Weiss glänzend steht er da. Genauer gesagt: metallic-weiss. Der Schlüssel aus echten Metall liegt schwer in meiner Hand. Aber eigentlich kann er in der Hosentasche bleiben, denn die Tür öffnet sich automatisch beim Anfassen des Griffs.
Einsteigen. Die Tür fällt gedämpft ins Schloss. Superweiches Nappaleder, soweit das Auge reicht. Sogar am Armaturenbrett. Sitze und Lenkrad in unendlichen Variationsmöglichkeiten elektrisch einstellbar.
Startknopf gedrückt. Der Wagen summt leise und die Instrumente erhellen sich. Ein Navigationsbildschirm im Format eines iPads in der Mitte. Das HeadUp Display leuchtet in der Frontscheibe.
Schalthebel auf "D" und Gas geben. Fast lautlos setzt sich der Wagen in Bewegung. Die acht Gänge werden mit einem Wimpernschlag automatisch durchgeschaltet. Die Aktivlenkung verändert die Übersetzung je nach Geschwindigkeit.
Spurwechsel. Die Kamera hat die Leitlinien erkannt und das Lenkrad zeigt mit dezenten Vibrieren an, dass man die Linie überfahren will, ohne zu Blinken. Im Aussenspiegel leuchtet ein oranges Dreieck, um zu signalisieren, dass von hinten einer kommt.
Lichtautomatik an. Die LED Scheinwerfer werfen helles Licht. Sie können nicht nur Fern- und Abblendlicht sondern versuchen sogar um Fahrzeuge herumzuleuchten, die vor einen fahren - ohne jemanden zu blenden. Bei freier Fahrt wird automatisch aufgeblendet und es ist taghell.
Die Navigationshinweise werden zusammen mit der Geschwindigkeit ins HeadUp Display eingeblendet. Eine Kamera beobachtet die Verkehrsschilder nach Geschwindigkeitsbeschränkungen und blendet diese ebenfalls ein.
Das Soundsystem mit 16 Lautsprechern und zwei Subwoofern spielt kraftvoll auf und greift per Bluetooth auf die Mediathek des iPhones in der Hosentasche zu. Auch bei 230 km/h.
Anhalten, Aussteigen. Plopp. Das war die schliessende Tür.
Bedächtig in der Hosentasche nach dem Schlüssel für den Defender gekramt. Eingestiegen, angelassen. Man hört den Motor! Losgefahren. Keine Aktivlenkung. Manuelle Schaltung und Kupplung. Man spürt die Strasse unter sich! Entspannt sitze ich drin. Halte an. Steige aus.
Und drücke den Schlüssel für den X5 meiner Frau in die Hand. Frohe Weihnachten - hier ist Dein neues Auto!
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Mittwoch, 25. Dezember 2013
Samstag, 16. März 2013
Zen – oder die Kunst einen Defender zu modifizieren
Der Defender lockt aufgrund seines Kultstatus, seines
relativ günstigen Einstiegspreises und der vermeintlich einigermaßen
zeitgemäßen Technologie (Common Rail Diesel, 6-Gang, Allrad, ABS, Klima …) auch
Fahrer von aktuellen (modernen) Fahrzeugen, welche in seiner Anschaffung einen
Teil Ihrer persönlichen Selbstverwirklichung zum Ausdruck bringen wollen. Der
Defender ist ein Statement: „seht her, ihr Allerweltsautofahrer: ich fahre etwas
Besonderes.“
Und nach Studium der einschlägigen Internetforen, Webseiten der Zubehörlieferanten (oder meines Blogs) wird diesem Interessentenkreis auch schnell klar, dass man den Defender auch verändern kann. Andere Räder, Tuning, Sportsitze, Riffelblech, HIFI Anlagen, LED Scheinwerfer, Standheizungen, Fahrwerke, Innenausstattungen, Anbauteile – die Möglichkeiten erscheinen grenzenlos.
Schnell wird vor dem Kauf seine persönliche Wunschliste erstellt und der vorher recht angemessene Anschaffungspreis katapultiert sich in astronomische Höhen. Es verbleibt selbst nach Studium der Foren und Befragung von anderen Defender-Fahrern eine gewisse Restunsicherheit, die gepaart mit den gelernten Kaufverhalten „normaler“ Autos oftmals in die Entscheidung mündet: „ich bestelle jetzt die Karre plus x Modifikationen lasse ich gleich beim Händler machen.“
Falsch.
Autofahren hat viel mit Psychologie zu tun. Der Mensch verändert sich, wenn er eine Zeitlang eine bestimmte Autokategorie fährt. Ich merke es an mir: fahre ich länger Porsche, werde ich zum glühenden Porschefan. Fahre ich dann länger Mercedes, werde ich zum bequemen Opa. In beiden Fällen adaptiere ich nicht nur meine Fahrweise sondern auch mein Verhalten im Strassenverkehr und meine innere Einstellung zum Rest der Verkehrsteilnehmer und mir selbst.
Wechsle ich die Fahrzeugkategorie, so verändere ich mich langsam selbst. Ich erfreue mich an manchen Veränderungen und an manche gewöhne ich mich nur langsam. Steige ich z.B. von einem relativ modernen Mittelklassefahrzeug auf den Defender um, dann erfolgt i.d.R. folgende Mutation:
Wichtig ist jedoch, dass man alle Modifikationen erst in Phase 2 ausführt. Man stelle sich vor, dass man beim Kauf des Defenders das serienmässige Radio durch eine High End HIFI Anlage austauschen lässt. Dann kommt man in Phase 2 und ärgert sich, weil sie schlecht klingt. Klar; der Defender ist bauartbedingt keine akustische Glanzleistung. Natürlich weiss man gar nicht, wie das Serienradio geklungen hat und ärgert sich, dass man noch dazu viel Geld zum Fenster rausgeworfen hat. Tauscht man jedoch in Phase 2 erst das Radio aus, freut man sich, welche Verbesserungen man beim Defender herbeiführen kann.
In Phase 3 wird man dann genügsam. Ein sporadischer Wassereinbruch treibt einem nicht mehr zum Wahnsinn bzw. zum Händler. Die Modifikationen werden weniger und anders. Erhaltungsinvestitionen stehen im Vordergrund. Man will niemanden mehr beeindrucken.
Defender-Fahren ist Teil einer Lebenseinstellung. Das Auto ist anders, als andere Autos. Viele Leute unterschätzen, dass man diesen neuen Lebensabschnitt auch planen muss.
P.S. Auf weitere Aspekte zum Neukauf bin ich im Beitrag "Kaufberatung" etwas sachlicher eingegangen.
Neue Aspekte nach Einstellung des Defenders 2016
Wie jedem Leser bekannt sein sollte, wurde die Produktion des Defenders Anfang 2016 eingestellt. Seitdem schiessen die Preise in die Höhe und man sieht in dem Defender sowohl ein Kult- als auch ein Anlageobjekt.
Dies sollte einem natürlich bei jeder Veränderung bewusst sein: Erfahrungen mit anderen Marken/Produkten zeigen, dass man auf irreversible und optische Modifikationen möglichst verzichten sollte, da langfristig nur unverbastelte Fahrzeuge im Originalzustand (a) ein langes Leben und (b) einen Werterhalt zeigen.
Mit "langfristig" meine ich jedoch 20 bis 30 Jahre ab jetzt. Wer soweit nicht denken will, kann fröhlich weiter schrauben.
