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Montag, 13. Oktober 2014

"Alte" Winterräder erneuert

Was ist denn jetzt wieder so spektakulär an seinen alten Winterrädern? Okay, es sind 17 Zoll Räder mit 265/70 R 17 Winterreifen.

Erstens war ein Reifen defekt. Nagel drin. Leider gibt es den Nokian Hakkapeliitta LT nicht mehr sondern nur noch den LT2. Einen neuen Reifen alleine kann man nicht drauf machen - also zwei, so dass zumindest eine Achse identisch bereift ist.

Zweitens waren die Felgen schwarz glänzend. Und auch kein schöner Lack. Kratzer drin. Fand ich hässlich. Also neu mattschwarz pulverbeschichten.

Drittens hatten die Felge eine Einpresstiefe von 20 mm bei 8 Zoll Breite. Damit stehen sie weiter innen im Radkasten als die Sommerräder mit ET 5 bei gleicher Breite. Also kamen H&R Spurverbreiterungen drauf.

So sieht es jetzt in der Totale aus:


Mattschwarze 17 Zoll Felgen mit 265er Nokian Winterreifen. Wie machen sich die Spurverbreiterungen? ET 20 mit SPV 33 ergibt ja negativ 13 mm Einpresstiefe... Na wenn man genau hinschaut...


... könnte man der Auffassung sein, dass die Radabdeckung nun grenzwertig ist. Sieht aber gut aus. Und fährt sich spektakulär gut. So einen guten Radsatz hatte ich noch nie auf dem Defender: leise, komfortabel und absolut spurstabil.

Edit - weil schon mehrere Fragen dazu kamen:
  • Nein, die Felgen haben keine Zulassung. Sind meine Winterräder; zum TÜV muss ich im Sommer.
  • Nein, die Felgen gibt es nicht mehr. Alternativ empfehle ich die MaxXtrac Manta Wheels von Silverline - gibt es als 16, 17, 18 und 20 Zoll Varianten

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Endlich wieder Winterräder...

Ja, was schreibt er denn da? Freut er sich etwa auf den Winter? Im nasskalten Schneematsch im Dunkeln rumstapfen? Morgens Eis kratzen und frieren?

Nein - den Winter kann ich leider nicht verhindern, obwohl ich mich bemühe, die globale Erwärmung speziell im süddeutschen Raum zu beschleunigen.

Wie in den anderen Beiträgen ausgeführt, sind die Räder bei der ersten Montage im Oktober nicht richtig rund gelaufen und das Auto war über 100 km/h unfahrbar. Der Händler hat eine defekte Felge diagnostiziert und es war schwer, Ersatz aus England zu beschaffen. Schwer? Unmöglich.

Also haben wir nochmal scharf nachgedacht: im Frühjahr liefen die Räder ja noch rund. Im Sommer waren sie eingelagert und im Herbst laufen sie auf einmal nicht mehr rund? Das Rätsels Lösung war die Zentrierung der Radbolzen über Einpressbuchsen in den Felgen. Das erforderte einfach mehrere Stunden Hingabe bei der Montage. Aber jetzt laufen sie wunderbar rund.

Hier ein Nightshot:


Ich habe sogar die verrosteten Radschrauben schwarz verzinken lassen.

Die Nokian Reifen laufen wunderbar sanft, leise und komfortabel ab. Ich hatte ja damals leichte Unzufriedenheit mit den Cooper S/T Maxx geäussert und dies auf das Gewicht der Reifen geschoben.

Jetzt habe ich mal nachgemessen:
  • 33 kg wiegt das 8x17 Winterrad mit 265/70R17 Nokian Hakkapeliitta
  • 35 kg wiegt das 8x16 Sommerrad mit 265/75R16 Cooper S/T Maxx
Tja - zwei Kilo Unterschied pro Rad. Weniger als ich dachte.

Samstag, 20. April 2013

Etwas unglücklich mit den neuen Cooper Reifen

Als ich die neuen Cooper S/T Maxx Reifen montieren ließ, fiel sofort auf, dass die Reifen viel stabiler aber auch deutlich schwerer waren als die Goodyear DuraTrac, welche vorher drauf waren. Auch der Lastindex ist beträchtlich höher als bei den DuraTracs. Eigentlich übertrieben für den relativ leichten Defender. Das Profil erschien mir gleichermassen aggressiv.

