Etwas, was man gerne vergisst, ist die Klimaanlage. Weil deren Service halt nicht Bestandteil des regulären Serviceprogramms von Land Rover ist.
Aber dabei verliert die Klimaanlage pro Jahr 10-15% ihres Kühlmittels. Das merkt man erst, wenn sie entweder nicht mehr kühlt oder kaputt geht.
Kaputt? Na ja, das Kühlmittel enthält auch Öl für die Schmierung des Kompressors. Kein Kühlmittel, kein Öl -> defekt.
Ich vergesse sowas nicht. Letztes Mal war vor drei Jahren. Dieses Mal wollte ich geizig sein und bin zu ATU gefahren. 69 Euro.
Dafür befüllen sie die Klimaanlage neu. Laut Report war ein Drittel des Kühlmittels bereits verdampft.
Sehr guter Service zum sehr guten Preis - ich war positiv überrascht.
Mittwoch, 5. Juni 2019
Donnerstag, 11. April 2019
Neue Sommerreifen: Pirelli ATR Plus
Wie die Zeit vergeht: im Frühjahr 2013 habe ich die Cooper ST/Maxx Reifen aufgezogen. Das ist jetzt sechs Jahre her. Das Profil ist immer noch bei 90% - aber die Reifen sind langsam ausgehärtet. Im Trockenen merkt man nichts - aber bei Nässe werden sie schön langsam rutschig.
Also müssen neue Reifen her. Das Objekt der Begierde war (unvernünftigerweise) erst der Cooper STT Pro - noch grobstolliger als der ST/Maxx. Leider in Deutschland total vergriffen.
Die Vernunft kehrte ein - ein strassenbetonter AT-Reifen reicht - und so wurde es der brandneue Pirelli ATR Plus - nicht zu verwechseln mit dem Vorgängermodell ohne "Plus".
So sieht er im Prospekt aus:
Und so in der Realität am Fahrzeug:
Am Reserverad kann man schön den Cooper ST/Maxx mit dem Pirelli ATR vergleichen.
Jetzt hat die Karre satte 24 kg weniger an rotierenden Massen zu beschleunigen. Was man jetzt so direkt nicht merkt. Aber was man merkt:
Also müssen neue Reifen her. Das Objekt der Begierde war (unvernünftigerweise) erst der Cooper STT Pro - noch grobstolliger als der ST/Maxx. Leider in Deutschland total vergriffen.
Die Vernunft kehrte ein - ein strassenbetonter AT-Reifen reicht - und so wurde es der brandneue Pirelli ATR Plus - nicht zu verwechseln mit dem Vorgängermodell ohne "Plus".
So sieht er im Prospekt aus:
Und so in der Realität am Fahrzeug:
Am Reserverad kann man schön den Cooper ST/Maxx mit dem Pirelli ATR vergleichen.
Jetzt hat die Karre satte 24 kg weniger an rotierenden Massen zu beschleunigen. Was man jetzt so direkt nicht merkt. Aber was man merkt:
- schöner, leiser Rundlauf
- höherer Komfort (der Reifen ist leichter/flext mehr)
- ausgezeichneter Grip sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe
Dem stehen geringe Einbussen an der Optik gegenüber.
Edit Juli 2019 nach drei Monaten Erfahrung mit dem Reifen: er klebt förmlich auf der Strasse (im Vergleich zum rutschigen Vorgänger). Insbesondere bei Nässe ist der Unterschied eklatant. Und er hat es zwischenzeitlich auch auf Platz 2 im TireRack Rating Chart für All-Terrain-Reifen geschafft (der Vorgänger dümpelt auf Platz 19 rum).
Edit Juli 2019 nach drei Monaten Erfahrung mit dem Reifen: er klebt förmlich auf der Strasse (im Vergleich zum rutschigen Vorgänger). Insbesondere bei Nässe ist der Unterschied eklatant. Und er hat es zwischenzeitlich auch auf Platz 2 im TireRack Rating Chart für All-Terrain-Reifen geschafft (der Vorgänger dümpelt auf Platz 19 rum).
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Fahrwerk
Dienstag, 18. September 2018
Der Anhänger zur Anhängerkupplung
Natürlich macht die neue Anhängerkupplung nur Sinn mit einem Anhänger. Und hier ist er:
Also musste ich erst mal lernen mit dem Anhänger zu fahren. Gar nicht so kompliziert, wie ich befürchtet habe. Nur rückwärts muss man überlegen. Und keinerlei Beeinträchtigung des Fahrverhaltens (okay, jetzt war noch keine Tonne Ladung drin.)
Drei Europaletten würden reinpassen und diese dürfte man 1,50 m hoch beladen.
Ein geschlossener Koffer mit 5 Kubikmeter und einer Tonne Ladekapazität.
Also musste ich erst mal lernen mit dem Anhänger zu fahren. Gar nicht so kompliziert, wie ich befürchtet habe. Nur rückwärts muss man überlegen. Und keinerlei Beeinträchtigung des Fahrverhaltens (okay, jetzt war noch keine Tonne Ladung drin.)
Drei Europaletten würden reinpassen und diese dürfte man 1,50 m hoch beladen.
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Technik
Mittwoch, 29. August 2018
Anhängerkupplung für 5.862 Euro
Nun, wie alle Fake News, birgt auch diese ein Fünkchen Wahrheit in sich.
Wahr ist, dass ich jetzt endlich eine Anhängerkupplung habe:
Wahr ist, dass ich jetzt endlich eine Anhängerkupplung habe:
Wahr ist ebenfalls, dass ich bei der Werkstatt 5.862 Euro hinterlassen habe.
Unwahr ist, dass dies lediglich für die Montage der Anhängerkupplung war.