Beispiel: was wurden vor 20 Jahren an luftgekühlte Porsche fleissig Spoiler hingeschraubt, Felgen/Räder, Lenkräder ausgetauscht andere Sitze eingebaut und HIFI Anlagen verbessert. Nachträglich gesehen lauter Todsünden. Aber noch schwerer wiegt eine nachlässige Behandlung, die sich heute in Rost und/oder technischen Problemen ausdrücken.
Auf den Defender diese Logik angewandt: nur Veränderungen, welche "zeitgenössisch" sind und vom Werk als Option angeboten wurden, sind zulässig: also LR Recaro Sitze, Startech Lenkräder und Schalthebel, Nolden LEDs, Kotflügel-Riffel etc. sind Teile, die es ab Werk oder in Sondermodellen gab. Und natürlich natürlich echte (unsichtbare) technische Verbesserungen wie andere Dämpfer, verbesserte Schaltung, Edelstahl Anbauteile (in Originaloptik!), Standheizung, etc. sind gut.
Und nach Studium der einschlägigen Internetforen, Webseiten der Zubehörlieferanten (oder meines Blogs) wird diesem Interessentenkreis auch schnell klar, dass man den Defender auch verändern kann. Andere Räder, Tuning, Sportsitze, Riffelblech, HIFI Anlagen, LED Scheinwerfer, Standheizungen, Fahrwerke, Innenausstattungen, Anbauteile – die Möglichkeiten erscheinen grenzenlos.
Schnell wird vor dem Kauf seine persönliche Wunschliste erstellt und der vorher recht angemessene Anschaffungspreis katapultiert sich in astronomische Höhen. Es verbleibt selbst nach Studium der Foren und Befragung von anderen Defender-Fahrern eine gewisse Restunsicherheit, die gepaart mit den gelernten Kaufverhalten „normaler“ Autos oftmals in die Entscheidung mündet: „ich bestelle jetzt die Karre plus x Modifikationen lasse ich gleich beim Händler machen.“
Falsch.
Autofahren hat viel mit Psychologie zu tun. Der Mensch verändert sich, wenn er eine Zeitlang eine bestimmte Autokategorie fährt. Ich merke es an mir: fahre ich länger Porsche, werde ich zum glühenden Porschefan. Fahre ich dann länger Mercedes, werde ich zum bequemen Opa. In beiden Fällen adaptiere ich nicht nur meine Fahrweise sondern auch mein Verhalten im Strassenverkehr und meine innere Einstellung zum Rest der Verkehrsteilnehmer und mir selbst.
Wechsle ich die Fahrzeugkategorie, so verändere ich mich langsam selbst. Ich erfreue mich an manchen Veränderungen und an manche gewöhne ich mich nur langsam. Steige ich z.B. von einem relativ modernen Mittelklassefahrzeug auf den Defender um, dann erfolgt i.d.R. folgende Mutation:
- Phase 1: (0-6 Monate): Wahnsinn – das ist ja ein ganz anderes Fahren. Toll. Und wie mich alle ansehen.
- Phase 2: (6-24 Monate): Himmel, ist die Karre langsam, laut und unbequem. Da muss ich etwas machen. So kann ich ja unmöglich jemanden mitnehmen…
- Phase 3: (ab 12 Monaten): Echt erstaunlich, wie
gut das Auto fährt und zu mir passt. Warum habe ich das nicht schon früher
gekauft?
Wichtig ist jedoch, dass man alle Modifikationen erst in Phase 2 ausführt. Man stelle sich vor, dass man beim Kauf des Defenders das serienmässige Radio durch eine High End HIFI Anlage austauschen lässt. Dann kommt man in Phase 2 und ärgert sich, weil sie schlecht klingt. Klar; der Defender ist bauartbedingt keine akustische Glanzleistung. Natürlich weiss man gar nicht, wie das Serienradio geklungen hat und ärgert sich, dass man noch dazu viel Geld zum Fenster rausgeworfen hat. Tauscht man jedoch in Phase 2 erst das Radio aus, freut man sich, welche Verbesserungen man beim Defender herbeiführen kann.
In Phase 3 wird man dann genügsam. Ein sporadischer Wassereinbruch treibt einem nicht mehr zum Wahnsinn bzw. zum Händler. Die Modifikationen werden weniger und anders. Erhaltungsinvestitionen stehen im Vordergrund. Man will niemanden mehr beeindrucken.
Defender-Fahren ist Teil einer Lebenseinstellung. Das Auto ist anders, als andere Autos. Viele Leute unterschätzen, dass man diesen neuen Lebensabschnitt auch planen muss.
P.S. Auf weitere Aspekte zum Neukauf bin ich im Beitrag "Kaufberatung" etwas sachlicher eingegangen.
Neue Aspekte nach Einstellung des Defenders 2016
Wie jedem Leser bekannt sein sollte, wurde die Produktion des Defenders Anfang 2016 eingestellt. Seitdem schiessen die Preise in die Höhe und man sieht in dem Defender sowohl ein Kult- als auch ein Anlageobjekt.
Dies sollte einem natürlich bei jeder Veränderung bewusst sein: Erfahrungen mit anderen Marken/Produkten zeigen, dass man auf irreversible und optische Modifikationen möglichst verzichten sollte, da langfristig nur unverbastelte Fahrzeuge im Originalzustand (a) ein langes Leben und (b) einen Werterhalt zeigen.
Mit "langfristig" meine ich jedoch 20 bis 30 Jahre ab jetzt. Wer soweit nicht denken will, kann fröhlich weiter schrauben.
Beispiel: was wurden vor 20 Jahren an luftgekühlte Porsche fleissig Spoiler hingeschraubt, Felgen/Räder, Lenkräder ausgetauscht andere Sitze eingebaut und HIFI Anlagen verbessert. Nachträglich gesehen lauter Todsünden. Aber noch schwerer wiegt eine nachlässige Behandlung, die sich heute in Rost und/oder technischen Problemen ausdrücken.
Auf den Defender diese Logik angewandt: nur Veränderungen, welche "zeitgenössisch" sind und vom Werk als Option angeboten wurden, sind zulässig: also LR Recaro Sitze, Startech Lenkräder und Schalthebel, Nolden LEDs, Kotflügel-Riffel etc. sind Teile, die es ab Werk oder in Sondermodellen gab. Und natürlich natürlich echte (unsichtbare) technische Verbesserungen wie andere Dämpfer, verbesserte Schaltung, Edelstahl Anbauteile (in Originaloptik!), Standheizung, etc. sind gut.
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Montag, 9. April 2012
Was würde ich heute anders machen und was habe ich in Zukunft noch vor?
Satte 20.000 Euro habe ich bislang in Defender Upgrades investiert. Hier stellt sich doch die Frage: würde ich das alles noch mal genauso machen oder anders? Und höre ich jetzt auf oder gibt es doch noch mehr?
Gehen wir chronologisch vor:
Gehen wir chronologisch vor:
- Ich würde den Defender wieder neu kaufen und nicht gebraucht. Die Gebrauchtwagenpreise sind viel zu hoch und das Risiko ebenfalls, in Anbetracht der Tatsache, welcher Pflege der Defender bedarf.
- Wes würde wahrscheinlich wieder ein 90er werden, denn in 95% der Fälle reicht mir der Platz und die kompakten Abmessungen sowie die Tiefgaragentauglichkeit sind es wert. Nur in 5% der Fälle wünsche ich mir einen 110er - und dann vor allem, wenn mein kleiner Sohn mit einem Schwung seiner kleinen Freunde mitfahren will.
