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Donnerstag, 12. Dezember 2019

WTF sind Homokineten?

... und was passiert, wenn sie kaputt gehen?

Das musste ich erfahren.

Mittwoch, 27. November. Ich fahre zum Flughafen. Wie immer auf den letzten Drücker. Merkwürdige Geräusche aus der Vorderachse. In der letzten Kurve zum Parkplatz bleibt der Defender ohne Vortrieb stehen. Ein Deja Vu. Vor zwei Jahren hat es das vordere Differential zerbröselt. Daraus in Erinnerung geblieben: das Mittendifferential sperren!

Und in der Tat geht es damit weiter voran. Leider mit üblen metallischen Geräuschen von vorne. Oh je. Das Parkhaus vorsichtig hochgekrochen und erst mal zum Flieger geeilt.

Nach der Ankunft am Zielort die Werkstatt kontaktiert. "Nicht weiterfahren" war der Rat. Also den ADAC für den nächsten Tag zum Flughafen bestellt.

Donnerstag, 28. November. Rückflug. Und in der Tat: der ADAC war da. Und hat den Defender mitgenommen:


Freitag, 29. November. Die Diagnose kommt per Mail "Homokineten" kaputt. WTF? Das sind diese Teile an der Vorderachse:


Den Ring, welcher die Kugeln am Platz hält, hat es zerbröselt. Angeblich eine bekannte Schwachstelle am Defender, sofern man ein Torsen Sperrdifferential vorne eingebaut hat.

Behandlungsplan: Gegen verstärkte Teile von Ashcroft tauschen. Erfordert leider auch eine verstärkte Steckachse. Und gibt es nur paarweise. Logisch. Was den Preis von ca. 2.700 Euro erklärt. Inklusive Arbeit. Ein Schnäppchen.

Die Woche drauf war er fertig. Läuft.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Service für die Klimaanlage

Etwas, was man gerne vergisst, ist die Klimaanlage. Weil deren Service halt nicht Bestandteil des regulären Serviceprogramms von Land Rover ist.

Aber dabei verliert die Klimaanlage pro Jahr 10-15% ihres Kühlmittels. Das merkt man erst, wenn sie entweder nicht mehr kühlt oder kaputt geht.

Kaputt? Na ja, das Kühlmittel enthält auch Öl für die Schmierung des Kompressors. Kein Kühlmittel, kein Öl -> defekt.

Ich vergesse sowas nicht. Letztes Mal war vor drei Jahren. Dieses Mal wollte ich geizig sein und bin zu ATU gefahren. 69 Euro.

Dafür befüllen sie die Klimaanlage neu. Laut Report war ein Drittel des Kühlmittels bereits verdampft.

Sehr guter Service zum sehr guten Preis - ich war positiv überrascht.

Dienstag, 18. September 2018

Der Anhänger zur Anhängerkupplung

Natürlich macht die neue Anhängerkupplung nur Sinn mit einem Anhänger. Und hier ist er:


Ein geschlossener Koffer mit 5 Kubikmeter und einer Tonne Ladekapazität. 

Also musste ich erst mal lernen mit dem Anhänger zu fahren. Gar nicht so kompliziert, wie ich befürchtet habe. Nur rückwärts muss man überlegen. Und keinerlei Beeinträchtigung des Fahrverhaltens (okay, jetzt war noch keine Tonne Ladung drin.)

Drei Europaletten würden reinpassen und diese dürfte man 1,50 m hoch beladen.

Sonntag, 18. Februar 2018

Zwischenbilanz ATB Differentiale

Letzten Sommer hat sich ja mein vorderes Differential verabschiedet.

Das nahm ich zum Anlass, um vorne und hinten jeweils ein Ashcroft ATB Sperrdifferential (Torsen) einbauen zu lassen.
Animation eines Torsen Sperrdifferentials

Es gab ja einige Unkenrufe, die einen nachteiligen Einfluss auf das Fahrverhalten prognostizierten. Zumindest bei mir, ist nichts davon eingetreten.

Im Süden Deutschlands hatten wir ja jetzt ab und zu glatte Strassenverhältnisse. Was mir ausreichend Gelegenheit gab, die neuen Differentiale zu testen. Ich fasse zusammen:
  • Das Regeln der unsäglichen elektronischen Traktionskontrolle (ETC) ist verschwunden. Die Differentiale übernehmen wohl jetzt die Regelfunktion, bevor die Elektronik eingreifen kann.
  • Der Geradeauslauf ist deutlich besser als vorher. Jetzt kann ich sogar das Lenkrad loslassen und der Defender fährt geradeaus weiter.
  • Das „Klonk“ beim Schalten ist weitgehend verschwunden und zumindest deutlich besser als vorher.
  • Es gibt keinerlei negative Einflüsse beim Fahren.
Zusammengefasst halte ich dies für eine meiner besseren Investitionen. Mit insgesamt rund 1.600 Euro für zwei Differentiale inklusive Einbau zwar nicht gerade ein Schnäppchen - aber ich hatte schon schlimmere Ausgaben mit weniger Nutzen.