Diese hat lediglich 860 Euro gekostet.
Okay, und wofür waren die restlichen 5.000 Euro?
Nun, nach Kosten absteigend sortiert:
- Entrosten der Hecktraverse. Aber richtig. Der Rost hat nämlich unter der Karosserie begonnen. Also diese vom Rahmen lösen, Karosserie leicht anheben, entrosten und mit TimeMAX behandeln.
- Entrosten des vorderen Scheibenrahmens. Zum dritten Mal. Aber diesmal richtig. Scheibe ausbauen, Dach anheben, Rahmen ausbauen, strahlen, grundieren, lackieren. Mit neuen Dichtungen wieder einbauen.
- Bei der Gelegenheit: die chronisch rottenden Pseudoscharniere (Scheibenrahmenhalter) durch welche aus eloxierten Aluminium ersetzen.
- Inspektion, TÜV, neue AGM Batterie, Getriebeöl und Kupplungsflüssigkeit wechseln
Tja. Wer schön sein will, muss leiden.
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Inspektion,
Rostschutz
Sonntag, 18. Februar 2018
Zwischenbilanz ATB Differentiale
Letzten Sommer hat sich ja mein vorderes Differential verabschiedet.
Das nahm ich zum Anlass, um vorne und hinten jeweils ein Ashcroft ATB Sperrdifferential (Torsen) einbauen zu lassen.
Im Süden Deutschlands hatten wir ja jetzt ab und zu glatte Strassenverhältnisse. Was mir ausreichend Gelegenheit gab, die neuen Differentiale zu testen. Ich fasse zusammen:
Das nahm ich zum Anlass, um vorne und hinten jeweils ein Ashcroft ATB Sperrdifferential (Torsen) einbauen zu lassen.
Animation eines Torsen Sperrdifferentials
Es gab ja einige Unkenrufe, die einen nachteiligen Einfluss auf das Fahrverhalten prognostizierten. Zumindest bei mir, ist nichts davon eingetreten.
Es gab ja einige Unkenrufe, die einen nachteiligen Einfluss auf das Fahrverhalten prognostizierten. Zumindest bei mir, ist nichts davon eingetreten.
Im Süden Deutschlands hatten wir ja jetzt ab und zu glatte Strassenverhältnisse. Was mir ausreichend Gelegenheit gab, die neuen Differentiale zu testen. Ich fasse zusammen:
- Das Regeln der unsäglichen elektronischen Traktionskontrolle (ETC) ist verschwunden. Die Differentiale übernehmen wohl jetzt die Regelfunktion, bevor die Elektronik eingreifen kann.
- Der Geradeauslauf ist deutlich besser als vorher. Jetzt kann ich sogar das Lenkrad loslassen und der Defender fährt geradeaus weiter.
- Das „Klonk“ beim Schalten ist weitgehend verschwunden und zumindest deutlich besser als vorher.
- Es gibt keinerlei negative Einflüsse beim Fahren.
Freitag, 16. Juni 2017
Er ist wieder da!
Nach kaum acht Wochen habe ich ihn wieder repariert zurück.
Zum Glück hat man mir zwischenzeitlich einen Landyschoner zur Verfügung gestellt:
Vorne und hinten wurden Ashcroft ATB Differentiale eingebaut. Das sind selbstsperrende Torsen Differentiale.
Und wie fährt es sich? Unauffällig.
Halt: das Spiel im Antriebsstrang ist komplett verschwunden! Normalerweise wird jeder Lastwechsel und Schaltvorgang beim Defender mit einem "Klonk" bestätigt. Weg.
Ich bilde mir ein, dass der Geradeauslauf stabiler ist; er nicht mehr den Spurrillen nachläuft und die (sonst eher nicht vorhandenen) Rückstellkräfte der Lenkung in Kurven höher ist.
In Summe: er fährt wie ein normales Auto!
Die Traktionsgewinne werde ich wahrscheinlich erst im Winter feststellen.
Ach übrigens: 1.650 Euro für die beiden Differentiale (Material + Einbau) war ein Schnäppchen. Ein Original Land Rover Differential kostet so viel und zwar ohne Einbau.
Aber dann nochmal den selben Betrag für Inspektion plus kleinere Arbeiten, macht 3.000 Euro - kein günstiges Vergnügen.
Zum Glück hat man mir zwischenzeitlich einen Landyschoner zur Verfügung gestellt:
Vorne und hinten wurden Ashcroft ATB Differentiale eingebaut. Das sind selbstsperrende Torsen Differentiale.
Und wie fährt es sich? Unauffällig.
Halt: das Spiel im Antriebsstrang ist komplett verschwunden! Normalerweise wird jeder Lastwechsel und Schaltvorgang beim Defender mit einem "Klonk" bestätigt. Weg.
Ich bilde mir ein, dass der Geradeauslauf stabiler ist; er nicht mehr den Spurrillen nachläuft und die (sonst eher nicht vorhandenen) Rückstellkräfte der Lenkung in Kurven höher ist.
In Summe: er fährt wie ein normales Auto!
Die Traktionsgewinne werde ich wahrscheinlich erst im Winter feststellen.
Ach übrigens: 1.650 Euro für die beiden Differentiale (Material + Einbau) war ein Schnäppchen. Ein Original Land Rover Differential kostet so viel und zwar ohne Einbau.
Aber dann nochmal den selben Betrag für Inspektion plus kleinere Arbeiten, macht 3.000 Euro - kein günstiges Vergnügen.
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Fahrwerk
Montag, 24. April 2017
Vorderes Differential defekt
Seit ein paar Tagen gibt es beim Gangwechsel seltsame Klonk-Geräusche. Und dann irgendwann den letzten "Klonk" - nichts geht mehr.
