werde ich wahrscheinlich erst im Winter feststellen.
Ach übrigens: 1.650 Euro für die beiden Differentiale (Material + Einbau) war ein Schnäppchen. Ein Original Land Rover Differential kostet so viel und zwar ohne Einbau.
Aber dann nochmal den selben Betrag für Inspektion plus kleinere Arbeiten, macht 3.000 Euro - kein günstiges Vergnügen.
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Montag, 13. Oktober 2014
"Alte" Winterräder erneuert
Was ist denn jetzt wieder so spektakulär an seinen alten Winterrädern? Okay, es sind 17 Zoll Räder mit 265/70 R 17 Winterreifen.
Erstens war ein Reifen defekt. Nagel drin. Leider gibt es den Nokian Hakkapeliitta LT nicht mehr sondern nur noch den LT2. Einen neuen Reifen alleine kann man nicht drauf machen - also zwei, so dass zumindest eine Achse identisch bereift ist.
Zweitens waren die Felgen schwarz glänzend. Und auch kein schöner Lack. Kratzer drin. Fand ich hässlich. Also neu mattschwarz pulverbeschichten.
Drittens hatten die Felge eine Einpresstiefe von 20 mm bei 8 Zoll Breite. Damit stehen sie weiter innen im Radkasten als die Sommerräder mit ET 5 bei gleicher Breite. Also kamen H&R Spurverbreiterungen drauf.
So sieht es jetzt in der Totale aus:
Mattschwarze 17 Zoll Felgen mit 265er Nokian Winterreifen. Wie machen sich die Spurverbreiterungen? ET 20 mit SPV 33 ergibt ja negativ 13 mm Einpresstiefe... Na wenn man genau hinschaut...
... könnte man der Auffassung sein, dass die Radabdeckung nun grenzwertig ist. Sieht aber gut aus. Und fährt sich spektakulär gut. So einen guten Radsatz hatte ich noch nie auf dem Defender: leise, komfortabel und absolut spurstabil.
Edit - weil schon mehrere Fragen dazu kamen:
Erstens war ein Reifen defekt. Nagel drin. Leider gibt es den Nokian Hakkapeliitta LT nicht mehr sondern nur noch den LT2. Einen neuen Reifen alleine kann man nicht drauf machen - also zwei, so dass zumindest eine Achse identisch bereift ist.
Zweitens waren die Felgen schwarz glänzend. Und auch kein schöner Lack. Kratzer drin. Fand ich hässlich. Also neu mattschwarz pulverbeschichten.
Drittens hatten die Felge eine Einpresstiefe von 20 mm bei 8 Zoll Breite. Damit stehen sie weiter innen im Radkasten als die Sommerräder mit ET 5 bei gleicher Breite. Also kamen H&R Spurverbreiterungen drauf.
So sieht es jetzt in der Totale aus:
Mattschwarze 17 Zoll Felgen mit 265er Nokian Winterreifen. Wie machen sich die Spurverbreiterungen? ET 20 mit SPV 33 ergibt ja negativ 13 mm Einpresstiefe... Na wenn man genau hinschaut...
... könnte man der Auffassung sein, dass die Radabdeckung nun grenzwertig ist. Sieht aber gut aus. Und fährt sich spektakulär gut. So einen guten Radsatz hatte ich noch nie auf dem Defender: leise, komfortabel und absolut spurstabil.
Edit - weil schon mehrere Fragen dazu kamen:
- Nein, die Felgen haben keine Zulassung. Sind meine Winterräder; zum TÜV muss ich im Sommer.
- Nein, die Felgen gibt es nicht mehr. Alternativ empfehle ich die MaxXtrac Manta Wheels von Silverline - gibt es als 16, 17, 18 und 20 Zoll Varianten
Samstag, 13. September 2014
Fox Stoßdämpfer defekt
Im Juli ist mir aufgefallen, dass der Defender komische Geräusche macht. Beim Überfahren von Bodenunebenheiten (Kanaldeckel reichen) kommt es zu einem seltsamen "Klonk" Geräusch. Metallisch. Aus dem Bereich der Hinterachse.
Alles aus dem Kofferraum ausgeräumt - nichts. Geschaut, ob etwas locker ist oder wackelt - nichts. Unter das Auto gekrochen und an allem gerüttelt - nichts. Foren befragt: die raten dazu, die Stoßdämpfer festzuziehen. Nichts. Aufhängung der Stoßdämpfer - nichts.
Also beim Händler angerufen: der hat erst wieder Zeit im September. Na ja. Also September. Fahrzeug wurde abgeholt; ein Range Rover Sport dafür dagelassen. Am nächsten Tag der Anruf: "ein Stoßdämpfer ist kaputt". Hat seine Gasfüllung verloren und lässt sich ohne Widerstand ein- und ausfahren.