Montag, 24. April 2017

Vorderes Differential defekt

Seit ein paar Tagen gibt es beim Gangwechsel seltsame Klonk-Geräusche. Und dann irgendwann den letzten "Klonk" - nichts geht mehr.

Der ADAC schleppt die Immobilie zu "meiner" Werkstatt:


Und diese stellt fest: das vordere Differential ist defekt.

Also kommt gleich ein Ashcroft ATB Sperrdifferential rein. Und wenn er schon mal da ist, dann nicht nur vorne sondern auch hinten.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Schwächelt meine Batterie jetzt kurz vor dem Winter?

Vor zwei Jahren habe ich mir extra eine sündhaft teure AGM Batterie einbauen lassen. Bislang hat die auch immer klaglos funktioniert.

Vor kurzen kam ich zurück ins Parkhaus am Flughafen, wo der Defender zwei Tage lang stand und die Batterie war mausetot. Zusammen mit dem Parkplatzbetreiber habe ich es mühsam geschafft, den Wagen fremdzustarten.

Das war vor vier Wochen. Seitdem ist der Defender immer wieder mal eine Woche oder länger unbenutzt rumgestanden und das Problem ist nicht mehr aufgetreten.

Zur Sicherheit habe ich mir so ein kleines Voltmeter für den Zigarettenanzünder gekauft. Aber das zeigt ebenfalls bedenkliche Werte: 11,4 V mit Motor aus und 14,3 V mit Motor an. Entweder zeigt das Voltmeter falsch an (denn danach wäre die Batterie mausetot - startet aber problemlos) - aber dann nur mit Motor aus; denn die 14,3 V mit laufenden Motor sind plausibel. Oder irgendwas ist faul.


Jetzt stecke ich halt ab und zu das CTEK Ladegerät dran. Das hat einen speziellen AGM Modus. Und zum Glück habe ich mir den CTEK Anschluss auch von der Batteriekiste nach draussen gelegt, so dass sich der Aufwand in Grenzen hält.


Das Bild zeigt den CTEK Anschluss, der aus dem Sitzkasten kommt und das damit verbundene CTEK Ladegerät. Auch nach dem vollständigen Laden zeigt das Voltmeter nur 11,4 V an. Das kann nicht sein!

Eigentlich kann die Batterie nach zwei Jahren keinen Schlag weg haben. Vielleicht habe ich am Flughafen wirklich irgendwas brennen lassen und das Voltmeter hat einen Schlag...

Edit 2018: ich habe die Batterie gegen eine Bosch AGM austauschen lassen.

Samstag, 24. September 2016

Slick Shift - Verbesserung der Schaltung

Die Schaltung des Defenders ist zwar ganz okay - aber von einer modernen, präzisen Schaltung mit kurzen Schaltwegen doch weit entfernt.

Wenn man sich die Schaltmechanik ansieht, wird die Ursache schnell klar: diese ist aus Kunststoff gefertigt, welches ausleiert und bricht. Die Firma Synchro Gearboxes in England baut diese Teile aus Metall nach und sorgt mit einer veränderten Schaltkinematik auch für eine Schaltwegeverkürzung.


So sieht das dann bei mir eingebaut aus:


Okay- und wie hat der Original-Hebel eigentlich ausgesehen? So:


Der Hebel und die Kugel haben Risse und sind mehrfach gebrochen. Bei dem neuen Metallteil wird das nicht mehr passieren.

Ja und wie schaltet es sich jetzt damit? Knackiger, präziser und mit kurzen Wegen. Trotzdem wird aus der Defender-Schaltung keine Golf-Schaltung - aber es kommt dem Ganzen näher. Der Kraftaufwand ist trotzdem höher als bei einem "normalen" Auto. Insbesondere das Einlegen des Rückwärtsgangs ist nichts für Schwächlinge.