Der ADAC schleppt die Immobilie zu "meiner" Werkstatt:
Und diese stellt fest: das vordere Differential ist defekt.
Also kommt gleich ein Ashcroft ATB Sperrdifferential rein. Und wenn er schon mal da ist, dann nicht nur vorne sondern auch hinten.
Der ADAC schleppt die Immobilie zu "meiner" Werkstatt:
Und diese stellt fest: das vordere Differential ist defekt.
Also kommt gleich ein Ashcroft ATB Sperrdifferential rein. Und wenn er schon mal da ist, dann nicht nur vorne sondern auch hinten.
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Technik
Sonntag, 12. März 2017
Startech Lenkrad
Vor sieben Jahren habe ich ja das serienmässige Wagenrad durch ein RAID Lenkrad aus Büffel-Leder ersetzt. Über die Jahre ist dieses Lenkrad etwas speckig geworden und die Farbe hat sich auch von schwarz nach fleckig-braun-schwarz verfärbt.
Also dachte ich, es wäre Zeit zum Wechsel. Ausgesucht habe ich mir natürlich ausgerechnet das teuerste Defender-Lenkrad - von Startech:
Das fasst sich wirklich gut an. Ist auch ein RAID Lenkrad - aber von Startech bezogen. Wichtig ist, dass es (a) dafür eine ABE gibt und (b) exakt dieses Lenkrad in verschiedenen Sondermodellen original von Land Rover angeboten wurde.
Also dachte ich, es wäre Zeit zum Wechsel. Ausgesucht habe ich mir natürlich ausgerechnet das teuerste Defender-Lenkrad - von Startech:
Das fasst sich wirklich gut an. Ist auch ein RAID Lenkrad - aber von Startech bezogen. Wichtig ist, dass es (a) dafür eine ABE gibt und (b) exakt dieses Lenkrad in verschiedenen Sondermodellen original von Land Rover angeboten wurde.
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Innenraum
Sonntag, 11. Dezember 2016
Schwächelt meine Batterie jetzt kurz vor dem Winter?
Vor zwei Jahren habe ich mir extra eine sündhaft teure AGM Batterie einbauen lassen. Bislang hat die auch immer klaglos funktioniert.
Vor kurzen kam ich zurück ins Parkhaus am Flughafen, wo der Defender zwei Tage lang stand und die Batterie war mausetot. Zusammen mit dem Parkplatzbetreiber habe ich es mühsam geschafft, den Wagen fremdzustarten.
Das war vor vier Wochen. Seitdem ist der Defender immer wieder mal eine Woche oder länger unbenutzt rumgestanden und das Problem ist nicht mehr aufgetreten.
Zur Sicherheit habe ich mir so ein kleines Voltmeter für den Zigarettenanzünder gekauft. Aber das zeigt ebenfalls bedenkliche Werte: 11,4 V mit Motor aus und 14,3 V mit Motor an. Entweder zeigt das Voltmeter falsch an (denn danach wäre die Batterie mausetot - startet aber problemlos) - aber dann nur mit Motor aus; denn die 14,3 V mit laufenden Motor sind plausibel. Oder irgendwas ist faul.
Jetzt stecke ich halt ab und zu das CTEK Ladegerät dran. Das hat einen speziellen AGM Modus. Und zum Glück habe ich mir den CTEK Anschluss auch von der Batteriekiste nach draussen gelegt, so dass sich der Aufwand in Grenzen hält.
Das Bild zeigt den CTEK Anschluss, der aus dem Sitzkasten kommt und das damit verbundene CTEK Ladegerät. Auch nach dem vollständigen Laden zeigt das Voltmeter nur 11,4 V an. Das kann nicht sein!
Eigentlich kann die Batterie nach zwei Jahren keinen Schlag weg haben. Vielleicht habe ich am Flughafen wirklich irgendwas brennen lassen und das Voltmeter hat einen Schlag...
Edit 2018: ich habe die Batterie gegen eine Bosch AGM austauschen lassen.
Vor kurzen kam ich zurück ins Parkhaus am Flughafen, wo der Defender zwei Tage lang stand und die Batterie war mausetot. Zusammen mit dem Parkplatzbetreiber habe ich es mühsam geschafft, den Wagen fremdzustarten.
Das war vor vier Wochen. Seitdem ist der Defender immer wieder mal eine Woche oder länger unbenutzt rumgestanden und das Problem ist nicht mehr aufgetreten.
Zur Sicherheit habe ich mir so ein kleines Voltmeter für den Zigarettenanzünder gekauft. Aber das zeigt ebenfalls bedenkliche Werte: 11,4 V mit Motor aus und 14,3 V mit Motor an. Entweder zeigt das Voltmeter falsch an (denn danach wäre die Batterie mausetot - startet aber problemlos) - aber dann nur mit Motor aus; denn die 14,3 V mit laufenden Motor sind plausibel. Oder irgendwas ist faul.
Jetzt stecke ich halt ab und zu das CTEK Ladegerät dran. Das hat einen speziellen AGM Modus. Und zum Glück habe ich mir den CTEK Anschluss auch von der Batteriekiste nach draussen gelegt, so dass sich der Aufwand in Grenzen hält.
Das Bild zeigt den CTEK Anschluss, der aus dem Sitzkasten kommt und das damit verbundene CTEK Ladegerät. Auch nach dem vollständigen Laden zeigt das Voltmeter nur 11,4 V an. Das kann nicht sein!
Eigentlich kann die Batterie nach zwei Jahren keinen Schlag weg haben. Vielleicht habe ich am Flughafen wirklich irgendwas brennen lassen und das Voltmeter hat einen Schlag...