Verdammt. Das waren die sündhaft teuren Fox Racing Shocks. Bezugsquellen abtelefoniert: Pleite. Erst in einigen Wochen lieferbar. Und dann 350 Euro das Stück.
Ratlos. Seriendämpfer auch nicht lieferbar, da die lt. Händler "nie kaputt gehen". Also hat der Händler kurzer Hand einen Vorführwagen "geschlachtet"; ihm seine Stoßdämpfer geraubt und bei mir eingebaut. Bingo.
Heute abgeholt. Wie fährt er? Ich merke keinen Unterschied.
Die Moral aus der Geschichte: sündhaft teure Anbauteile können im Fehlerfall einen ganz schön in Not bringen.
Edit: rund 800 Euro hat der "Spass" gekostet, die Dämpfer zu tauschen.
Alles aus dem Kofferraum ausgeräumt - nichts. Geschaut, ob etwas locker ist oder wackelt - nichts. Unter das Auto gekrochen und an allem gerüttelt - nichts. Foren befragt: die raten dazu, die Stoßdämpfer festzuziehen. Nichts. Aufhängung der Stoßdämpfer - nichts.
Also beim Händler angerufen: der hat erst wieder Zeit im September. Na ja. Also September. Fahrzeug wurde abgeholt; ein Range Rover Sport dafür dagelassen. Am nächsten Tag der Anruf: "ein Stoßdämpfer ist kaputt". Hat seine Gasfüllung verloren und lässt sich ohne Widerstand ein- und ausfahren.
Verdammt. Das waren die sündhaft teuren Fox Racing Shocks. Bezugsquellen abtelefoniert: Pleite. Erst in einigen Wochen lieferbar. Und dann 350 Euro das Stück.
Ratlos. Seriendämpfer auch nicht lieferbar, da die lt. Händler "nie kaputt gehen". Also hat der Händler kurzer Hand einen Vorführwagen "geschlachtet"; ihm seine Stoßdämpfer geraubt und bei mir eingebaut. Bingo.
Heute abgeholt. Wie fährt er? Ich merke keinen Unterschied.
Die Moral aus der Geschichte: sündhaft teure Anbauteile können im Fehlerfall einen ganz schön in Not bringen.
Edit: rund 800 Euro hat der "Spass" gekostet, die Dämpfer zu tauschen.
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Freitag, 5. April 2013
Besuch bei Kohler
Eigentlich wollte ich ja die vorderen Fox Dämpfer umdrehen lassen, weil sie lt. Importeur "Upside-Down" montiert gehören, d.h. die Kolbenstange nach unten. Ich habe mich jedoch eines besseren belehren lassen: jetzt ist unten das Ventil. Wenn man die Dämpfer umdreht, kommt man nicht mehr ans Ventil ran. Noch schlimmer: das Ventil stört sich mit den Cones (Dämpferaufnahmen) oben, wenn man die Dämpfer umdreht. Passt also nicht.
Und die Kolbenstange wäre umgedreht Steinschlägen ausgesetzt, was der Lebensdauer des Dämpfers nicht zuträglich gewesen wäre.
Na ja, sind Gasdruckdämpfer - die dämpfen egal wie rum eingebaut.
Dann habe ich noch den MAP Sensor wechseln lassen, da dieser angeblich verrusst und ein Reinigen einen sanfteren Motorlauf bringt. Reinigen wollte ich nicht - also ersetzen. Veränderung: keine.
Auch die Türdichtung auf der Fahrerseite habe ich austauschen lassen, da ich ab 100 km/h immer laute Windgeräusche an der Fahrertür hatte und es reinzog. Veränderung: Windgeräusche immer noch vorhanden; aber es zieht nicht mehr. Da muss ich noch grübeln.
Na ja, dann habe ich das Auto halt bei Eiseskälte gewaschen.
Und die Kolbenstange wäre umgedreht Steinschlägen ausgesetzt, was der Lebensdauer des Dämpfers nicht zuträglich gewesen wäre.
Na ja, sind Gasdruckdämpfer - die dämpfen egal wie rum eingebaut.
Dann habe ich noch den MAP Sensor wechseln lassen, da dieser angeblich verrusst und ein Reinigen einen sanfteren Motorlauf bringt. Reinigen wollte ich nicht - also ersetzen. Veränderung: keine.
Auch die Türdichtung auf der Fahrerseite habe ich austauschen lassen, da ich ab 100 km/h immer laute Windgeräusche an der Fahrertür hatte und es reinzog. Veränderung: Windgeräusche immer noch vorhanden; aber es zieht nicht mehr. Da muss ich noch grübeln.