Der Schalthebel kommt durch die höhere Anlenkung etwa 2 cm höher als vorher. Was durchaus vorteilhaft ist, da ich sowohl eine erhöhte Cubby Box als auch einen gepolsterten Deckel darauf habe:


Sonntag, 22. September 2013

NATO Starthilfekabel

Ab und zu war beim Defender auch schon mal die Batterie leer, weil ich ihn auch nicht regelmässig bewege. Ich hatte es leid, den Sitz abzubauen, und in dem dunklen Sitzkasten nach den Batterieanschlüssen für eine Starthilfe zu suchen. Natürlich ist die Batterie immer dann leer, wenn es draussen nass und kalt ist und man gerne das halbe Auto zerlegt.

Also habe ich eine NATO Steckdose relativ dezent vorne an den Fahrersitzkasten bauen lassen:


Eine Gummikappe schützt die Steckdose. Das Starthilfekabel verfügt über den passenen Stecker.


Na und so sieht es dann eingesteckt aus.

Auf der anderen Seite hat das Kabel ganz normale Batterieklemmen. Es ist übrigens rund 7 Meter lang und ziemlich dick. Also eine solide Sache. Der ADAC hat genau die selbe Lösung ist seinen gelben Autos eingebaut.

Noch ein Grund für diese Massnahme war, dass ich ursprünglich beabsichtigt habe, den Subwoofer unter den Sitz einzubauen. Damit wäre der Zugang zur Batterie endgültig verbaut. Leider stehe ich zur Umsetzung dieser Massnahme noch vor einigen Herausforderungen.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Der Peilstab ist weg - neue Antenne

Seit geraumer Zeit knackst und knarzt es dauernd im Radio. Ich hatte das technische Meisterwerk von Land Rover in Verdacht, welches sich Antenne schimpft, aber eigentlich eher ein Peilstab für mich war, da der höchste Punkt am Fahrzeug.

Einmal fiel meine Antenne sogar der Waschanlage zum Opfer - aber ich habe sie damals wieder durch das formschöne, antike Original ersetzt.

Ich habe sogar zwischenzeitlich eine andere Antenne gekauft - aber die entnervt in der Mülltonne entsorgt, weil Land Rover ein überdimensionales Antennenloch in die Karosserie gebohrt hat. Da hält keine herkömmliche Antenne. Und zum Basteln hatte ich keine Lust.

Also kam das Angebot von Entreq gerade recht, die einen Defender-spezifischen Antennenfuss für eine Hirschmann Antenne konstruiert hatten. Nachdem es in verschiedenen Foren vereinzelt Klagen über die logistische Abwicklung bei Entreq gab, war ich - trotz bisher positiver Erfahrungen - entsprechend sensibilisiert.

Ganz im Gegenteil: Mails mit Rückfragen wurden innerhalb von Minuten persönlich vom Eigentümer beantwortet; und die Lieferung ungefähr 10 Minuten nach Bestelleingang versandt bevor ich überhaupt Gelegenheit hatte, die Zahlung anzuweisen. Am nächsten Tag war die Lieferung auch da.

Angeschraubt. Völlig easy. Der alte Antennenfuss war ziemlich korrodiert an der Kontaktfläche. Aha.

So sieht es aus:


Ein kurzer, semiflexibler Stab, der unten in Gummi flexibel gelagert ist. Der Stab lässt sich abschrauben.


So und hat sich etwas verändert, ausser der Optik? Ich habe ja eine Teststrecke: jeden Tag auf dem Weg ins Büro fahre ich durch eine Unterführung. Beim Defender kommt dann nur noch blankes Rauschen im Radio. Bei "besseren" Autos - also technisch hochwertigen Modellen - kommt ein leichtes Knarzen, aber der Empfang reisst nicht ab.

Das nervt mich fast jeden Tag tierisch, da ich mit dem Defender immer das Wichtigste an den Nachrichten verpasse. Manchmal bleibe ich sogar vor der Unterführung stehen, damit ich weiter zuhören kann.

Mit der neuen Antenne verhält sich der Defender (und sein Radio) in der Unterführung wie ein normales Fahrzeug. Der Empfang bricht nicht mehr ab. Knacken und Knarzen während der Fahrt sind ebenfalls verschwunden.

Das deutet auf eine verbesserte Empfangsleistung hin.

Samstag, 30. März 2013

Hommage an den Lenkungsdämpfer


Wer schon einmal die Vorderachse des Defenders betrachtet hat, dem kann er nicht entgangen sein: der Lenkungsdämpfer. Und selbst wer nur als Couch Potato auf den einschlägigen Defender-Seiten im Internet rumsurft kann es ebenfalls nicht entgangen sein, dass der Defender einen Lenkungsdämpfer hat, da der Zubehörhandel eine reichhaltige Auswahl an feinen Alternativen dafür anbietet, welche mit Lobgesängen angepriesen werden.