Der erste Fahrversuch ergab: leise aber unkomfortabel. Die schweren und stabilen Reifen federn nicht so schön wie die leichteren DuraTrac. Dann der erste Bremsversuch auf trockener Strasse: man muss schon gehörig in die Eisen treten, damit das ABS anspringt. Hmm - bremsen die nun besser oder bringt man die schwerere, rotierende Masse nur schwieriger zum Stehen?

Der Test auf der Autobahn ergab: der Defender ist langsamer geworden. Auch Beschleunigung und Durchzug haben gelitten.

Also Google angeworfen und das Gewicht gesucht: 24 kg pro Reifen für den Cooper. 20 kg für den DuraTrac. Aber was ist mit dem Nokian Winterreifen? Erstaunlich leichte 20 kg - wie der Goodyear. Also 4 kg pro Rad mehr Gewicht beim Cooper. Dazu muss man fairerweise sagen, dass der Goodyear und der Nokian die leichtesten Vertreter in dieser Grösse sind. Und der Cooper eigentlich nicht herausragt. Ein BFG AT oder Grabber AT2 wiegt genauso viel wie der Cooper.

Dann der Besuch bei der Tankstelle: 12 Liter / 100 km Verbrauch. Das sind zwei Liter mehr als sonst. Na ja, einmal Tanken ist noch nicht statistisch repräsentativ - aber es passt ins Bild, dass der schwerere Reifen natürlich auch Kraft und damit Kraftstoff schluckt.

Dafür ist der Grip auf trockenen und nassen Asphalt sehr gut. Sogar erstaunlich für das aggressive Geländeprofil. Na und leise ist er. Aber unkomfortabler und macht das Fahrzeug träger. Hmm...

Edit 2014: offensichtlich sind zwei Phänomene geichzeitig zusammengekommen - die vordere Bremse war fest und neue Reifen wurden montiert. Ich habe monatelang die Schuld auf die Reifen geschoben. Das war jedoch unbegründet. Ergebnis siehe hier.

Sonntag, 7. April 2013

Neues Schuhwerk: Cooper Discoverer S/T Maxx

Die Winterreifen mussten weichen, auch wenn der Frühling dieses Jahr irgendwie gar nicht kommen mag. Aber warum schon wieder neue Reifen? Was war an den Goodyear Wrangler DuraTrac schlecht? Eigentlich nichts. Sie haben sich einfach geweigert, Profil zu verlieren. Also bin ich davon ausgegangen, dass sie nach drei Jahren etwas ausgehärtet waren. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Abrollgeräusche stärker waren als am Anfang und sie auf Nässe eher rutschten.

Also mussten neue Reifen her. Die Kriterien waren (a) stimmig zum Defender - also gut aussehend und (b) leise abrollend. Der neue Cooper Discoverer S/T Maxx erschien mir geeignet, also wurde er im Format 265/75 R 16 auf die CW 8x16 Felgen gezogen.

So sieht das aus:


Eigentlich hatte ich es auch satt, auf meinem Land Rover Reifen zu fahren, auf denen "Wrangler" stand. Das klang mir zu sehr nach Jeep. Die Cooper sehen da besser aus:


Ja, und sind sie jetzt leise? Ja. Auch nicht lauter als die Nokian Hakkapeliitta Winterreifen. Und die waren schon leiser als die DuraTrac. Erstaunlich bei dem groben Profil.

Aber sie fahren sich etwas schwammiger als die Nokian Winterreifen, die vorher drauf waren. Mit den DuraTrac kann ich sie nicht mehr vergleichen, weil ich mich nicht mehr erinnere. Soweit ich mich entsinne, waren diese jedoch auch kein Meister der Lenkpräzision.

Die Reifen sind wesentlich stabiler als die DuraTrac. Das merkt man schon, wenn man die Seitenwand anfasst.

Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: die Cooper sind sackschwer. Bestimmt drei Kilogramm schwerer als die DuraTrac. Das merkt man beim Fahren. Das Fahrzeug beschleunigt zäher und hat ca. 10 km/h an Höchstgeschwindigkeit verloren: 150 statt 160 km/h sind jetzt maximal möglich. Beim Benzinverbrauch werde ich das vermutlich ebenfalls merken.

Nachtrag 2019: nach kaum sechs Jahren habe ich die Coopers durch neue Pirelli ATR Plus ersetzt. Nicht, weil sie abgefahren waren. Sondern alt waren. Wurden rutschig und laut.