Na ja, dann habe ich das Auto halt bei Eiseskälte gewaschen.
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Samstag, 30. März 2013
Hommage an den Lenkungsdämpfer
Wer schon einmal die Vorderachse des Defenders betrachtet hat, dem kann er nicht entgangen sein: der Lenkungsdämpfer. Und selbst wer nur als Couch Potato auf den einschlägigen Defender-Seiten im Internet rumsurft kann es ebenfalls nicht entgangen sein, dass der Defender einen Lenkungsdämpfer hat, da der Zubehörhandel eine reichhaltige Auswahl an feinen Alternativen dafür anbietet, welche mit Lobgesängen angepriesen werden.
Jetzt kamen zwei Dinge zusammen: meine Abneigung gegen das alte, schwarze, verrostete Rohr unter meinem Defender, welches den Original-Lenkungsdämpfer darstellte und der unbezähmbare Drang, meinen Defender mit Hilfe von Nachrüstteilen zu besserer Fahrweise zu erziehen.
Nach tagelanger Recherche war das vermeintliche Optimum gefunden und zwar in einem neu vorgestellten Bilstein "Trekfinder" Lenkungsdämpfer in leuchtenden Gelb, welcher nahezu magische Verbesserungen versprach (und natürlich das teuerste Exemplar unter allen Lenkungsdämpfern darstellte).
Bestellt. Machte sich gut auf dem Küchenherd:
Aber wie macht er sich am Defender? Also wurde trotz arktischer Temperaturen das alte Teil in der Tiefgarage, mit meinem Sohn als Beleuchter, abgeschraubt:
Ist nicht schwer. Hier findet man eine schöne Einbauanleitung. Zwei Schrauben müssen gelöst werden. Links ist das hässliche, verrostete Originalteil; rechts das blitzende, teure Nachrüstteil. Vom Anfassen konnte man keinen Unterschied in der Wirkung feststellen. Beide gehen halt schwer.
Aber nachdem es dem Beleuchter inzwischen kalt und langweilig in der Tiefgarage war und Papa zu blöd war, um mit seinen altersschwachen Augen zu erkennen, dass die Stange des gelben Dämpfers mit einem Inbus gekontert werden muss, beschlossen wir ohne Lenkungsdämpfer die Wirkungsstätte zu verlassen. Ganz ohne.
Ja, und wie fährt sich das ohne Lenkungsdämpfer? Gut. Sehr gut. Besser als vorher. Das sehnlich vermisste Rückstellmoment der Lenkung war auf einmal wieder da, so dass man nach der Kurve das Lenkrad nicht zurückdrehen musste sondern es - wie bei jedem anderen, normalen Auto - sich selbst zurückdrehte.
Also auf zur Recherche. Was macht eigentlich so ein Lenkungsdämpfer?
Die erste Erkenntnis war: fast alle Autos, die nach dem VW Käfer konstruiert wurden, haben gar keinen Lenkungsdämpfer mehr. Aha.
Angeblich sollte jedoch der Lenkungsdämpfer - sofern vorhanden - folgende Probleme im Keim ersticken: Flattern der Lenkung im Hochgeschwindigkeitsbereich, Minderung des Einflusses von Bodenunebenheiten und Spurrillen auf die Lenkung, Dämpfen der Stösse auf die Lenkung beim schnellen Befahren von unwegsamen Offroad-Strecken.
Beim normalen Fahren auf normalen Strassen merkte ich keinen Unterschied. Also rauf auf die Autobahn und Vollgas. Kurven, Spurrillen, Unebenheiten. kein Unterschied. Auf den holprigen Feldweg: nichts. Kurvige Landstrassen: nichts.
Die Lenkung war brav und ruhig - wie schon vorher. Geradeauslauf: unverändert. Einfluss der Fahrbahnbeschaffenheit auf die Lenkung: nicht spürbar. Nur das Kurvenfahren machte mehr Spass, denn die Lenkung verhielt sich - wie schon aufgeführt - jetzt wie beim normalen Auto. Drehte sich selbst zurück. Und die Lenkung erschien leichtgängiger und präziser. Das ist viel wert (für mich).
Also bleibt es jetzt so, wie es ist und ich beobachte weiter. Wenn mir langweilig ist, schraube ich mal den gelben Bilstein Dämpfer rein.
Sonntag, 2. September 2012
Fox Racing Shocks
Seit über einem Jahr geistern diese sündhaft teuren Teile bei mir im Kopf rum - veranlasst von positiven Berichten anderer Benutzer. Irgendwie schienen diese Teile ja das wundersame Heilmittel gegen das ruppige Fahrwerk des Defenders zu sein.