Jetzt kamen zwei Dinge zusammen: meine Abneigung gegen das alte, schwarze, verrostete Rohr unter meinem Defender, welches den Original-Lenkungsdämpfer darstellte und der unbezähmbare Drang, meinen Defender mit Hilfe von Nachrüstteilen zu besserer Fahrweise zu erziehen.

Nach tagelanger Recherche war das vermeintliche Optimum gefunden und zwar in einem neu vorgestellten Bilstein "Trekfinder" Lenkungsdämpfer in leuchtenden Gelb, welcher nahezu magische Verbesserungen versprach (und natürlich das teuerste Exemplar unter allen Lenkungsdämpfern darstellte).

Bestellt. Machte sich gut auf dem Küchenherd:


Aber wie macht er sich am Defender? Also wurde trotz arktischer Temperaturen das alte Teil in der Tiefgarage, mit meinem Sohn als Beleuchter, abgeschraubt:


Ist nicht schwer. Hier findet man eine schöne Einbauanleitung. Zwei Schrauben müssen gelöst werden. Links ist das hässliche, verrostete Originalteil; rechts das blitzende, teure Nachrüstteil. Vom Anfassen konnte man keinen Unterschied in der Wirkung feststellen. Beide gehen halt schwer.

Aber nachdem es dem Beleuchter inzwischen kalt und langweilig in der Tiefgarage war und Papa zu blöd war, um mit seinen altersschwachen Augen zu erkennen, dass die Stange des gelben Dämpfers mit einem Inbus gekontert werden muss, beschlossen wir ohne Lenkungsdämpfer die Wirkungsstätte zu verlassen. Ganz ohne.

Ja, und wie fährt sich das ohne Lenkungsdämpfer? Gut. Sehr gut. Besser als vorher. Das sehnlich vermisste Rückstellmoment der Lenkung war auf einmal wieder da, so dass man nach der Kurve das Lenkrad nicht zurückdrehen musste sondern es - wie bei jedem anderen, normalen Auto - sich selbst zurückdrehte.

Also auf zur Recherche. Was macht eigentlich so ein Lenkungsdämpfer?

Die erste Erkenntnis war: fast alle Autos, die nach dem VW Käfer konstruiert wurden, haben gar keinen Lenkungsdämpfer mehr. Aha.

Angeblich sollte jedoch der Lenkungsdämpfer - sofern vorhanden - folgende Probleme im Keim ersticken: Flattern der Lenkung im Hochgeschwindigkeitsbereich, Minderung des Einflusses von Bodenunebenheiten und Spurrillen auf die Lenkung, Dämpfen der Stösse auf die Lenkung beim schnellen Befahren von unwegsamen Offroad-Strecken.

Beim normalen Fahren auf normalen Strassen merkte ich keinen Unterschied. Also rauf auf die Autobahn und Vollgas. Kurven, Spurrillen, Unebenheiten. kein Unterschied. Auf den holprigen Feldweg: nichts. Kurvige Landstrassen: nichts.

Die Lenkung war brav und ruhig - wie schon vorher. Geradeauslauf: unverändert. Einfluss der Fahrbahnbeschaffenheit auf die Lenkung: nicht spürbar. Nur das Kurvenfahren machte mehr Spass, denn die Lenkung verhielt sich - wie schon aufgeführt - jetzt wie beim normalen Auto. Drehte sich selbst zurück. Und die Lenkung erschien leichtgängiger und präziser. Das ist viel wert (für mich).

Also bleibt es jetzt so, wie es ist und ich beobachte weiter. Wenn mir langweilig ist, schraube ich mal den gelben Bilstein Dämpfer rein.

Freitag, 8. Februar 2013

Kurzbesuch bei Avalon

Mitte Januar war schon wieder die verdammte Batterie leer. Weil ich ein fauler Hund bin, habe ich den ADAC zu Fremdstarten geholt. Darf man eigentlich gar nicht laut sagen.

Das Problem ist mystisch:
  • die Batterie ist erst ein Jahr alt (siehe Post Kältetod)
  • ich bin vorher eine längere Strecke gefahren
  • nichts war an
  • der Wagen ist gerade mal 3 Tage rumgestanden
  • Ladespannung vom gemessen und alles okay - wird also geladen
Das ist natürlich nicht vertrauensbildend. Also habe ich den Wagen zu Avalon gebracht, wo man mir die neue Batterie vor einem Jahr eingebaut hat. Und damit die auch was zu tun haben, habe ich das Öl wechseln lassen, den nutzlosen K&N Luftfilter endlich entsorgen und gegen einen Original Luftfiltereinsatz tauschen lassen sowie die Staubmanschette an der Lenkung wieder befestigen lassen. Auch gleich die Glühkerzen durchmessen lassen, weil er bei Kälte so schlecht ansprang.