Samstag, 9. Februar 2013

Winterreifen Test Teil 2: Vergleich Defender gegen X3

Vor drei Jahren, als ich stolzer Besitzer von DuraTrac Reifen für meinen Defender wurde, habe ich einen Vergleichstest gegen unseren winterbereiften BMW X3 duchgeführt, da ich der Meinung war, dass meine neue Reifenkombination am Defender es mit herkömmlichen Winterreifen/Autos aufnehmen könnte.

Nachzulesen unter Winterreifen Test Teil 1: DuraTrac gegen X3.

In diesem Winter habe ich den Defender ja auf echte Winterreifen umgerüstet - Nokian Hakkapeliitta - und die sollten nun auch verglichen werden.

Zwischenzeitlich wurde unser X3 gegen ein neueres Modell ersetzt. Aber Winterreifen hat er trotzdem wieder (neue).

Hier die Kontrahenten:

BMW X3, 2 Jahre alt, Pirelli Sottozero RFT, 255/50 R 18 H


Land Rover Defender, 3.5 Jahre alt, Nokian Hakkapeliitta LT, 265/70 R 17 Q


Gefahren wurde auf der selben Teststrecke wie vor drei Jahren. Ziemlich rutschig. Neuschnee auf festgefahrener Schneedecke. Beide Fahrzeuge haben ABS.

Vor drei Jahren ist der Defender beim Bremstest aus 40 km/h noch deutlich weiter gerutscht als der X3. Dieses Jahr kam der Defender vor dem X3 zum Stehen!

Nahezu unglaublich. Ich habe mehrere Versuche durchgeführt und die Strassenlampe im Hintergrund diente als Orientierungspunkt. Eine andere Strassenlampe davor als Bremspunkt. Das Ergebnis war eindeutig. Auch der subjektive Fahreindruck bei Schnee zeigt: der Defender hat mit seinen Winterreifen deutlich bessere Traktion, Seitenführungskräfte und Verzögerungswerte als der X3.

Also nie mehr normale Geländereifen im Winter - auch wenn M+S und Schneeflocke drauf steht.

Samstag, 6. Oktober 2012

Defender Winterräder! In 17 Zoll!

Drei Jahre lang habe ich mich erfolgreich einem dedizierten Winterreifen verweigert, mit der Begründung, dass die DuraTrac ja sogar eine "Schneeflocke" haben und dies sogar getestet. Diesen Winter wollte ich doch zur Abwechslung mal "richtige" Winterreifen auf dem Defender haben. Ausserdem wurden die DuraTrac schon bei Nässe immer rutschiger (wenn man meinem Eindruck trauen kann).

In den typischen Defenderformaten ist die Auswahl an echten Winterreifen begrenzt, so dass die Wahl schnell auf den Nokian Hakkapeliitta LT2 fiel. Nokian ist ein finnischer Reifenhersteller und überall dort Marktführer, wo es richtig eiskalt wird im Winter.

Der Hakkapeliitta LT2 ist nagelneu, so dass es natürlich wieder keine Erfahrungsberichte im Winter dafür gibt. Das kenne ich ja noch vom DuraTrac. Aber Nokian stellt eigentlich nur sehr taugliche Winterreifen her für extreme Situationen. Sogar mit Spikes wären die Reifen aufrüstbar, was hierzulande jedoch verboten ist.

Tja und dann musste ich etwas besonderes haben. Ich habe zwar mit dem Gedanken gespielt, die Reifen auf stinknormale und günstige Dotz Dakar 7x16 Stahlfelgen aufziehen zu lassen - aber dann habe ich das doch nicht über's Herz gebracht. Hat jeder und Stahl rostet.

Passend für den exotischen Defender Lochkreis gibt es doch glatt eine 17x8-Zoll-Felge mit dem martialischen Namen Predator. Passend zu Defender. Leider nur in UK. Aber das macht nichts. Mein Reifenhändler hat auch davor keine Angst und bestellt die bei Craddock sowie die passenden 265/70R17 Hakkapeliitta Reifen.

So gestern wurden die neuen Räder montiert. Erste Anprobe:


Genauso gross wie die 265/75R16 DuraTrac Räder. Bei den DuraTracs fehlt übrigens nach 3 Jahren und 30.000 Autobahnkilometern gerade mal ein einziger Millimeter Profil. Der Reifen müsste daher länger halten als das Auto. Die Hakkapeliitta haben übrigens im Neuzustand ebenfalls 14 mm Profil - wie der DuraTrac. Zur Erinnerung: normale Autoreifen haben neu 8 mm Profil.