- Die Recaro-Sitze waren von Anfang an drin und würde auch wieder reinkommen - auch wenn sie zwischenzeitlich ein Vermögen kosten. Die Alternative wären nur die Startech Komfortsitze - auch teuer.
- Gleich vor der Übergabe Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz zu machen, war goldrichtig. Die Rostanfälligkeit des Defenders hat mich doch etwas überrascht. Vielleicht würde ich sogar noch mehr investieren und bei www.timemax.de vorstellig werden. Das ist zwar mit Abstand die teuerste Lösung aber ich denke, es wäre es wert. Eine triefende Mike Sanders Fettkarre würde ich jedoch nicht fahren wollen.
- Mit dem Chiptuning bin ich sehr zufrieden und das käme mir auch wieder rein. Und wahrscheinlich auch bei Nakatanenga - auch wenn der inzwischen eine andere (bessere) Lösung von www.chiptech.at verwendet. Die alternative DIY Lösung mit ATRIC von www.alivetuning.com würde ich zwar in Erwägung ziehen (charmant, weil man die Map selbst wechseln kann) aber letztendlich wohl eine schlüsselfertige Lösung bevorzugen. Wohl diesmal mit Abgaspyrometer zur Vorsicht.
- Bei Lenkrad, Schalthebel etc. würde ich auf die zwischenzeitlich verfügbaren guten (aber teuren) Lösungen von www.startech.de zurückgreifen.
- Beim HIFI würde ich die Experimente lassen und mich gleich zu einem Car HIFI Dealer meines Vertrauens begeben - natürlich nach eingehendem Studium der entsprechenden Fachforen und Beispiele. Die Becker Radionavigation ist nicht mehr zeitgemäss und würde ich wahrscheinlich auch durch eine "mobile-Festeinbaulösung" von www.startech.de ersetzen.
- Bei optischen "Tuning" wäre ich vorsichtiger, um die Originaloptik des Defenders möglichst intakt zu lassen. Immerhin ist es ja fast ein historisches Fahrzeug. Auch wenn mir der "schwarze" immer noch gut gefällt: Breitreifen, anderer Kühlergrill und Riffelbleche sehe ich inzwischen etws kritischer. Vielleicht sollte ein Defender wirklich grün/weiss sein. Aber so weit bin ich noch nicht.
- Eine Standheizung würde in meiner Prioritätenliste nach hinten rutschen. Man braucht sie wirklich nicht so oft. Und wenn, dann würde ich wohl eher eine (teurere) Wasser- statt Luftheizung einbauen lassen. Damals gab es jedoch noch keine Einbaukits dafür. Jetzt schon - zum Beispiel von www.entreq.de
- Ja und die Auswahl des richtigen Servicestützpunkts ist viel wichtiger als man denkt. Vielleicht würde ich das Fahrzeug sogar zweimal pro Jahr statt nur einmal zur Inspektion hinbringen.
- Die LED Scheinwerfer müssen ausgetauscht werden. Ich bleibe bei JW Speaker, auch wenn die teuer sind. Mit den chinesischen Sirius Alternativen kann ich mich nicht emotional anfreunden. Der Europäische Importeur www.mobilecentre.co.uk hat sich übrigens bei mir gleich proaktiv gemeldet, als er das Dilemma auf meiner Webseite gesehen hat. Respekt. Und hat mich darauf hingewiesen, dass es die Teile nun auch mit Polycarbonat- statt Glasscheibe gibt. Und auch mit eingebauten Standlicht. Edelstahl Lampenringe gibt es auch dort (und bei Nakatanenga). Dort bleibe ich auch wg. deutscher Gewährleistung. Das ist viel wert.
- Die Stossdämpfer lasse ich durch Fox Dämpfer von www.offroad-extrem.de ersetzen. Wahrscheinlich der Overkill und es gibt bestimmt auch günstigere Lösungen aber der Ansprechpartner Ralf Berlit hat mich persönlich überzeugt durch Fachkompetenz. Schon bestellt - also gibt es kein Zurück mehr.
- Die Türscharniere rosten. Ich lasse diese durch Edelstahlmodelle von www.a2stainless.co.uk austauschen. Totaler Blödsinn, denn die Originale würden auf Garantie gehen und kosten fast nichts. Aber liegen schon hier - müssen noch lackiert werden.
- Bei den Scheinwerferblenden habe ich damals gespart. Ich lasse diese durch die teuren Teile von www.entreq.de austauschen und habe um Lackierung in Wagenfarbe gebeten. Bestellt - warte darauf.
- Die seitlichen Trittbretter sind nun völlig verrostet. Ich weiss, die Harten tauschen diese durch Rockslider aus. Ich bin nicht hart. Von Land Rover gibt es wohl jetzt neuere Teile unter der Nummer VPLDP0068 aus Edelstahl. Sauteuer. Muss auf Garantie gehen.
- Die Befestigung des LED Rückfahrscheinwerfers rostet auch. Und viel klassischer ist ein Hella Arbeitsscheinwerfer in Rustikaloptik - liegt schon hier rum. Wird ausgetauscht.
- Der nachgerüstete Alugrill gefällt mir nicht mehr. Ich will wieder den Seriengrill haben und diesen in Wagenfarbe schwarz lackieren lassen.
- Die vordere Stoßstange rostet auch. Hier bin ich zwiegespalten. Soll ich zu Gunsten der Originaloptik auch wieder das Original dran schrauben lassen (billig, Garantie) oder den schöneren Tubular Bumper von www.firstfour.co.uk mit dem Nachteil von TÜV und Mangel an Originaloptik?
Siehe Umfrage!
- Ach und jetzt sind wohl ein paar Edelstahlschrauben fällig. Die Originale haben sich erstaunlich lange rostfrei gehalten aber an der Hecktraverse fangen sie dennoch an zu Rosten.
- Na und last but not least: das Wasser ist wieder da. Im Fussraum. Der muss trocken gelegt werden.
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Mittwoch, 11. Januar 2012
Vergleichstest mit Defender 2.2 MY12
Die Zeitschrift OFF ROAD hat den neuen 2012er Defender 90 TD4 mit 2.2 Liter Motor von Land Rover zum Testen erhalten. Ich wurde heute gebeten, meinen Defender mit dem "alten" 2.4 Liter Motor zum Vergleich zur Verfügung zu stellen.
Also ab nach Langenaltheim. Dort gibt es einen Offroadpark. Und da stand ein nagelneuer Defender, den ich gleich mal geentert habe. Leiser war er. Und recht spritzig. Einen Unterschied zu meinem Motor konnte ich sonst nicht erkennen. Am Schluss waren alle Autos ziemlich dreckig:
Bei der Rückfahrt über die Autobahn konnte ich trotz Chiptuning den neuen Defender nicht abhängen - der ist erst bei ca. 150 km/h abgeregelt und recht viel schneller geht meiner auch nicht. Der Motor erscheint wirklich etwas kräftiger als der 2.4 Serienmotor.
So und was sind jetzt die echten Unterschiede zwischen Defender 2.4 und 2.2? Der 2.2...