Die Jungs sind gut: der Ruhestrom lag zehnmal so hoch, wie er sein sollte. Als Ursache wurde das Heatshot identifiziert, welches direkt an die Batterie angeklemmt wurde. Das gehört auch laut Anleitung so, denn das Gerät sollte anhand der Spannung erkennen, ob die Zündung an ist und dann sich aktivieren. Zieht aber immer Strom.

Die haben es neu verkabelt und an die Zündung angeschlossen. Das erklärt natürlich einiges. Vielleicht sogar, warum vor einem Jahr nach meinem Urlaub die Batterie so tief entladen war, dass sie getauscht werden musste.

Das verdammte Heatshot hat mich zwischenzeitlich ein kleines Vermögen gekostet: rund 300 Euro Anschaffungspreis, 300 Euro Einbau und jetzt 300 Euro Fehlersuche und -behebung. Dafür, dass ich beim besten Willen nicht erkennen kann, dass da vorne heisses Wasser rauskommt bzw. dass dies etwas bewirkt.

Na ja - mal Avalon ausprobiert und ich muss sagen: edel & gut. Aber man merkt an den Preisen, dass dort Jaguar und Bentley verkauft werden.

Sonntag, 2. September 2012

Fox Racing Shocks

Seit über einem Jahr geistern diese sündhaft teuren Teile bei mir im Kopf rum - veranlasst von positiven Berichten anderer Benutzer. Irgendwie schienen diese Teile ja das wundersame Heilmittel gegen das ruppige Fahrwerk des Defenders zu sein.

Dieses Frühjahr habe ich einen Entschluss gefasst: das Grübeln muss ein Ende haben und die Fox Dämpfer müssen her. Aufgrund unerwarteter Probleme bei Terminkoordination und Teileverfügbarkeit dauerte es jetzt ein geschlagenes halbes Jahr, bis die Teile endlich drin waren. Aber jetzt ist es endlich soweit: silbrig glänzende, massive, schwere Teile funkeln am Fahrzeug. Hinten mit Ausgleichsbehälter. Vertrauenserweckend.


Eingebaut vorne:
Hinten:

Die Preisfrage ist: wie fährt sich das?

Schwer zu beschreiben. Mit Fahrwerksänderungen ist es wie Chiptuning. So wie es ist, ist es normal. Man vergisst schlagartig, wie es vorher war, wenn man keinen direkten Vergleich mehr hat.

Also nochmal ein Versuch: Wie fährt sich das? Anders. Nicht weicher. Nicht härter. Das Stuckern ist weg. Kanaldeckel verschwinden irgendwie in der Strasse. Sicherer. Der Defender fährt fast wie ein normales Auto. Komfortabler.  Ein serienmässiger Golf ist jedoch immer noch komfortabler. Straffer. Aber immer noch nicht wie ein Porsche. Trotzdem kann man den Defender jetzt fast sportlich bewegen - bei gleichzeitig sicheren Fahrgefühl.

Sogar einstellbar wären die (hinteren) Dämpfer:


Würde ich es nochmal machen lassen? Ich weiss nicht. Das Serienfahrwerk war gar nicht so schlecht und passt mit seiner Bockigkeit zum Defender. Jetzt wird er immer mehr zum SUV.

Edit: nachdem ich erfahren habe, dass die edlen Teile nicht besonders korrossionsfest sein sollen, habe ich sie mit transparenten Wachs besprüht, mit dem man z.B. auch den Motorraum konserviert. Damit sollten sie den Winter unbeschadet überleben.

Edit 2014: Nach zwei Jahren war einer der hinteren Dämpfer ohne Funktion. Ich habe das unter der Rubrik "Lehrgeld" verbucht; die Dämpfer in die Tonne getreten und wieder Seriendämpfer einbauen lassen.

Endlich dicht!

Seit vielen Monaten hat mich ja die Tatsache gestört, dass der Fahrerfussraum immer nass war. Immer wieder reklamiert - keine permanente Abhilfe.

Nun wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen und die Ursache des Wassereinbruchs erforschen. Nach einigen Experimenten mit Wasserstrahl und Klebeband nach dem Ausschlussprinzip war klar: das Wasser läuft irgendwie in die Tür rein und unten aus der Tür in den Innenraum.