Edit 2018: ich habe die Batterie gegen eine Bosch AGM austauschen lassen.
Samstag, 26. November 2016
Hat der Defender eine Heizung?
Was ist das denn für eine Frage? Ist mir der bevorstehende Winterbeginn zu nahe gegangen?
Die Frage ist berechtigt, wenn man weiss, dass in der nahen Vergangenheit den Konstrukteuren de Defenders das thermische Wohlbefinden seiner Insassen nicht so wichtig war.
Also hat er eine Heizung?
Ja klar, mit einem Blick auf die Mittelkonsole identifiziert man sogar mechanische Drehregler, welche bei modernen Autos längst elektronischen Tasten weichen mussten:
Na, und wie heizt er denn? Sagen wir mal im Vergleich zu anderen Autos, welche in diesem Jahrhundert gebaut wurden?
Konkretes Beispiel:
Die Frage ist berechtigt, wenn man weiss, dass in der nahen Vergangenheit den Konstrukteuren de Defenders das thermische Wohlbefinden seiner Insassen nicht so wichtig war.
Also hat er eine Heizung?
Ja klar, mit einem Blick auf die Mittelkonsole identifiziert man sogar mechanische Drehregler, welche bei modernen Autos längst elektronischen Tasten weichen mussten:
Na, und wie heizt er denn? Sagen wir mal im Vergleich zu anderen Autos, welche in diesem Jahrhundert gebaut wurden?
Konkretes Beispiel:
- 5 Grad Aussentemperatur, Motor kalt, Heizungsregler voll aufgedreht, Lüftung Stufe 1
- 3 Minuten Stadt: kalt
- +5 Minuten Landstrasse: lauwarme Luft kommt
- +10 Minuten Autobahn: warme Luft kommt
- +5 Minuten Landstrasse: innen ist es behaglich warm
+ 30 Minuten Autobahn: es wird ungemütlich heiss
Also warm wird es nach rund 20 Minuten. Bei 12 Liter Kühlwasser dauert das halt seine Zeit. Moderne Autos haben 3-4 Liter Kühlwasser.
Nach weiteren 30 Minuten muss man die Heizung runterregeln. Dabei fällt einem auf, dass das gar nicht so einfach ist. Eine konstante Temperatur kann nicht eingestellt werden, weil die Heizung geschwindigkeitsabhängig funktioniert. Schneller fahren = besser heizen.
Nun wird die rechte Wade des Fahrers unangenehm heiss, wenn der Luftstrom nach unten gerichtet ist. Hier hilft nur der nachträgliche Einbau einer Abschirmung - der sogenannte "Heat Deflector" siehe diesen Beitrag.
Bei minus 20 Grad sieht das schon ganz anders aus: hier braucht man Geduld und darf nicht kälteempfindlich sein, wenn man Defender fährt. Vor allem, weil es bei vielen Defender noch reinzieht (nicht bei mir; Dichtungen sind top/erneuert, Türen richtig eingestellt).
Bei minus 20 Grad sieht das schon ganz anders aus: hier braucht man Geduld und darf nicht kälteempfindlich sein, wenn man Defender fährt. Vor allem, weil es bei vielen Defender noch reinzieht (nicht bei mir; Dichtungen sind top/erneuert, Türen richtig eingestellt).
Ach so: die hinteren Passagiere müssen frieren, denn hinten sind keine Luftauslässe. Schade drum.
Zum Vergleich: bei einem normalen Golf wird es nach drei Minuten warm und dann wird die Temperatur automatisch gehalten.
Zum Vergleich: bei einem normalen Golf wird es nach drei Minuten warm und dann wird die Temperatur automatisch gehalten.
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Winter
Dienstag, 1. November 2016
Winterreifen sind drauf...
... und die Standheizung ist repariert.
Zwei interessante Details am Rande:
1. Winterräder ohne Spurverbreiterung. Eigentlich ohne Absicht - ich habe sie einfach vergessen. Aber ich finde, es sieht stimmiger aus. Wenn die Räder weiter innen im Radkasten stehen, unterstreicht das den altmodischen Charakter des Fahrzeugs.
2. Die Standheizung musste nach sieben Jahren instandbesetzt werden: der Brenner hält offensichtlich nicht ewig. Bei der Reparatur (offizieller Webasto Stützpunkt) wurde festgestellt, dass die Standheizung beim Einbau im Sitzkasten überhitzt. Das dürfte die Ursache für den Defekt sein. Also wurde eine Frischluft-Ansaugung nach aussen gelegt.
15 Grad und Sonne. Vielleicht braucht man ja dieses Jahr die Winterreifen. Falls nicht: auch egal.
Zwei interessante Details am Rande:
1. Winterräder ohne Spurverbreiterung. Eigentlich ohne Absicht - ich habe sie einfach vergessen. Aber ich finde, es sieht stimmiger aus. Wenn die Räder weiter innen im Radkasten stehen, unterstreicht das den altmodischen Charakter des Fahrzeugs.
2. Die Standheizung musste nach sieben Jahren instandbesetzt werden: der Brenner hält offensichtlich nicht ewig. Bei der Reparatur (offizieller Webasto Stützpunkt) wurde festgestellt, dass die Standheizung beim Einbau im Sitzkasten überhitzt. Das dürfte die Ursache für den Defekt sein. Also wurde eine Frischluft-Ansaugung nach aussen gelegt.
15 Grad und Sonne. Vielleicht braucht man ja dieses Jahr die Winterreifen. Falls nicht: auch egal.
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Winter
Sonntag, 9. Oktober 2016
3. Bremsleuchte in LED
Ich habe ja vor einiger Zeit alles Glühobst durch LEDs ersetzt. Auch in der dritten Bremsleuchte, hinten, steckt eine LED statt einer Glühlampe. Aber diese leuchtet eher punktförmig statt flächig. Daher kam das Angebot von Nakatanenga gerade recht, das ganze Modul durch eines aus LED zu ersetzen.