Also ab nach Langenaltheim. Dort gibt es einen Offroadpark. Und da stand ein nagelneuer Defender, den ich gleich mal geentert habe. Leiser war er. Und recht spritzig. Einen Unterschied zu meinem Motor konnte ich sonst nicht erkennen. Am Schluss waren alle Autos ziemlich dreckig:
Der MY12 verschränkt besser, weil er hinten keinen Stabilisator hatte. 90er auf Stahlfelgen werden immer ohne Stabilisator ausgeliefert. Auf der Strasse konnte ich keinen Unterschied feststellen. Aber den Berg kam der MY12 viel besser hoch. Man kann das auf dem Bild schlecht erkennen, aber das ist eine 100 Prozent Steigung.
Der einzige Unterschied im Motorraum ist der Dieselpartikelfilter im MY12. Dieser wurde sehr elegant und offroad-tauglich verbaut - nicht wie üblich irgendwo unter dem Auto sondern geschickt im Motorraum. Und dann noch eine andere Schallschluckabdeckung. Die wird wohl nicht für den leiseren Lauf verantwortlich sein sondern die modifizierte Einspritzanlage.
Im Hintergrund ist der neue Defender zu erkennen; im Vordergrund meiner:
Bei der Rückfahrt über die Autobahn konnte ich trotz Chiptuning den neuen Defender nicht abhängen - der ist erst bei ca. 150 km/h abgeregelt und recht viel schneller geht meiner auch nicht. Der Motor erscheint wirklich etwas kräftiger als der 2.4 Serienmotor.
So und was sind jetzt die echten Unterschiede zwischen Defender 2.4 und 2.2? Der 2.2...
- hat einen Dieselpartikelfilter (DPF)
- dadurch einen bis zu 10% höheren Verbrauch - je nach Fahrprofil
- ist schneller, da bei ca. 150 statt 135 km/h abgeregelt
- ansonsten gleiche Fahrleistungen
- etwas leiser
- leicht verbessertes ABS von Bosch
- verbesserte Türdichtungen unten
- eine LKW statt PKW Zulassung
- eine Befestigung des Tankdeckels durch ein Gummiband
- Instrumentenbeleuchtung mit LED statt Glühlampen
- und einen gewichtsoptimierten Öffnungshebel für die Hecktür mit Löchern
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Montag, 31. Januar 2011
Erfahrungen im Winter
Der zweite Winter mit dem Defender und er verläuft weitgehend unauffällig.
Diesen Winter habe ich ja erstmals eine Standheizung drin - aber ich muss sagen, man braucht sie nicht so dringend. Nach einer halben Stunde ist der Innenraum zwar behaglich warm (aber nicht der Motor, da Luftheizung). Wenn man dann die Tür ein paar Mal auf und zu macht, ist viel von der warmen Luft wieder draussen. Und wenn man dann den Motor startet, hat man die Wahl mit Gebläse loszufahren und gleich wieder kalte Luft reinzublasen oder ohne Gebläse und mit beschlagenen Scheiben (die Frontscheibenheizung hilft aber ziemlich gut).
An den steil stehenden Scheiben setzt sich nur wenig Schnee fest und die Standheizung tut ihr übriges dazu, um die Reste davon zu entfernen - ich musste niemals kratzen oder kehren. Der Schnee auf der Motorhaube wird dann beim Fahren davongeblasen. Dabei tritt ein weiteres Phänomen auf: die Scheibenwischer vereisen. Das ist wirklich lästig zudem auch die Scheibenwischanlage einfriert - man sieht nichts.
Weiterhin leuchten die schönen LEDs zwar hell - wenn es nicht schneit. Im Schneegestöber setzen sich die LED-Scheinwerfer sofort zu, da sie im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern nicht warm werden und daher den Schnee nicht abtauen.
Angesprungen ist der Defender stets auf Anhieb - auch Kurzstreckenbetrieb und Standheizungseinsatz macht der Batterie nicht zu schaffen. Er nagelt sehr wenig (wenn man 2T-Öl zugibt) und die Heizung wird nach 5 Minuten warm; nach 15 Minuten sehr heiss. Bei extremer Kälte ist die Schaltung anfangs recht schwergängig; aber das ist bei fast jedem Auto so.
Die Sitzheizung brauche ich eigentlich nicht - entweder ist der Innenraum durch die Standheizung vorgewärmt oder die Stoffsitze werden nicht so unangenehm kalt wie z.B. Ledersitze.
Die Seitenscheiben bleiben (dank nano-Versiegelung?) auch recht sauber; Aussenspiegel ebenfalls. Allenfalls beim Aussenspiegel muss man morgens vor dem Einsteigen kurz mit dem Eiskratzer einmal drübergehen. Scheiben und Spiegel beschlagen kaum.
Über mangelnden Grip der DuraTrac Reifen kann ich micht nicht beschweren - höchstens auf blanken Eis - aber das ist auch bei anderen Autos so.
Bei wirklich hohen Schnee ist der Defender natürlich unschlagbar: egal welche Schneeberge im Wege stehen - man fährt einfach drüber.
Hat der Defender eine Heizung? Siehe mein Beitrag von 2016.
Diesen Winter habe ich ja erstmals eine Standheizung drin - aber ich muss sagen, man braucht sie nicht so dringend. Nach einer halben Stunde ist der Innenraum zwar behaglich warm (aber nicht der Motor, da Luftheizung). Wenn man dann die Tür ein paar Mal auf und zu macht, ist viel von der warmen Luft wieder draussen. Und wenn man dann den Motor startet, hat man die Wahl mit Gebläse loszufahren und gleich wieder kalte Luft reinzublasen oder ohne Gebläse und mit beschlagenen Scheiben (die Frontscheibenheizung hilft aber ziemlich gut).
An den steil stehenden Scheiben setzt sich nur wenig Schnee fest und die Standheizung tut ihr übriges dazu, um die Reste davon zu entfernen - ich musste niemals kratzen oder kehren. Der Schnee auf der Motorhaube wird dann beim Fahren davongeblasen. Dabei tritt ein weiteres Phänomen auf: die Scheibenwischer vereisen. Das ist wirklich lästig zudem auch die Scheibenwischanlage einfriert - man sieht nichts.
Weiterhin leuchten die schönen LEDs zwar hell - wenn es nicht schneit. Im Schneegestöber setzen sich die LED-Scheinwerfer sofort zu, da sie im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern nicht warm werden und daher den Schnee nicht abtauen.
Angesprungen ist der Defender stets auf Anhieb - auch Kurzstreckenbetrieb und Standheizungseinsatz macht der Batterie nicht zu schaffen. Er nagelt sehr wenig (wenn man 2T-Öl zugibt) und die Heizung wird nach 5 Minuten warm; nach 15 Minuten sehr heiss. Bei extremer Kälte ist die Schaltung anfangs recht schwergängig; aber das ist bei fast jedem Auto so.
Die Sitzheizung brauche ich eigentlich nicht - entweder ist der Innenraum durch die Standheizung vorgewärmt oder die Stoffsitze werden nicht so unangenehm kalt wie z.B. Ledersitze.
Die Seitenscheiben bleiben (dank nano-Versiegelung?) auch recht sauber; Aussenspiegel ebenfalls. Allenfalls beim Aussenspiegel muss man morgens vor dem Einsteigen kurz mit dem Eiskratzer einmal drübergehen. Scheiben und Spiegel beschlagen kaum.
Über mangelnden Grip der DuraTrac Reifen kann ich micht nicht beschweren - höchstens auf blanken Eis - aber das ist auch bei anderen Autos so.
Bei wirklich hohen Schnee ist der Defender natürlich unschlagbar: egal welche Schneeberge im Wege stehen - man fährt einfach drüber.