Der "Schuldige" konnte dann auch ermittelt werden: es war die nachgerüstete Edelstahl-Einstiegsleiste bzw. deren Gummidichtung, die die originale Türdichtung ersetzen sollte. Offensichtlich hat die Nachrüstlösung die Wasserabläufe in der Tür blockiert und das Wasser hat sich den Weg in den Fussraum gesucht.

Warum das nur auf der Fahrerseite so war und nicht auf der Beifahrerseite, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.

Auf jeden Fall wurde der Gummi der Edelstahlleiste entfernt und an der Tür wieder die Original Dichtung angebracht.

Fertig. Dicht.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Neue Front: Stoßstange, Lampen und Kühlergrill

Zur Erinnerung: der serienmässige Kühlergrill war ein silbernes (Brunel) Plastikteil und wurde seiner Zeit gegen ein schwarzes Nachrüst-Aluteil ersetzt. Mir erschien das optisch nicht mehr als stimmig. Aber einfach einen schwarzen Original-Plastikgrill hinbauen, gefiel mit ebenfalls nicht.

Daher habe ich mich dazu entschieden, einen neuen Originalgrill in Wagenfarbe schwarz lackieren zu lassen. Kommt auf den Fotos nicht so rüber - sieht aber in natura exzellent aus. Viel besser als das reine, schwarze Plastik.
Weiterhin war ich mit der Stoßstange nicht mehr zufrieden. Die Optik einer lackierten Eisenbahnschiene, gepaart mit der Rostanfälligkeit und mangelnden Stabilität erschien mir verbesserungswürdig.

Hier habe ich nun zur Abwechslung nicht zum Originalzubehör gegriffen sondern zu einem Nachrüstteil aus England. Leider in herkömmlichen Stahl und wohl in englischer Qualität pulverbeschichtet - aber stabil und (meiner Meinung nach) gut aussehend.

Weiterhin wurden die armseligen Lampenblenden aus grundierten Aluringen und Lochblech vor dem
Hupenloch ersetzt durch vernünftig in Wagenfarbe lackierte Abdeckungen.
Last but not least wurden die beschädigten LED Scheinwerfer durch neue ersetzt. Wieder mit einer Streuscheibe aus Glas, obwohl es zwischenzeitlich auch ein Modell aus Polycarbonat gäbe.

So sieht es dann aus:

Warum der Händler das Kennzeichen so ungünstig platziert hat, entzieht sich meiner Kenntnis und werde ich sicher noch ändern lassen. Leider ist der Wagen nicht sauber - aber ich finde, das sieht schon einmal sehr gut aus.

Nachdem die Stoßstange höher sitzt ergibt sich auch ein besserer Rampenwinkel (welchen ich nicht brauche) sowie eine höhergelegte Optik.

Für Interessierte die Bezugsquellen: die Scheinwerferblenden sind von Entreq; die Stoßstange von First Four (bezogen von SVS Schneider).

Edelstahl Trittbretter, Türscharniere und Schrauben

Der Defender ist vom Rost geplagt - das ist allgemein bekannt. Besonders gefährdet sind alle Anbauteile. So zum Beispiel die Trittbretter aus billigsten Blech sowie die Türscharniere aus maroden Stahl. Ausserdem sind die Anbauteile eher grundiert als lackiert.

Dem kann Abhilfe geschaffen werden.

Zuerst einmal waren die serienmässigen Trittbretter bei mir vollkommen verrostet, obwohl ich immer schön brav Fluid Film innen eingefüllt habe. Da bietet Land Rover doch glatt Trittbretter aus Edelstahl an! Leider in silber - aber das kann man ja in Wagenfarbe lackieren. Der Magnettest zeigt: Tatsächlich! Nicht magnetisch. Deutet auf Edelstahl hin.

Tja und Türscharniere gibt es von Drittanbietern in England ebenfalls in Edelstahl. Leider silber poliert - aber wie gesagt: in Wagenfarbe lackieren.

Die Lampenringe für die Scheinwerfer sind nun ebenfalls aus Edelstahl.

Tja und last but not least kann man die ganzen Schrauben gegen Edelstahlvarianten austauschen. Das sieht erstens hübscher aus und erspart einem die Sauerei, die ganze Zeit die serienmässigen Schrauben mit Fett einschmieren zu müssen.

Gesagt getan - so sieht es jetzt also aus:


Wie gesagt: die seitlichen Trittbretter sind Original Land Rover Teile aus Edelstahl, lackiert; die Türscharniere sind Zubehörteile aus Edelstahl lackiert (sehen dann genauso aus wie die Originalen); Lampenringen sowie die Schrauben sind alle aus Edelstahl. Damit verfügt der Defender nun über die maximale Edelstahlkonzentration.