So sieht das ganze aus - sogar zugelassen mit E-Kennzeichen:
Vorne der Originaleinsatz; hinten das LED Modul. Das "Glas" beim LED Modul ist schwarz; die LEDs leuchten selbstverständlich rot - und zwar ziemlich hell:
So sieht das ganze aus - sogar zugelassen mit E-Kennzeichen:
Vorne der Originaleinsatz; hinten das LED Modul. Das "Glas" beim LED Modul ist schwarz; die LEDs leuchten selbstverständlich rot - und zwar ziemlich hell:
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LED
Instrumentenringe aus Aluminium
Der Defender hat um die Instrumente silberne Plastikringe, denen man auch ansieht, dass sie aus Plastik sind.
Nun bietet Croytec in UK als Ersatz dafür Ringe aus Aluminium an, denen man auch ansieht, dass sie aus Metall sind. Bestellt und schnell geliefert.
Vier Torx Schrauben lösen und man hält die Armaturen in der Hand. Nun noch einen Stecker lösen und man kann sie zum Zerlegen z.B. in die Küche mitnehmen. Das sieht dann so aus:
Links sind die Aluringe; unten die Plastikringe. Alles ist nur geclipst und lässt sich leicht zerlegen und wieder zusammenstecken. Zusammengebaut sind es dann so aus:
Und im Fahrzeug wieder verschraubt dann so:
Die Tachoringe passen perfekt zu den Lüftungsringen, welche ebenfalls von Croytec sind.
Nur ein sinnloses Detail - aber ich finde, es sieht gut aus.
Nun bietet Croytec in UK als Ersatz dafür Ringe aus Aluminium an, denen man auch ansieht, dass sie aus Metall sind. Bestellt und schnell geliefert.
Vier Torx Schrauben lösen und man hält die Armaturen in der Hand. Nun noch einen Stecker lösen und man kann sie zum Zerlegen z.B. in die Küche mitnehmen. Das sieht dann so aus:
Links sind die Aluringe; unten die Plastikringe. Alles ist nur geclipst und lässt sich leicht zerlegen und wieder zusammenstecken. Zusammengebaut sind es dann so aus:
Und im Fahrzeug wieder verschraubt dann so:
Die Tachoringe passen perfekt zu den Lüftungsringen, welche ebenfalls von Croytec sind.
Nur ein sinnloses Detail - aber ich finde, es sieht gut aus.
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Innenraum
Samstag, 24. September 2016
Slick Shift - Verbesserung der Schaltung
Die Schaltung des Defenders ist zwar ganz okay - aber von einer modernen, präzisen Schaltung mit kurzen Schaltwegen doch weit entfernt.
Wenn man sich die Schaltmechanik ansieht, wird die Ursache schnell klar: diese ist aus Kunststoff gefertigt, welches ausleiert und bricht. Die Firma Synchro Gearboxes in England baut diese Teile aus Metall nach und sorgt mit einer veränderten Schaltkinematik auch für eine Schaltwegeverkürzung.
So sieht das dann bei mir eingebaut aus:
Wenn man sich die Schaltmechanik ansieht, wird die Ursache schnell klar: diese ist aus Kunststoff gefertigt, welches ausleiert und bricht. Die Firma Synchro Gearboxes in England baut diese Teile aus Metall nach und sorgt mit einer veränderten Schaltkinematik auch für eine Schaltwegeverkürzung.
So sieht das dann bei mir eingebaut aus:
Okay- und wie hat der Original-Hebel eigentlich ausgesehen? So:
Der Hebel und die Kugel haben Risse und sind mehrfach gebrochen. Bei dem neuen Metallteil wird das nicht mehr passieren.
Ja und wie schaltet es sich jetzt damit? Knackiger, präziser und mit kurzen Wegen. Trotzdem wird aus der Defender-Schaltung keine Golf-Schaltung - aber es kommt dem Ganzen näher. Der Kraftaufwand ist trotzdem höher als bei einem "normalen" Auto. Insbesondere das Einlegen des Rückwärtsgangs ist nichts für Schwächlinge.
Der Schalthebel kommt durch die höhere Anlenkung etwa 2 cm höher als vorher. Was durchaus vorteilhaft ist, da ich sowohl eine erhöhte Cubby Box als auch einen gepolsterten Deckel darauf habe:
Der Schalthebel kommt durch die höhere Anlenkung etwa 2 cm höher als vorher. Was durchaus vorteilhaft ist, da ich sowohl eine erhöhte Cubby Box als auch einen gepolsterten Deckel darauf habe:
Montag, 15. August 2016
Oh Gott fahre ich wenig...
54.508 km zeigt der Tacho. Ein Blick in einen alten Post zeigt, dass ich die 50.000 km Marke am 20.11.2014 geknackt hatte.
Also nach Adam Riese bin ich in den letzten 634 Tagen im Schnitt 7 km pro Tag gefahren.
Das erklärt, warum sich bei diesem Blog wenig tut. Zwischenzeitlich wollen fünf Autos bewegt werden. Im Winter tut mir der Defender leid und im Sommer fahre ich Cabrio. Weitere Strecken mit einem anderen Auto - was bleibt dann noch?
Aber hergeben bringe ich nicht über's Herz. Ich beruhige mich damit, dass die Preise nach Einstellung des Defenders gestiegen sind und dies mal ein Sammlerobjekt werden könnte.
Ausserdem ein ideales Fahrschulauto für meinen Sohn: Untersetzung rein und nichts kann passieren.