Hat der Defender eine Heizung? Siehe mein Beitrag von 2016.
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Mittwoch, 8. Dezember 2010
Wieder Ruhe!
In dieser Jahreszeit nagelt der Defender beim morgendlichen Kaltstart bei Minustemperaturen ganz erbärmlich. Da fiel mir auf, dass ich beim letzten Mal aus Faulheit nicht das übliche Aral Ultimate Diesel getankt habe sondern "nur" das Shell V-Power Diesel und ich auch beim Einfüllen von Zweitaktöl geizig war.
Das Resultat: Kaltstartnageln.
Also habe ich jetzt wieder das gute (teure) Ultimate getankt und grosszügig einen halben Liter Zweitaktöl dazugegeben.
Das Resultat: kein Kaltstartnageln.
Gesundheitswarnung: die Brühe ist teuer. Und weniger Verbrauch und mehr Leistung kann ich auch nicht feststellen. Abgase kann ich ausser mit der Nase nicht testen und damit stelle ich auch keinen Unterschied fest. Aber dafür stinkt der Ultimate Diesel nicht übel so wie normaler Diesel und ist klar statt braun.
Das Resultat: Kaltstartnageln.
Also habe ich jetzt wieder das gute (teure) Ultimate getankt und grosszügig einen halben Liter Zweitaktöl dazugegeben.
Das Resultat: kein Kaltstartnageln.
Gesundheitswarnung: die Brühe ist teuer. Und weniger Verbrauch und mehr Leistung kann ich auch nicht feststellen. Abgase kann ich ausser mit der Nase nicht testen und damit stelle ich auch keinen Unterschied fest. Aber dafür stinkt der Ultimate Diesel nicht übel so wie normaler Diesel und ist klar statt braun.
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Samstag, 27. November 2010
Defender Kaufberatung
Immer mehr Leute liebäugeln damit, sich auch einen Defender anzuschaffen. Für diese habe ich eine kleine Kaufberatung erstellt, soweit man es halt in ein paar Zeilen darstellen kann.
Das Wichtigste vorweg: kein Kauf ohne Probefahrt. Was trivial klingt, ist beim Defender essentiell, denn viele unterschätzen, wie sehr sich dieses Fahrzeug von einem "Normalen" unterscheidet. Die Probefahrt sollte auch mind. 30 Minuten Autobahn enthalten, damit man in den "vollen Genuss" der Unterschiede kommt.
Edit: die neuralgischen Rostpunkte bei Defender:
Edit: die neuralgischen technischen Punkte bei Defendern:
Das Wichtigste vorweg: kein Kauf ohne Probefahrt. Was trivial klingt, ist beim Defender essentiell, denn viele unterschätzen, wie sehr sich dieses Fahrzeug von einem "Normalen" unterscheidet. Die Probefahrt sollte auch mind. 30 Minuten Autobahn enthalten, damit man in den "vollen Genuss" der Unterschiede kommt.
- Defender 90 oder 110 – sprich lang oder kurz?
- 90 ist ein kurzer Dreitürer mit 4 Sitzen; davon 2 Klappsitze im Kofferraum. Wenn hinten zwei (kleine) Personen sitzen, hat man nicht sehr viel Kofferraum übrig
- 110 ist ein langer Fünftürer mit 5-7 Sitzen. Die hintere Sitzreihe kann man umklappen – dann hat man einen Riesen-Kofferraum; die 3. Sitzreihe verfügt optional über die selben Klappsitze wie beim 90er
- Die Sitze ganz hinten sind erst ab 2007 "Menschensitze", d.h. nach vor gerichtet. Vorher waren sie längs zur Fahrtrichtung angeordnet.
- Der Defender ist zwar absolut klein; aber nicht handlich. Er fühlt sich beim Fahren an wie ein LKW. Der Wendekreis ist gross. Der kurze Defender ist etwas handlicher als der lange - aber immer noch nicht so handlich wie ein modernes Auto mit vergleichbaren Abmessungen.
- Neu oder alt?
- Der Defender ist nicht so zuverlässig wie in modern konzipiertes Auto. Es geht schon mal etwas kaputt. Ein neuer hat drei Jahre Garantie; optional verlängerbar
- Vor 2007 hatte der Defender einen Fünfzylinder Pumpe-Düse Diesel und war technisch etwas veraltet - auch in der Abgasnorm
- Ab 2007 hat der Defender den Ford Transit Vierzylinder Common-Rail Diesel mit Euro 4, 6-Gang-Getriebe, Buckel auf der Haube und mehr Komfort (Lautstärke, Heizung, Klima)
- Ab 2011 wird der Defender nur noch als LKW zugelassen (und versichert), um EU Vorschriften zu umgehen. Steuer bleibt jedoch PKW.
- Ab 2012 wurde der Hubraum bei gleicher Leistung von 2.4 auf 2.2 Liter verkleinert und ein DPF eingebaut, um Euro 5 sicherzustellen.
- Wer wissen will, was die Unterschiede zwischen 2.4 und 2.2 Modellen ist, lese folgenden Beitrag von mir
- Ab MY 2015 hat der Defender übrigens auch ESP
- Gebrauchte Defender sind relativ teuer und haben oft hohe Laufleistungen und manchmal extreme Einsätze. Das Auto ist extrem wertstabil lt. ADAC.
- Rostschutz?
- Der Defender ist zwar teilweise aus Alu – aber er rostet. Sogar ziemlich schnell und heftig.
- Die Türen und Hauben sind ab 2003 aus Stahl; vorher Alu beplankt auf ein Stahlgerüst
- Der Rahmen ist aus Stahl; die Karrosserie aus Alu (vernietet).
- Wo Alu auf Stahl befestigt ist, gibt es Kontaktkorrosion - d.h. die Alutüren "rosten" immer
- Die Anbauteile sind eher grundiert als lackiert und rosten alle
- Die Rostvorsorge ist nicht wie bei modernen Autos - sprich nicht vorhanden!
- Rahmen, Hecktraverse, Spitzwand vorne sowie Achsen rosten gerne und schnell.
- Unbedingt Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung nachträglich machen und permanent kontrollieren!
- Verarbeitungsqualität?
- Besser als man ursprünglich befürchtet - aber schlechter als bei einem modernen Auto
- Am Anfang sind sie meistens alle dicht; das ändert sich jedoch meist mit der Zeit
- Die drei Jahre Garantie bei Neufahrzeugen sind Gold wert und werden auch benötigt.
- Zuverlässigkeit?
- Tja - malträtiert doch mal einen VW Golf permanent im Gelände - dann fallen auch bestimmte Teile aus. So viel zur Zuverlässigkeit: hängt halt vom Einsatzgebiet ab.
- Die Grundkomponenten (Motor, Getriebe) sind Gross-Serie beim TD4 (Ford Transit); Rahmen, Chassis, Achsen etc. seit Jahrzehnten bewährt; die Anbauteile oft Schrott.
- Eine gewisse Leidensfähigkeit (und lange Garantie) sind nicht verkehrt - denn, es ist kein modernes Auto.
- Alltagstauglichkeit?
- Logisch. Sofern man mit einer eingeschränkten Reisegeschwindigkeit von 120 km/h leben kann. Aufpassen bei Tiefgaragen (siehe unten).
- Bei Federung und Lautstärke sollte man keine Mercedes-Ansprüche haben - muss jeder selbst einschätzen. Laut und holprig.