Edit November 2013: Jetzt sind auch die Motorhabenscharniere aus Edelstahl.

Donnerstag, 22. Juli 2010

J.W. Speaker LED Scheinwerfer

Das erste Jahr ist rum und die erste Inspektion wurde fällig. Das Autohaus Kohler in Landsberg wurde empfohlen als bester LR Stützpunkt in Süddeutschland. Vorausgeschickt: das mag durchaus sein - ich bin sehr begeistert von Kohler!

Bei dieser Gelegenheit konnte ich einige Upgrades durchführen lassen:
  1. Austausch der funzeligen H4 Scheinwerfer gegen innovative LED Scheinwerfer
  2. Tönen der hinteren Scheiben
  3. Montage eines Unterfahrschutzes
Nun zuerst einmal die Scheiben - sieht auf jeden Fall cool aus:

Dann das echte Highlight: LED Scheinwerfer. Nicht ganz preiswert (fast 2.000 Euro) aber beim Audi A8 kostet der Aufpreis (!) von Xenon auf LED genau das selbe. Die Scheinwerfer stammen vom Oshkosh ATV - das ist der legitime Nachfolger des Hummer US Militärfahrzeuges. Heller als Xenon, (fast) endlose Lebensdauer, unempfindlich gegen Stösse, Vibrationen etc. - und sagte ich schon: hell?


Diese Scheinwerfer sind eine echte Innovation und sehen noch dazu gut aus! Nebenbei: zugelassen auch in Deutschland.

Im Nachtvergleich mit einem BMW X3 (Bi-Xenon) wirken die LED Leuchten deutlich heller (bei Abblendlicht); Fernlicht gibt sich nicht viel.

BMW Xenon Abblendlicht

Defender LED Abblendlicht

BMW Xenon Fernlicht

Defender LED Fernlicht

Die Inspektion fiel umfangreicher aus als erwartet - aber im positiven Sinne. Ich unterschrieb ca. 10 Garantieanträge - vom Lenkgetriebe über Spurstangenköpfe bis zur Türeinstellung - auch der kleinste Makel wurde auf Garantie beseitigt. So viel Liebe zum Detail (und zwar unaufgefordert) habe ich noch niemals bei einem Autohändler erlebt!

(Edit 2012: ganz so unverwüstlich waren die LEDs dann doch nicht. Steinschlag hat einen zerstört und undicht waren sie auch. Ausgetauscht. Siehe 2012er Blogeintrag).

(Edit 2013: auch der zweite Satz hat nur ein Jahr dicht gehalten. Zwischenzeitlich sind Nolden LED Scheinwerfer drin und die leuchten ganz gut).

Sonntag, 22. November 2009

Riffelbleche!

Auf einen Defender gehören Riffelbleche. Diese betonen einfach das rustikale Design und passen perfekt zu den Stollenreifen. Also habe ich für die Seitenschweller, Heckblech und Kotflügel schwarze Riffelbleche gekauft und am Wochenende mit ca. 50 Nieten und Nietzange angenietet:


Genietet? Genietet. Die Aluriffelbleche werden zuerst irgendwie an der Karosserie fixiert (Schraubzwinge), dann mit einem 5 mm Bohrer komplett durchgebohrt; eine Blindniete durchgesteckt und mit einer Nietzange angezogen. Hält bombenfest und klappert nicht.

Rostet das nicht? Na ja, Riffelbleche, Karosserie (!) und Nieten sind aus Alu. Da kann nichts rosten.

Aber warum braucht man Riffelbleche? Darum:



Jetzt müssen nur noch die silbernen Trittbretter schwarz werden. Kommt später.

Sonntag, 15. November 2009

Schwarze Front

Zum Geburtstag wurde ich mit allerlei Defender-Zubehör beglückt was ich mich in die Lage vesetzte die hässliche "Brunel" Plastik-Silberfront gegen eine schwarze Metall-Front zu ersetzen. Der Plastik-Kühlergrill wurde gegen einen Alugrill ersetzt; die Plastik-Scheinwerferabdeckungen gegen schwarze Aluringe.