Edit 2019: ich habe die 70.000 km Marke geknackt. Also fast 20 km/Tag - ein Fortschritt.
Edit 2019: ich habe die 70.000 km Marke geknackt. Also fast 20 km/Tag - ein Fortschritt.
Lackierte Spiegelarme und Hecktraverse
Lackierte Spiegelarme? Jetzt übertreibt er es aber: der Gipfel der Degeneration.
Tja. Die Spiegelarme waren wie üblich beim Defender stark korrodiert. Normalerweise würde ich die austauschen lassen, denn die Spiegel kosten nur eine Handvoll Euro. Aber das sind beheizbare (!) Spiegel. Also habe ich die Arme in Wagenfarbe lackieren lassen:
Die Scharniere sind übrigens aus Edelstahl. Auch lackiert.
Und die Hecktraverse? Ja, trotz meines Einsprühens mit Wachs hat sie doch leichte Rostansätze gezeigt. Blöderweise unter den Schrauben. Also abschleifen und lackieren lassen. Diesmal nicht in Wagenfarbe sondern die Originalfarbe: seidenmatt, schwarz.
Ich möchte den Neuzustand erhalten - und bislang ist mir das ganz gut gelungen.
Tja und das alles im Rahmen der Jahresinspektion zum kleinen Preis von 1.780 Euro.
Edit Sommer 2017: die Lackierung der Hecktraverse hat nicht lange gehalten. Ein paar Monate später kamen schon wieder kleinere Roststellen durch. Und die Schrauben/Muttern rosten. Wurde kostenlos durch eine erneute Neulackierung behoben. Und Edelstahl Schrauben/Muttern. Mal sehen, wie lange es diesmal hält.
Tja. Die Spiegelarme waren wie üblich beim Defender stark korrodiert. Normalerweise würde ich die austauschen lassen, denn die Spiegel kosten nur eine Handvoll Euro. Aber das sind beheizbare (!) Spiegel. Also habe ich die Arme in Wagenfarbe lackieren lassen:
Die Scharniere sind übrigens aus Edelstahl. Auch lackiert.
Und die Hecktraverse? Ja, trotz meines Einsprühens mit Wachs hat sie doch leichte Rostansätze gezeigt. Blöderweise unter den Schrauben. Also abschleifen und lackieren lassen. Diesmal nicht in Wagenfarbe sondern die Originalfarbe: seidenmatt, schwarz.
Ich möchte den Neuzustand erhalten - und bislang ist mir das ganz gut gelungen.
Tja und das alles im Rahmen der Jahresinspektion zum kleinen Preis von 1.780 Euro.
Edit Sommer 2017: die Lackierung der Hecktraverse hat nicht lange gehalten. Ein paar Monate später kamen schon wieder kleinere Roststellen durch. Und die Schrauben/Muttern rosten. Wurde kostenlos durch eine erneute Neulackierung behoben. Und Edelstahl Schrauben/Muttern. Mal sehen, wie lange es diesmal hält.
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Versiegelung
Montag, 16. November 2015
Wintervorbereitungen
Die guten Nokian Winterreifen hat er jetzt wieder drauf. Geputzt ist er auch. Geputzt? In einem Anfall von geistiger Umnachtung habe ich die Poliermaschine rausgeholt und ihn danach eingesalbt mit Wachs. Zwei Tage Arbeit. Glänzt wie ein Spiegel.
Dann noch eine Keramik-Versiegelung, aus dem schönen Korea, namens Gyeon View auf der Frontscheibe appliziert und schon steht er so da:
Dann wollte ich noch das Antennenthema lösen. Es knackt und knarzt im Radio. Antennenfuss mit Masse verbunden. Leider fehlgeschlagen. Irgendwann muss ich das ganze Teil austauschen.
Hmm und die Standheizung ist noch eine Baustelle. Wird nicht mehr so warm wie früher. Muss ich doch mal in die Werkstatt fahren.
Dann noch eine Keramik-Versiegelung, aus dem schönen Korea, namens Gyeon View auf der Frontscheibe appliziert und schon steht er so da:
Dann wollte ich noch das Antennenthema lösen. Es knackt und knarzt im Radio. Antennenfuss mit Masse verbunden. Leider fehlgeschlagen. Irgendwann muss ich das ganze Teil austauschen.
Hmm und die Standheizung ist noch eine Baustelle. Wird nicht mehr so warm wie früher. Muss ich doch mal in die Werkstatt fahren.
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Winter
Sonntag, 13. September 2015
Der letzte seiner Art
Nun dürfte es niemanden mehr entgangen sein, dass das Unausweichliche eingetreten ist, welches wir so lange ungläubig verleugnet haben: die Produktion des Defenders wird eingestellt. Und zwar ersatzlos.
Nun mag man die Vorschriften der EU zu Sicherheit und Umweltschutz dafür verdammen oder die gierigen Kaufleute bei Land Rover, die aus dem Fahrzeug keinen Profit mehr darstellen können - aber das ist (a) belanglos und (b) zu kurz gegriffen.
Der Begriff der "Nachhaltigkeit" ist wieder modern geworden - und der Defender erfüllt diese Kriterien par excellence. Gefertigt nach einer anachronistischen Methode, auf lange abgeschriebenen Produktionsstätten in Handarbeit, basierend auf einer Technik - welche mit Ausnahme vom aktuellen Motor/Getriebe - bereits beim Erscheinen 1948 veraltet war und nur sehr verhalten weiterentwickelt wurde.
Diese Technik sorgt dafür, dass man automatisch verhalten und bedächtig fährt, Ballungszentren vermeidet und damit exakt das Ergebnis produziert, für welches eigentlich Gesetze und Vorschriften im Automobilbereich sorgen sollten: wenig Schadstoffe und hohe Sicherheit.