- Sitze, Klima, Heizung, ABS, elektrische Helferlein - alles vorhanden. Nur das Radio ist schlecht - aber das Fahrzeug ist eh sehr laut.
- Stil?
- Manche lassen den Defender klassisch – z.B. grün mit weissen Dach und weissen Stahlfelgen mit dürren Reifen. Innen Stoffsitze und Gummimatten. Gut.
- Wiederum andere bauen den Defender zum kompromisslosen Offroad-Fahrzeug um mit anderen Fahrwerk, Höherlegung, MT-Reifen, Schutzteilen etc. Cool.
- Manche machen aus dem Defender sowas wie ich: ein semi-modernes Alltagsfahrzeug mit Offroad-Charakter.
- Bevor man jedoch jetzt in den Umbauwahn verfällt, lese man meinen etwas humorvollen Artikel "Zen - oder die Kunst einen Defender zu fahren".
- Einsatzzweck und Gesundheitswarnung
- Der Defender ist ein landwirtschaftliches Nutzgerät für den Betrieb abseits von geteerten Strassen
- Die technische Grundkonstruktion ist über 60 Jahre alt
- Der Defender ist also kein modernes SUV!
- Selbst bei einem neuen Defender sind Qualität, Sicherheit, Komfort und Fahrleistungen auf den Stand der Technik vor 30 Jahren
- Für reinen Strassenbetrieb gibt es deutlich bessere, sparsamere, schnellere, komfortablere, handlichere und sichere Autos!
- Aber…
- Der Defender ist cool
- Der Defender ist robust
- Der Defender ist günstig und wertstabil
- Es gibt jede Menge Platz für Transportzwecke
- Der Defender erzieht zu einer sicheren Fahrweise
Edit: die neuralgischen Rostpunkte bei Defender:
- Hecktraverse, also der hintere, schwarze Abschluss. Ist aus Stahl. Rostet gerne, weil da der ganze Dreck hingepustet wird. Schauderhafte Lackqualität. Von hinten reinsehen.
- Rahmen. Ist auch aus Stahl. Normalerweise dauert das jedoch ewig, bis der durchgerostet ist. Ab MY 2011 (glaube ich) zumindest lackiert. Rostet von innen und aussen. Man erkennt jedoch einfach, ob da irgendwas drin ist. Eklig: Getriebetraverse, weil man der das nicht ansieht.
- Spritzwand. Ist ein doppeltes (Stahl-)Blech zwischen Fahrgastraum und Motor. Kann man nicht einfach von aussen kontrollieren. Ist beschränkt zugänglich, wenn man den Aussenspiegel abschraubt oder über eine Gummikappe in der Nähe der Scheibenwischer. Eigentlich braucht man einen Bohrer und ein Endoskop, um reinzusehen. Ist aussen schon Rost, ist es zu spät - das Teil rostet von innen nach aussen.
- Türen. Da läuft immer von oben Wasser rein. Oft sind die Abflüsse verstopft. Die Stahltüren rosten viel weniger als die alten Alu-Stahl-Konstruktionen. An den Abläufen unten erkennt man schon, ob irgendeine Hohlraumversiegelung drin ist.
- Cappings. Das sind die Stahlwinkel hinten, mit der die Alukarosserie vernietet ist. Ganz blöde Kombination: Alu auf Stahl. Manchmal ist darunter gar nicht lackiert. Sehr schwierig vorzubeugen. Maximal permanent ein gut kriechendes Zeug wie Fluid Film dort an den Rändern applizieren und hoffen.
- Windschutzscheiben-Rahmen. Ist zwar aus irgendeinem Aluguss aber das korrodiert. Immer! Meist unter der Fensterdichtung. Sieht man also nicht auf den ersten Blick. Aufwändig zu reparieren, weil das Dach abgenommen werden muss. Die Dichtung müsste eigentlich versiegelt werden.
- Alle Tür- und Haubenscharniere. Problemlos, denn der Ersatz ist preiswert.
- Alle Anbauteile: ebenfalls preiswert zu ersetzen - bis auf die Trittbretter - und die kann man notfalls weglassen oder durch Treeslider ersetzen.
- Alle Schrauben aussen. Kann man gegen Edelstahlschrauben ersetzen. Kostet nicht die Welt aber ist ein paar Stunden blöde Arbeit. Komplizierter, als man vermutet.
Edit: die neuralgischen technischen Punkte bei Defendern:
- das AGR Ventil. Stellt gerne den Betrieb ein. Kann man inzwischen rausprogrammieren lassen.
- die Kupplung: die Federn brechen gerne. Hört man am Rasseln.
- die Vakuumpumpe des Bremskraftverstärkers: die Dichtung gibt gern den Geist auf und es gibt eine grosse Ölsauerei im Motorraum
- die Steckachsen: die Verzahnung hat gerne Spiel; insbesondere, wenn sie nicht geschmiert wird. Gerne auch in Kombination mit Radlagern.
- die Zwischenwelle, welche Schalt- und Verteiler-Getriebe verbindet: die verliert manchmal ihre Verzahnung oder bricht. Dann steht das Auto.
- Und natürlich kann viel undicht werden: das Lenkgetriebe, die Achsdifferentiale, die Achskugeln vorne, Ölwanne, Getriebeverbindungen etc.
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Montag, 10. Mai 2010
Die ersten 10.000 km
Und was ist passiert? Nichts. Der Defender fährt immer noch problemlos. Er ist jedes Mal angesprungen; hat mich nie im Stich gelassen und war immer zuverlässig.
Nicht einmal gerostet ist er im Winter. Verbrauch liegt nach wie vor bei knapp 10 l/100 km.
Eigentlich langweilig.
Nicht einmal gerostet ist er im Winter. Verbrauch liegt nach wie vor bei knapp 10 l/100 km.
Eigentlich langweilig.
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Mittwoch, 13. Januar 2010
ADAC Studie sagt: Defender ist das wertstabilste Auto in Deutschland
Zitat: "Autokäufer achten in erster Linie auf Qualität – und erst in zweiter Linie auf die Marke. Vergleicht man jedoch einzelne Modelle miteinander, zeigen sich Kleinwagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt wertstabiler als Pkw anderer Fahrzeugklassen. Das sind die augenfälligsten Ergebnisse des jüngsten ADAC-Markenvergleichs AutoMarxX in Bezug auf die Wertstabilität.
...
Dass der Landrover Defender mit nur knapp 42 Prozent den ersten Platz einnimmt, hat mit seinem „Exotenstatus" zu tun: Von diesem Modell gibt es nur einen kleinen Bestand, aber einen relativ großen Fankreis – und der ist bereit, auch Spitzenpreise zu zahlen. Für die Positionen zwei (Porsche Boxster, 42,61) und drei (BMW Mini, 42,62) gilt: Diese Modelle zehren von ihrem unverändert guten Image, das als Garant für die Wertstabilität dient.
...
Das und der Wegfall des steuerlichen Vorteils der vielfach als Dienstwagen genutzten Großlimousinen auf dem Zweitmarkt erklärt, warum der Audi A8 61,9 Prozent, der 7er BMW 63,6 und die Mercedes S-Klasse sogar 63,7 an Wert verlieren und damit auf den hinteren Plätzen landen."