Die Felge ist schwarz hochglänzend. Leider etwas mangelhaft lackiert. Englisch halt. Wenn das Auto sauber ist, sieht es dann so aus:


Natürlich nicht so aggressiv wie die DuraTrac mit seinen seitlich runtergezogenen Stollen.

Die Einpresstiefe beträgt 20 mm. Damit stehen die Räder 15 mm weiter innen als die CW-Felgen mit den DuraTrac. Macht nichts. Am Lenkanschlag muss kaum etwas verändert werden und die Seiten werden nicht so eingesaut, weil die Abdeckungen zur Abwechslung jetzt auch abdecken.

Hier erkennt man das:


Nun diese Räder haben zur Abwechslung mal nicht den übertriebenen Ballonreifencharakter, den mal üblicherweise am Defender findet, sondern ähneln schon mal tendenziell normalen Strassenreifen.

Wie fährt sich das?

Erstaunlich. Warum geht die Lenkung auf einmal so leicht? Und warum zeigt sie neuerdings zarte Ansätze zur Lenkpräzision? Und wo sind die Abrollgeräusche hingekommen?

Nun schön langsam mutiert der Defender immer mehr zum SUV: es lenkt sich prima und fährt leise. Jetzt muss man nur mal damit um die Kurven räubern. Trocken und nass. Auf Schnee muss ich wahrscheinlich noch ein paar Wochen warten.

Edit Dezember 2012: wie mir aufmerksame Leser mitteilten, haben ich nicht die LT2 sondern die LT drauf - eine andere Version des Hakkapeliitta. Bestellt waren zwar LT2 - aber im Angebot stand LT. Geliefert wurden auch LT. Nachdem ich das Angebot angenommen habe, muss ich jetzt mit der Version leben. Aber die ist nicht schlecht. Trocken, nass, Schnee, Eis: alles besser als beim DuraTrac.

Freitag, 2. September 2011

Neue Pulverbeschichtung auf den Felgen

Und da entdeckte ich doch tatsächlich einige unschöne Stellen an den pulverbschichteten Rädern - sah aus, als ob die Pulverbeschichtung aufblüht. Kurz den Kalender gecheckt - vor 20 Monaten machen lassen - noch Garantie drauf.

Anstandslos wurden die Felgen neu pulverbeschichtet, was natürlich ein enormer Aufwand war: Wagen aufbocken, alle fünf Räder abschrauben, Reifen abziehen, chemisch entlacken, sandstrahlen, pulverbeschichten, Reifen wieder aufziehen, neu auswuchten, draufschrauben - fertig.

Aber jetzt sehen sie natürlich wieder aus wie neu:

Sonntag, 10. Januar 2010

Winterreifen Test - Vergleich DuraTrac gegen X3

Tief "Daisy" hat uns zum Leidwesen der Sensationspresse in München zwar nicht die Schneekatastrophe à la "The Day after Tomorrow" gebracht aber zumindest zur Abwechslung etwas Schnee.  Zeit also für den versprochenen Wintertest des Goodyear Wrangler DuraTrac. Als Referenzfahrzeug diente unfairerweise ein neuer BMW X3 mit neuen Dunlop SP Wintersport Reifen.


Dunlop SP Wintersport 235/55 R 17 mit vollem Profil und vielen Lamellen:


Der X3 lässt sich wie ein Go Kart bewegen und zeigt auf der nassen Strasse ein absolut sicheres Fahrverhalten. Die Bremsen packen vehement zu und vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl.

Auf der festgefahrenen Schneedecke des Waldweges zeigt der X3 keinerlei Traktionsschwächen. In den Kurven bricht er erst bei mutwilliger Fahrweise aus, die man auf der Strasse normalerweise nicht einschlagen würde und wird auch gleich wieder vom ESP auf Kurs gebracht.

Für den Bremsentest wurde mit 40 km/h an einem Referenzpunkt gebremst und der Anhaltepunkt markiert. Gefühlsmässig war die Verzögerung recht ordentlich.

Dann der Umstieg in den Defender:

Bereift mit Goodyear Wrangler DuraTrac 265/75 R 16

Bereits beim Losfahren muss man sich an die im Vergleich zum X3 schwergängige, indirekte und gefühlslose Lenkung ohne Rückstellmoment und das Lkw-ähnliche Handling gewöhnen. Ja, so ist er halt.