Ja, die Schadstoffbelastung der Luft aus Verkehr wurde sich in Deutschland durch diverse Umweltvorschriften in den letzten 30 Jahren trotz gestiegenen Verkehrsaufkommen permanent reduziert - aber nicht so deutlich, wie die ominösen EU-Normen nach eine völlig untauglichen Prüfzyklus uns vorgaukeln. Denn der wichtigste Hebel fehlt dem Gesetzgeber (noch): weniger und langsamer zu fahren. Oder Defender zu fahren. Da macht man das automatisch.
Defender zeichnen sich auch durch eine erstaunliche Lebensdauer aus. Belastbare Daten liegen zwar nicht vor, aber alles deutet darauf hin, dass ein Defender länger lebt, als die durchschnittlichen 18 Jahre, nach denen ein Auto statistisch in Deutschland in der Schrottpresse landet. Und das typische Auto belastet seine Umwelt mehr durch Produktion und Verschrottung als dem reinen Betrieb.
Aber die sagenumwobene Lebensdauer des Defender liegt nicht etwa an seiner ausgefeilten und zuverlässigen Technik - ganz im Gegenteil - sondern daran, dass alles an ihm so primitiv ist, dass selbst handwerklich einigermassen begabte Menschen ihn am Laufen halten können. Und erstaunlicherweise finden sich unter den Defender-Besitzern viele handwerklich begabte Menschen. Man verwechsle hier nicht Ursache und Wirkung: in der Händen eines typischen Audi-Fahrers würde der Defender auch nicht länger leben als ein Audi.
Nur der Audi-Fahrer kauft sich keinen Defender. Denn die Belastungen, die einem bei Betrieb und Unterhalt eines Defenders aufgebürdet werden, übersteigen heute die Leidensfähigkeit unseres durchschnittlichen zivilisierten Autofahrers.
Damit kommen wir zu einem weiteren Vorteil des Defenders: er ist relativ günstig. Bevor jetzt der Aufschrei losgeht "... wie kann man ein Auto für 40.000 Euro billig nennen?" beachte man das Wörtchen "relativ". Relativ zu seinen Fähigkeiten und Nutzwert. Blöd ist nur, dass niemand mehr dessen Fähigkeiten und Nutzwerte braucht. Man erinnere sich daran, dass dieses Fahrzeug dafür gedacht war, um nach dem Krieg auf unpassierbaren Strassen einige landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben.
Daher soll dies auch nicht der Nachruf eines hoffnungslosen Nostalgikers darstellen sondern nur eine nachdenkliche Glosse.
Edit 2016: mit der Einstellung des Defenders sind auch die Preise gestiegen. Die letzten Sondermodelle wurden teilweise mit astronomischen Aufschlägen versucht zu vermarkten. Auch die Gebrauchtwagenpreise sind geklettert. Der Grund dafür ist, dass der Defender als Kult- und Anlageobjekt gesehen wird.
Wer ebenfalls dieser Meinung ist, und einen Defender hat (oder sich anschaffen will), sollte meine Hinweise unter "Zen - oder die Kunst einen Defender zu verändern" lesen.
Nun mag man die Vorschriften der EU zu Sicherheit und Umweltschutz dafür verdammen oder die gierigen Kaufleute bei Land Rover, die aus dem Fahrzeug keinen Profit mehr darstellen können - aber das ist (a) belanglos und (b) zu kurz gegriffen.
Der Begriff der "Nachhaltigkeit" ist wieder modern geworden - und der Defender erfüllt diese Kriterien par excellence. Gefertigt nach einer anachronistischen Methode, auf lange abgeschriebenen Produktionsstätten in Handarbeit, basierend auf einer Technik - welche mit Ausnahme vom aktuellen Motor/Getriebe - bereits beim Erscheinen 1948 veraltet war und nur sehr verhalten weiterentwickelt wurde.
Diese Technik sorgt dafür, dass man automatisch verhalten und bedächtig fährt, Ballungszentren vermeidet und damit exakt das Ergebnis produziert, für welches eigentlich Gesetze und Vorschriften im Automobilbereich sorgen sollten: wenig Schadstoffe und hohe Sicherheit.
Ja, die Schadstoffbelastung der Luft aus Verkehr wurde sich in Deutschland durch diverse Umweltvorschriften in den letzten 30 Jahren trotz gestiegenen Verkehrsaufkommen permanent reduziert - aber nicht so deutlich, wie die ominösen EU-Normen nach eine völlig untauglichen Prüfzyklus uns vorgaukeln. Denn der wichtigste Hebel fehlt dem Gesetzgeber (noch): weniger und langsamer zu fahren. Oder Defender zu fahren. Da macht man das automatisch.
Defender zeichnen sich auch durch eine erstaunliche Lebensdauer aus. Belastbare Daten liegen zwar nicht vor, aber alles deutet darauf hin, dass ein Defender länger lebt, als die durchschnittlichen 18 Jahre, nach denen ein Auto statistisch in Deutschland in der Schrottpresse landet. Und das typische Auto belastet seine Umwelt mehr durch Produktion und Verschrottung als dem reinen Betrieb.
Aber die sagenumwobene Lebensdauer des Defender liegt nicht etwa an seiner ausgefeilten und zuverlässigen Technik - ganz im Gegenteil - sondern daran, dass alles an ihm so primitiv ist, dass selbst handwerklich einigermassen begabte Menschen ihn am Laufen halten können. Und erstaunlicherweise finden sich unter den Defender-Besitzern viele handwerklich begabte Menschen. Man verwechsle hier nicht Ursache und Wirkung: in der Händen eines typischen Audi-Fahrers würde der Defender auch nicht länger leben als ein Audi.