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Dass der Landrover Defender mit nur knapp 42 Prozent den ersten Platz einnimmt, hat mit seinem „Exotenstatus" zu tun: Von diesem Modell gibt es nur einen kleinen Bestand, aber einen relativ großen Fankreis – und der ist bereit, auch Spitzenpreise zu zahlen. Für die Positionen zwei (Porsche Boxster, 42,61) und drei (BMW Mini, 42,62) gilt: Diese Modelle zehren von ihrem unverändert guten Image, das als Garant für die Wertstabilität dient.
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Das und der Wegfall des steuerlichen Vorteils der vielfach als Dienstwagen genutzten Großlimousinen auf dem Zweitmarkt erklärt, warum der Audi A8 61,9 Prozent, der 7er BMW 63,6 und die Mercedes S-Klasse sogar 63,7 an Wert verlieren und damit auf den hinteren Plätzen landen."
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Freitag, 13. November 2009
Zweitaktupdate
Der Effekt ist phänomenal aber vielleicht nicht repräsentativ, da mein Defender ja eine erheblich veränderte Motorsoftware (auch genannt Chiptuning) aufweist, welches sicher eine Erhöhung der Einspritzmenge zur Folge hatte. Aber der Reihe nach:
Noch ein Update: habe jetzt "normales" Diesel getankt und nicht Shell V-Power Diesel. Da rumort er wieder ganz schön - der Effekt scheint nur mit V-Power volle Wirkung zu haben. Teuer.
Nachtrag: stimmt nicht. Habe etwas mehr 2T-Öl reingekippt und schon ist er wieder leise.
Edit 2015: Neuere Erkenntnisse belegen, dass der Zweitakt Kram gefährlich sein könnte. Ich rate daher davon ab und empfehle lieber Premium-Sprit wie z.B. Aral Ultimate zu tanken!
- Bei gleichmässiger Fahrt ab 80 km/h ist nun gar kein Nageln mehr zu hören. Die Motorgeräusche werden fast vollständig von den restlichen Fahrgeräuschen überdeckt. Wie gesagt - nur bei gleichmässiger Fahrt - unter Last (beim Gasgeben) ist ein leichtes Nageln zu vernehmen.
- Beim Kaltstart nagelt er noch etwas im Leerlauf, was aber nach 2-3 Minuten verschwindet. Wenn der Motor warm ist, verschwindet das Nageln im Leerlauf vollständig.
- Auf der Autobahn ist das Radio erstmals lauter als der Motor.
Noch ein Update: habe jetzt "normales" Diesel getankt und nicht Shell V-Power Diesel. Da rumort er wieder ganz schön - der Effekt scheint nur mit V-Power volle Wirkung zu haben. Teuer.
Nachtrag: stimmt nicht. Habe etwas mehr 2T-Öl reingekippt und schon ist er wieder leise.
Edit 2015: Neuere Erkenntnisse belegen, dass der Zweitakt Kram gefährlich sein könnte. Ich rate daher davon ab und empfehle lieber Premium-Sprit wie z.B. Aral Ultimate zu tanken!
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Samstag, 26. September 2009
Erfahrungen mit dem Chiptuning
Nach ca. 1.600 km Laufleistung habe ich meinen nahezu jungfräulichen Defender ja tunen lassen und zwar bei Nakatanenga in der Oberpfalz. Inzwischen habe ich ca. 2.000 km mit dem Tuning zurückgelegt und kann erste Eindrücke schildern.
Vorher hat sich der Defender eher in Bewegung gesetzt statt Fahrleistungen gezeigt und war bei 130 km/h abgeregelt. Im 6. Gang ging nur noch gleichmässiges Dahinrollen statt Beschleunigen.
Bei N. kann man sich seine neue Leistungskurve aussuchen. Ich wollte ausdrücklich mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und keine gross gesteigerte Maximalleistung. Die Abregelung sollte jedoch raus, da sie nervt. Der Ladeluftkühler wurde durch ein deutlich grösseres Modell ausgetauscht - mehr zur thermischen Stabilität als wegen Mehrleistung.
Jetzt habe ich im Drehzahlbereich zwischen 1.500 und 2.500/min einen signifikanten Durchzug, der sich mit normalen Fahrzeugen messen lassen kann. Leider halt nur ein enger Drehzahlbereich von 1000 Umdrehungen. Über 2.500/min geht es eher zäh weiter und bei 3.500/min ist eigentlich Schluss. Angefahren wird im 2. Gang; Abbiegen im 3. Gang; ab 50 km/h kommt der 5. Gang rein. Beschleunigung ab 1000/min ist in jedem Gang problemlos möglich.
Man kann nun im 6. Gang ab 80 km/h (1.500/min) Gas geben und wird tatsächlich mit etwas belohnt, das sich Beschleunigung nennen kann. Bei 120 km/h (2.500/min) geht es wie gesagt nur zäh weiter und der Radau wird gross. Bei Tacho 160 km/h (GPS 150 km/h) ist dann endgültig Schluss.
Wie sieht's mit dem Verbrauch aus? Der ging erst mal nach dem Tuning von 11 auf 9 l/100 km runter. Was ich in meiner ersten Euphorie auf das Tuning schob aber nach näheren Nachdenken daran lag, dass ich den Defender nun artgerecht bewegt und geschaltet habe. Vorher war ich ja nur Benziner gewohnt und habe natürlich viel zu spät hoch geschaltet.
Wenn man auf längeren Autobahnstrecken sich ab und zu der Vmax annähert, dann steigt der Verbrauch wieder auf 11 l/100 km. Eine Reisegeschwindigkeit von 120 km/h pendelt sich ein - nicht, weil das Fahrzeug sonst zu laut oder unsicher zu fahren wäre, sondern weil mir der Motor ab 3000/min einfach leid tut, was er mir wahrscheinlich mit seinem Laufgeräusch dann auch mitteilen will.
Insgesamt bin ich zufrieden - trotzdem liebäugele ich damit, auch Mehrleistung bei höheren Drehzahlen einprogrammieren zu lassen - was möglich wäre - aber mit der Gefahr der Überhitzung des Turboladers verbunden ist.
(Edit 2012): zu "meiner" Zeit hat Nakatanenga wohl Maps von JE Engineering verwendet. Zwischenzeitlich haben sie wohl den Lieferanten gewechselt und verwenden Maps von chiptech.at. Diese scheinen wohl noch besser zu sein und bieten zusätzlich die Möglichkeit das AGR auszuprogrammieren - was extrem charmant ist.
Vorher hat sich der Defender eher in Bewegung gesetzt statt Fahrleistungen gezeigt und war bei 130 km/h abgeregelt. Im 6. Gang ging nur noch gleichmässiges Dahinrollen statt Beschleunigen.
Bei N. kann man sich seine neue Leistungskurve aussuchen. Ich wollte ausdrücklich mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und keine gross gesteigerte Maximalleistung. Die Abregelung sollte jedoch raus, da sie nervt. Der Ladeluftkühler wurde durch ein deutlich grösseres Modell ausgetauscht - mehr zur thermischen Stabilität als wegen Mehrleistung.
Jetzt habe ich im Drehzahlbereich zwischen 1.500 und 2.500/min einen signifikanten Durchzug, der sich mit normalen Fahrzeugen messen lassen kann. Leider halt nur ein enger Drehzahlbereich von 1000 Umdrehungen. Über 2.500/min geht es eher zäh weiter und bei 3.500/min ist eigentlich Schluss. Angefahren wird im 2. Gang; Abbiegen im 3. Gang; ab 50 km/h kommt der 5. Gang rein. Beschleunigung ab 1000/min ist in jedem Gang problemlos möglich.