Auf nasser Strasse bremst er ordentlich aber gefühlsmässig deutlich schlechter als der X3. Das ist nicht erstaunlich. Trotzdem vermittelt er bei Defender-typischer Fahrweise immer noch ein sicheres Gefühl.

Nun auf den selben verschneiten Waldweg. Traktion geradeaus ist reichlich vorhanden. Man muss es schon darauf anlegen, damit die Traktionskontrolle anspringt. Aber in Kurven schiebt er bei zügiger Fahrweise schon deutlich untersteuernd über die Vorderräder. Hier greift zwar kein ESP ein, aber einfaches Gaswegnehmen stabilisiert die Fuhre wieder schnell.

Nun der Bremsentest auf der selben Strecke mit derselben Geschwindigkeit und Bremspunkt. Hmm ein 20% längerer Bremsweg erstaunt auch nicht beim Defender. Immerhin mit ABS.

Insgesamt sind natürlich die Fahreigenschaften des Defenders auf Schnee merklich schlechter als die des X3. (So wie auf trockener Strasse und bei Nässe). Aber das war zu erwarten. Trotzdem kommen weder Klagen noch Unsicherheiten auf. Man bewegt den Defender einfach ganz anders als den X3.

Fazit: der DuraTrac tut was er soll. Er ist eindeutig kein reiner Sommerreifen, denn diese hätten auf der festgefahrenen Schneedecke kläglich versagt. Aber er kann auch keine Wunder bewirken und den Defender zu state-of-the-art Fahreigenschaften erziehen.

Edit 2013: wie die Geschichte mit einem echten Winterreifen aussieht auf dem Defender, kann man hier nachlesen. Nur kurz: wieso habe ich drei Jahre gebraucht, um das rauszufinden?

Samstag, 7. November 2009

Schwarze Räder mit Stollenreifen: Goodyear Wrangler Duratrac

Lange habe ich überlegt und endlich ist es soweit: den Defender zieren jetzt schwarze Felgen und Stollenreifen:

So sah er vorher aus:

So sieht er jetzt aus:

Die silbernen 7x16 Serienfelgen mussten schwarz pulverbeschichteten 8x16 CW-Felgen weichen.  28 mm weniger Einpresstiefe lassen die Räder 3 cm nach aussen wandern. Die dünnen 235/85 R 16 Reifen wurden durch 3 cm breitere 265/75 R 16 Reifen ersetzt. Selbst die Radschrauben wurden passend schwarz verzinkt.

Erster Eindruck in der Werkstatt: die Monsterräder sind sogar etwas leichter als die Serienräder!

Diese Reifen haben es in sich: es sind Goodyear Wrangler Duratrac mit einer sehr aggressiven Optik. Trotz der supertiefen Stollen fährt sich der Reifen komfortabel und leise. Und er trägt zu dem üblichen M+S Symbol auch die "Schneeflocke" für harten Wintereinsatz. Das sind derzeit mit die modernsten Reifen für SUV und "Light Trucks" entwickelt im Lande, wo man nur solche Fahrzeuge fährt: USA.

Die Bilder geben nur unzulänglich wieder, wie aggressiv das Auto jetzt aussieht.

Noch einige Impressionen:



Wie fährt es sich? Überraschend komfortabel und ruhig. Bis 100 km/h kann man die Reifen nicht hören. Erst ab 120 km/h registrieren empfindliche Ohren ein leises Summen, das jedoch in der natürlichen Geräuschkulisse des Defenders weitgehend untergeht.

Das Abrollen erfolgt samtiger, da die vorherigen General Grabber Reifen den völlig übertriebenen Load Range E aufwiesen, d.h. bretthart waren. Die Goodyear sind zwei Stufen runter auf Load Range C. Trotzdem können sie 2,2 Tonnen (pro Achse!) tragen.

Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: die Reifen schlucken etwas Leistung. Die Höchstgeschwindigkeit hat sich von 153 auf 148 km/h verringert.

Edit 2012: ich habe das Gefühl, dass sich die Abrollgeräusche mit der Zeit erhöht haben. Natürlich fehlt mir der Vergleich jetzt. Und ich habe das Gefühl, dass die Nässehaftung nachlässt. Aber dafür fehlt auch nach 30.000 km noch kein Profil - obwohl ich meist damit über die Autobahn hetze.

Edit 2013: ich habe die Reifen gegen Cooper S/T Maxx ausgetauscht. Siehe hier. Es hat zwar nur 1 mm Profil gefehlt - aber ich dachte, es wäre mal eine Veränderung notwendig.