Dieses Frühjahr habe ich einen Entschluss gefasst: das Grübeln muss ein Ende haben und die Fox Dämpfer müssen her. Aufgrund unerwarteter Probleme bei Terminkoordination und Teileverfügbarkeit dauerte es jetzt ein geschlagenes halbes Jahr, bis die Teile endlich drin waren. Aber jetzt ist es endlich soweit: silbrig glänzende, massive, schwere Teile funkeln am Fahrzeug. Hinten mit Ausgleichsbehälter. Vertrauenserweckend.
Eingebaut vorne:
Hinten:
Die Preisfrage ist: wie fährt sich das?
Schwer zu beschreiben. Mit Fahrwerksänderungen ist es wie Chiptuning. So wie es ist, ist es normal. Man vergisst schlagartig, wie es vorher war, wenn man keinen direkten Vergleich mehr hat.
Also nochmal ein Versuch: Wie fährt sich das? Anders. Nicht weicher. Nicht härter. Das Stuckern ist weg. Kanaldeckel verschwinden irgendwie in der Strasse. Sicherer. Der Defender fährt fast wie ein normales Auto. Komfortabler. Ein serienmässiger Golf ist jedoch immer noch komfortabler. Straffer. Aber immer noch nicht wie ein Porsche. Trotzdem kann man den Defender jetzt fast sportlich bewegen - bei gleichzeitig sicheren Fahrgefühl.
Sogar einstellbar wären die (hinteren) Dämpfer:
Würde ich es nochmal machen lassen? Ich weiss nicht. Das Serienfahrwerk war gar nicht so schlecht und passt mit seiner Bockigkeit zum Defender. Jetzt wird er immer mehr zum SUV.
Edit: nachdem ich erfahren habe, dass die edlen Teile nicht besonders korrossionsfest sein sollen, habe ich sie mit transparenten Wachs besprüht, mit dem man z.B. auch den Motorraum konserviert. Damit sollten sie den Winter unbeschadet überleben.
Edit 2014: Nach zwei Jahren war einer der hinteren Dämpfer ohne Funktion. Ich habe das unter der Rubrik "Lehrgeld" verbucht; die Dämpfer in die Tonne getreten und wieder Seriendämpfer einbauen lassen.
Dieses Frühjahr habe ich einen Entschluss gefasst: das Grübeln muss ein Ende haben und die Fox Dämpfer müssen her. Aufgrund unerwarteter Probleme bei Terminkoordination und Teileverfügbarkeit dauerte es jetzt ein geschlagenes halbes Jahr, bis die Teile endlich drin waren. Aber jetzt ist es endlich soweit: silbrig glänzende, massive, schwere Teile funkeln am Fahrzeug. Hinten mit Ausgleichsbehälter. Vertrauenserweckend.
Eingebaut vorne:
Hinten:
Die Preisfrage ist: wie fährt sich das?
Schwer zu beschreiben. Mit Fahrwerksänderungen ist es wie Chiptuning. So wie es ist, ist es normal. Man vergisst schlagartig, wie es vorher war, wenn man keinen direkten Vergleich mehr hat.
Also nochmal ein Versuch: Wie fährt sich das? Anders. Nicht weicher. Nicht härter. Das Stuckern ist weg. Kanaldeckel verschwinden irgendwie in der Strasse. Sicherer. Der Defender fährt fast wie ein normales Auto. Komfortabler. Ein serienmässiger Golf ist jedoch immer noch komfortabler. Straffer. Aber immer noch nicht wie ein Porsche. Trotzdem kann man den Defender jetzt fast sportlich bewegen - bei gleichzeitig sicheren Fahrgefühl.
Sogar einstellbar wären die (hinteren) Dämpfer:
Würde ich es nochmal machen lassen? Ich weiss nicht. Das Serienfahrwerk war gar nicht so schlecht und passt mit seiner Bockigkeit zum Defender. Jetzt wird er immer mehr zum SUV.
Edit: nachdem ich erfahren habe, dass die edlen Teile nicht besonders korrossionsfest sein sollen, habe ich sie mit transparenten Wachs besprüht, mit dem man z.B. auch den Motorraum konserviert. Damit sollten sie den Winter unbeschadet überleben.
Edit 2014: Nach zwei Jahren war einer der hinteren Dämpfer ohne Funktion. Ich habe das unter der Rubrik "Lehrgeld" verbucht; die Dämpfer in die Tonne getreten und wieder Seriendämpfer einbauen lassen.
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