Man kann nun im 6. Gang ab 80 km/h (1.500/min) Gas geben und wird tatsächlich mit etwas belohnt, das sich Beschleunigung nennen kann. Bei 120 km/h (2.500/min) geht es wie gesagt nur zäh weiter und der Radau wird gross. Bei Tacho 160 km/h (GPS 150 km/h) ist dann endgültig Schluss.
Wie sieht's mit dem Verbrauch aus? Der ging erst mal nach dem Tuning von 11 auf 9 l/100 km runter. Was ich in meiner ersten Euphorie auf das Tuning schob aber nach näheren Nachdenken daran lag, dass ich den Defender nun artgerecht bewegt und geschaltet habe. Vorher war ich ja nur Benziner gewohnt und habe natürlich viel zu spät hoch geschaltet.
Wenn man auf längeren Autobahnstrecken sich ab und zu der Vmax annähert, dann steigt der Verbrauch wieder auf 11 l/100 km. Eine Reisegeschwindigkeit von 120 km/h pendelt sich ein - nicht, weil das Fahrzeug sonst zu laut oder unsicher zu fahren wäre, sondern weil mir der Motor ab 3000/min einfach leid tut, was er mir wahrscheinlich mit seinem Laufgeräusch dann auch mitteilen will.
Insgesamt bin ich zufrieden - trotzdem liebäugele ich damit, auch Mehrleistung bei höheren Drehzahlen einprogrammieren zu lassen - was möglich wäre - aber mit der Gefahr der Überhitzung des Turboladers verbunden ist.
(Edit 2012): zu "meiner" Zeit hat Nakatanenga wohl Maps von JE Engineering verwendet. Zwischenzeitlich haben sie wohl den Lieferanten gewechselt und verwenden Maps von chiptech.at. Diese scheinen wohl noch besser zu sein und bieten zusätzlich die Möglichkeit das AGR auszuprogrammieren - was extrem charmant ist.
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Samstag, 4. Juli 2009
1. Reise: Sauerland-München, 650 km
Also Aufbruch um 10 Uhr morgens. Hilfe: heute ist Ferienanfang in verschiedenen deutschen Bundesländern plus Holland, Belgien und Skandinavien. Und sauheiss ist es. Na, das wird ein Spass!
100 km Anreise bis zur nächsten Autobahn, um sich das das Auto zu gewöhnen. Nichts klappert, nichts scheppert. Lenkung, Schaltung und Kupplung gehen wunderbar. Er fährt!
Autobahn: hmm er geht wirklich nur 130 km/h. Dann wird abgeregelt. Aber umgeben von holländischen Wohnwägen kommt man selten in diese Bredouille. Und man muss sehr genau in den Rückspiegel schauen, wenn man auf die Überholspur wechselt. Erstens passt in den toten Winkel ein ganzer Lastzug und zweitens ist man jetzt selbst das Hindernis auf der Autobahn für alle, die von hinten kommen.
Die Zeit vergeht. Alle zwei Stunden bleibe ich stehen, um zu Rauchen. Einmal Tanken. 11,5 l/100 km. Ganz sparsam ist das nicht. Acht Stunden später komme ich an. Und zwar erstaunlich entspannt!
Das ist einfach eine andere Art zu Reisen, die ich vorher nicht kannte. Nicht rauf aufs Gas, auf die linke Spur und gib ihm - Ärger über langsame Trödler, überholende Lastwägen und Staus - alles weg: Stau? Fällt nicht auf, der Wagen ist eh nicht viel schneller. Lastwagen? Dito.
Die Sitze sind sehr gut, die Klimaanlage kühlt, die Heizung heizt, die Federn federn gelegentlich und Radio braucht man nicht, weil man bei dem Geräuschpegel eh nichts versteht.
Endlich zu Hause:
100 km Anreise bis zur nächsten Autobahn, um sich das das Auto zu gewöhnen. Nichts klappert, nichts scheppert. Lenkung, Schaltung und Kupplung gehen wunderbar. Er fährt!
Autobahn: hmm er geht wirklich nur 130 km/h. Dann wird abgeregelt. Aber umgeben von holländischen Wohnwägen kommt man selten in diese Bredouille. Und man muss sehr genau in den Rückspiegel schauen, wenn man auf die Überholspur wechselt. Erstens passt in den toten Winkel ein ganzer Lastzug und zweitens ist man jetzt selbst das Hindernis auf der Autobahn für alle, die von hinten kommen.
Die Zeit vergeht. Alle zwei Stunden bleibe ich stehen, um zu Rauchen. Einmal Tanken. 11,5 l/100 km. Ganz sparsam ist das nicht. Acht Stunden später komme ich an. Und zwar erstaunlich entspannt!
Das ist einfach eine andere Art zu Reisen, die ich vorher nicht kannte. Nicht rauf aufs Gas, auf die linke Spur und gib ihm - Ärger über langsame Trödler, überholende Lastwägen und Staus - alles weg: Stau? Fällt nicht auf, der Wagen ist eh nicht viel schneller. Lastwagen? Dito.
Die Sitze sind sehr gut, die Klimaanlage kühlt, die Heizung heizt, die Federn federn gelegentlich und Radio braucht man nicht, weil man bei dem Geräuschpegel eh nichts versteht.
Endlich zu Hause:
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Montag, 15. Juni 2009
Die Suche nach dem Defender
Also welchen denn: lang (110) mit vier Türen oder kurz (90) mit zwei Türen? Kurz. Leon hat seine Spielwiese (und Sitze) im Kofferraum. Platz reicht. Unnd übersichtlicher als der Lange.
Farbe? Schwarz, natürlich. Weisses Dach? Nein.
Bei der Motorisierung gibt es keine Auswahl: es gibt ab 2007 nur einen 4-Zylinder Diesel mit 2,4 Liter Hubraum und 122 PS. Ursprünglich aus dem Ford Transit mitsamt des 6-Gang Getriebes (manuell natürlich).
Optionen? Natürlich alle plus viele Modifikationen später.
Gebraucht oder neu? Himmel, die Teile sind verdammt wertstabil. Und Rabatt auf Neuwägen gibt auch keinen vernünftigen.
Aber halt - was ist denn da? Neuer schwarzer Defender, Sondermodell in Komplettaustattung - sogar mit Recaro-Sitzen für 30.000 Euro? Der würde normalerweise 40.000 Euro kosten! Wo ist der Haken? Aha - der Haken ist: der Händler ist 600 km weit weg - im Sauerland!
Farbe? Schwarz, natürlich. Weisses Dach? Nein.
Bei der Motorisierung gibt es keine Auswahl: es gibt ab 2007 nur einen 4-Zylinder Diesel mit 2,4 Liter Hubraum und 122 PS. Ursprünglich aus dem Ford Transit mitsamt des 6-Gang Getriebes (manuell natürlich).
Optionen? Natürlich alle plus viele Modifikationen später.
Gebraucht oder neu? Himmel, die Teile sind verdammt wertstabil. Und Rabatt auf Neuwägen gibt auch keinen vernünftigen.
Aber halt - was ist denn da? Neuer schwarzer Defender, Sondermodell in Komplettaustattung - sogar mit Recaro-Sitzen für 30.000 Euro? Der würde normalerweise 40.000 Euro kosten! Wo ist der Haken? Aha - der Haken ist: der Händler ist 600 km weit weg - im Sauerland!
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