Freitag, 13. November 2009

Zweitaktupdate

Der Effekt ist phänomenal aber vielleicht nicht repräsentativ, da mein Defender ja eine erheblich veränderte Motorsoftware (auch genannt Chiptuning) aufweist, welches sicher eine Erhöhung der Einspritzmenge zur Folge hatte. Aber der Reihe nach:
  • Bei gleichmässiger Fahrt ab 80 km/h ist nun gar kein Nageln mehr zu hören. Die Motorgeräusche werden fast vollständig von den restlichen Fahrgeräuschen überdeckt. Wie gesagt - nur bei gleichmässiger Fahrt - unter Last (beim Gasgeben) ist ein leichtes Nageln zu vernehmen.
  • Beim Kaltstart nagelt er noch etwas im Leerlauf, was aber nach 2-3 Minuten verschwindet. Wenn der Motor warm ist, verschwindet das Nageln im Leerlauf vollständig.
  • Auf der Autobahn ist das Radio erstmals lauter als der Motor.
Die meisten werden sagen: "na, ganz normal, oder?" - aber die sind alle noch keinen Defender gefahren :-)

Noch ein Update: habe jetzt "normales" Diesel getankt und nicht Shell V-Power Diesel. Da rumort er wieder ganz schön - der Effekt scheint nur mit V-Power volle Wirkung zu haben. Teuer.

Nachtrag: stimmt nicht. Habe etwas mehr 2T-Öl reingekippt und schon ist er wieder leise.

Edit 2015: Neuere Erkenntnisse belegen, dass der Zweitakt Kram gefährlich sein könnte. Ich rate daher davon ab und empfehle lieber Premium-Sprit wie z.B. Aral Ultimate zu tanken!

Montag, 9. November 2009

Geräuschdämmung mit Zweitaktöl

Der Diesel-Motor des Defenders verfügt nicht gerade ein dezentes Laufgeräusch. Insbesondere wenn er kalt ist, ähnelt es doch verblüffend einem Presslufthammer. Und je kälter es wurde, desto mehr verstärkten sich die Nagelgeräusche. Beim Hochschalten nach dem Kaltstart am Morgen kulminierte sich das Ganze sogar manchmal zu einem exorbitant lauten Nageln für wenige Sekunden.

Dieses Geräusch machte mir Sorgen. Und ich war nicht allein, wie man den Foren entnahm. Zudem hörte ich von einer Rückrufaktion aufgrund dieses übertriebenen Nagelns, das sogar im Extremfall den Motor beschädigen konnte - das Motorsteuergerät sollte eine neue Software bekommmen. Bedeutet: mein Chuptuning würde flöten gehen.

Ich hatte immer schon ab und zu von der Zugabe von Zweitaktöl beim Tanken gelesen - dies aber den Bereich der völlig sinnfreien Legenden zugeordnet, der vielleicht vor fünfzig Jahren bei Baumaschinen funktioniert haben könnte - aber nicht bei hochmodernen Common-Rail Hochdruck-Einspritzsystemen. Als Langeweile fing ich an nach Zweitaktöl zu googlen. Und siehe da - ich fand das:

http://www.db-forum.de/forum/motor-antrieb/11914-motorprotect-ins-motoroel-zweitaktoel-zum-diesel-dazu.html

In einem völlig seriösen und hochkompetentes Mercedes-Forum beschäftigen sich seit 2004 sehr viele Leute in inzwischen über 1.500 Postings und >200.000 Hits mit der Zugabe von Zweitaktöl zum Sprit. Und zwar nicht etwa in Trabants sondern neuen S-Klasse CDIs. Mit sehr fundierten Analysen und hunderten von meist euphorisch positiven Kommentaren - nirgends etwas negatives.

Na ja - schnell zur Tanke gefahren und zu 50 Liter Shell V-Power Diesel noch 250 ml Shell Scooter 2T Öl in den Tank gekippt. Was soll's - der olle Diesel würde das schon verkraften. Natürlich erwartete ich, dass - wenn überhaupt - der Effekt langsam eintreten würde. Und genau so war es auch. Und wie beim Chiptuning, wo man sofort vergisst, wie es vorher war, ist es hiermit. Er wurde langsam leiser.


Die Erleuchtung kam mir heute abend, als ich jemanden vom Flughafen abholte (den ich schon mind. 10x mit dem Defender abgeholt hatte), der sofort nach dem Losfahren zu mir sagte "Was hast Du gemacht? Dein Auto ist viel leiser als vorher?" Und tatsächlich - das Motorgeräusch ging fast in den normalen Fahrgeräuschen unter! Hat das Zweitaktöl den Presslufthammer geschmiert?

Ich muss den Effekt noch ein paar Tage beobachten aber bislang erscheint er mir phänomenal.

Edit 2015: neuere Erkenntnisse haben ergeben, dass die Zugabe von Zweitaktöl suboptimal sein könnte. Ich distanziere mich daher davon. Lieber Premiumsprit wie z.B. Aral Ultimate verwenden.