Nur der Audi-Fahrer kauft sich keinen Defender. Denn die Belastungen, die einem bei Betrieb und Unterhalt eines Defenders aufgebürdet werden, übersteigen heute die Leidensfähigkeit unseres durchschnittlichen zivilisierten Autofahrers.
Damit kommen wir zu einem weiteren Vorteil des Defenders: er ist relativ günstig. Bevor jetzt der Aufschrei losgeht "... wie kann man ein Auto für 40.000 Euro billig nennen?" beachte man das Wörtchen "relativ". Relativ zu seinen Fähigkeiten und Nutzwert. Blöd ist nur, dass niemand mehr dessen Fähigkeiten und Nutzwerte braucht. Man erinnere sich daran, dass dieses Fahrzeug dafür gedacht war, um nach dem Krieg auf unpassierbaren Strassen einige landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben.
Daher soll dies auch nicht der Nachruf eines hoffnungslosen Nostalgikers darstellen sondern nur eine nachdenkliche Glosse.
Edit 2016: mit der Einstellung des Defenders sind auch die Preise gestiegen. Die letzten Sondermodelle wurden teilweise mit astronomischen Aufschlägen versucht zu vermarkten. Auch die Gebrauchtwagenpreise sind geklettert. Der Grund dafür ist, dass der Defender als Kult- und Anlageobjekt gesehen wird.
Wer ebenfalls dieser Meinung ist, und einen Defender hat (oder sich anschaffen will), sollte meine Hinweise unter "Zen - oder die Kunst einen Defender zu verändern" lesen.
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Defender; Technik
Sonntag, 6. September 2015
Keine Meldungen in 2015?
Das hat zwei Gründe: erstens mal ist nichts passiert, und zweitens bin ich nicht viel gefahren in den letzten zwölf Monaten, denn der Defender hatte sowohl im Winter (ehrlich gesagt: ein Allrad-Golf fährt sich im Winter angenehmer als ein Defender) als auch im (zur Abwechslung mal schönen) Sommer harte Konkurrenz, wie man im Hintergrund erkennen kann:
Aber bei der vorgeschriebenen, jährlichen Inspektion war er doch.
Hier wurde das Öl gewechselt - und zwar (bereits zum zweiten Mal) gegen Mobil 1 New Life 0W40. Nicht freigegeben, sagen jetzt die "Experten"- vorgeschrieben ist 5W30. Und genau letzterem traue ich nicht.
In keinem Porsche Carrera wird man z.B. so ein Öl finden - die fahren alle (TraTra) Mobil 1 0W40 - wobei die ganzen Eingefleischten dort sogar das "Peak Life" 5W50 einsetzen. Auf jeden Fall läuft der Motor des Defender etwas ruhiger mit diesem Öl.
Edit: nicht nachmachen. Besonders nicht, wenn das Fahrzeug noch in der Garantiezeit ist und/oder einen DPF hat. Bei mir trifft beides nicht zu.
Was wurde ausserdem noch gemacht?
Aber bei der vorgeschriebenen, jährlichen Inspektion war er doch.
Hier wurde das Öl gewechselt - und zwar (bereits zum zweiten Mal) gegen Mobil 1 New Life 0W40. Nicht freigegeben, sagen jetzt die "Experten"- vorgeschrieben ist 5W30. Und genau letzterem traue ich nicht.
In keinem Porsche Carrera wird man z.B. so ein Öl finden - die fahren alle (TraTra) Mobil 1 0W40 - wobei die ganzen Eingefleischten dort sogar das "Peak Life" 5W50 einsetzen. Auf jeden Fall läuft der Motor des Defender etwas ruhiger mit diesem Öl.
Edit: nicht nachmachen. Besonders nicht, wenn das Fahrzeug noch in der Garantiezeit ist und/oder einen DPF hat. Bei mir trifft beides nicht zu.
Was wurde ausserdem noch gemacht?
- Klimaanlage neu befüllt. Nach fast sechs Jahren ist das Zeit, da das Kältemittel im Laufe der Zeit doch diffundiert. Angeblich 15% pro Jahr.
- Hintere Bremsen instandgesetzt - das Fahrzeug zog (wieder mal) schief beim Bremsen. Offensichtlich hat der Vollpfosten, der mir vor zwei Jahren die hinteren Bremsen getauscht hat, die Bremskolben nicht korrekt montiert. Nie mehr freie Werkstätten.
- Ozonbehandlung im Innenraum. Das entfernt in der Tat alle Gerüche, die sich über die Zeit so ansammeln können und sterilisiert den Innenraum. Kann nicht schaden.
- Ach und Kleinigkeiten, wie der Rückfahrscheinwerfer, der nicht mehr ging oder die vordere Scheinwerferblende, welche korrodiert war
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Defender; Technik,
Inspektion
Montag, 29. Dezember 2014
Allrad in anderer Verpackung
Irgendwie war es mir nach einem alltagstauglichen, kleinen und schnellen Auto. Das Leasingangebot war verlockend - also habe ich zugegriffen. Seit Dezember steht er vor der Tür:
Nur 4 Zylinder und 2 Liter Hubraum - aber der Turbolader haucht ihm 300 PS ein. Allradantrieb, Automatik.
Ach so: den Defender ersetzt er nicht - sondern er ergänzt ihn.
Klein? Alles eine Frage der Perspektive:
Nur 4 Zylinder und 2 Liter Hubraum - aber der Turbolader haucht ihm 300 PS ein. Allradantrieb, Automatik.
Ach so: den Defender ersetzt er nicht - sondern er ergänzt ihn.
Klein? Alles eine Frage der Perspektive:
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