Sonntag, 5. Februar 2012

Kältetod

Kaum ist man zwei Wochen (ohne Defender) in Mexiko und es hat zu Hause zwischenzeitlich minus 20 Grad, ist der Defender auch schon tot. Die Fahrertür ist völlig eingefroren und geht nicht auf, die Batterie ist leer. Der über Land Rover Assistance gerufene ADAC kann auch mit Fremdstarten den Motor nicht zum Leben erwecken und schleppt ihn nach über einer Stunde vergeblichen Experimentieren zum nächsten Händler:

Man könnte sagen, er ist den Kältetod gestorben. Wahrscheinlich ist der Diesel eingefroren. Verdammt: ich habe ausgerechnet vor dem Urlaub kein Aral Ultimate getankt. Das ist mir eine Lehre - nie wieder - der einzige Sprit ohne Biodiesel-Anteil.

Nur der bei Sixt angemietete BMW 530d hatte jedoch mit den herrschenden Minusgraden auch seine Probleme: erst ging die Fahretür nicht zu; dann nicht mehr auf. Also wurde es ein Volvo XC60.

Der weisse X3 rechts im Bild fuhr übrigens jeden Tag tadellos.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Vergleichstest mit Defender 2.2 MY12

Die Zeitschrift OFF ROAD hat den neuen 2012er Defender 90 TD4 mit 2.2 Liter Motor von Land Rover zum Testen erhalten. Ich wurde heute gebeten, meinen Defender mit dem "alten" 2.4 Liter Motor zum Vergleich zur Verfügung zu stellen.

Also ab nach Langenaltheim. Dort gibt es einen Offroadpark. Und da stand ein nagelneuer Defender, den ich gleich mal geentert habe. Leiser war er. Und recht spritzig. Einen Unterschied zu meinem Motor konnte ich sonst nicht erkennen. Am Schluss waren alle Autos ziemlich dreckig:


Der MY12 verschränkt besser, weil er hinten keinen Stabilisator hatte. 90er auf Stahlfelgen werden immer ohne Stabilisator ausgeliefert. Auf der Strasse konnte ich keinen Unterschied feststellen. Aber den Berg kam der MY12 viel besser hoch. Man kann das auf dem Bild schlecht erkennen, aber das ist eine 100 Prozent Steigung.


Der einzige Unterschied im Motorraum ist der Dieselpartikelfilter im MY12. Dieser wurde sehr elegant und offroad-tauglich verbaut - nicht wie üblich irgendwo unter dem Auto sondern geschickt im Motorraum. Und dann noch eine andere Schallschluckabdeckung. Die wird wohl nicht für den leiseren Lauf verantwortlich sein sondern die modifizierte Einspritzanlage.

 

Im Hintergrund ist der neue Defender zu erkennen; im Vordergrund meiner:

Bei der Rückfahrt über die Autobahn konnte ich trotz Chiptuning den neuen Defender nicht abhängen - der ist erst bei ca. 150 km/h abgeregelt und recht viel schneller geht meiner auch nicht. Der Motor erscheint wirklich etwas kräftiger als der 2.4 Serienmotor.

So und was sind jetzt die echten Unterschiede zwischen Defender 2.4 und 2.2? Der 2.2...

  • hat einen Dieselpartikelfilter (DPF)
  • dadurch einen bis zu 10% höheren Verbrauch - je nach Fahrprofil
  • ist schneller, da bei ca. 150 statt 135 km/h abgeregelt
  • ansonsten gleiche Fahrleistungen
  • etwas leiser
  • leicht verbessertes ABS von Bosch
  • verbesserte Türdichtungen unten
  • eine LKW statt PKW Zulassung
  • eine Befestigung des Tankdeckels durch ein Gummiband
  • Instrumentenbeleuchtung mit LED statt Glühlampen
  • und einen gewichtsoptimierten Öffnungshebel für die Hecktür mit Löchern

Samstag, 5. November 2011

Vorbereitungen für den Winter

Wenn ich mir so ansehe, was ich alles in Vorbereitung für den Winter getan habe, zweifle ich manchmal an mir. Vielleicht bin ich doch zwanghaft besessen?
  • Der Unterbodenschutz wurde ausgebessert und nachgelegt.
  • Der Motorraum wurde gereinigt und mit Wachs konserviert
  • Der Wagen wurde gewaschen, poliert und mit 1Z Hartglanz versiegelt
  • Die Scheiben wurden mit Nanolex Ultra Scheibenversiegelung behandelt
  • Die Gummidichtungen wurden mit Swizöl GumFeed eingelassen
  • Alle Stahlschrauben aussen wurden mit Fluid Film Gel gefettet
  • Die Scheibenwischer wurden durch SilBlades ersetzt
  • Das Wischwasser wird durch ein AlphaTherm Heatshot erwärmt
  • Ein Snow Cover schützt den Heizungslufteinlass
  • Ein Air Dry Auto-Entfeuchter (Granulatbeutel) sorgt dafür, dass es im Innenraum nicht feucht wird und die Scheiben nicht beschlagen
  • Eine Webasto Standheizung mit Funkfernbedienung ist vorhanden
Ach und jetzt kommen bestimmt die Kommentare "... na, hast Du was wichtiges in dem ganzen Wahnsinn vergessen? Die Winterreifen?". Nein, habe ich nicht vergessen. Ich vertraue wie in den letzten beiden Winter auf meine Goodyear Wrangler DuraTrac, die bislang sowohl im Sommer als auch im Winter vorzüglich funktioniert haben.

So und jetzt hat's draussen 20 Grad und Sonne. Wo ist der Winter?

Snow Cover für den Winter

Die Ansaugung der Frischluft für die Heizung erfolgt beim Defender oben auf dem Kotflügel. Darauf ist ein Plastikgitter geschraubt. Natürlich kann dort ungehindert Wasser eindringen und sorgt dann für beschlagene Scheiben. Im Winter kann sich dort Schnee aufhäufen und sorgt dafür, dass keine Frischluft mehr angesaugt werden kann.

Aus diesen Grund habe ich vor dem letzten Winter dieses Plastikgitter durch eine Lufthutze aus Alu ersetzt. Nun habe ich diese wiederum durch ein richtiges Snow Cover ersetzt:

In Ermangelung an echten Schnee kann ich bei dieser Vorrichtung nur empirisch den Nutzen ableiten: Schnee, Wasser etc. haben keine Chance mehr, in die Lüftung zu geraten. Das Snow Cover ist aus Alu Edelstahl und schwarz pulverbeschichtet.

In dem Zusammenhang habe ich auch gelernt, wenn man Aluteile mit Stahlschrauben befestigt, dass diese zum Rosten anfangen und das Alu unter dem Schraubenkopf auch korrodiert. Selbst wenn das Alu pulverbeschichtet ist. Das Ganze nennt man Physik. Siehe Opferanode. Erkennen konnte man das an dem Alu-Lochblech für die seitliche Luftansaugung, dass ich letzten Winter statt des Plastikteils dort hingeschraubt hatte. Also: Schrauben einfetten und Plastikbeilagscheiben drunter.

Samstag, 15. Oktober 2011

Garantiearbeiten, Silencer, Silblades und Heatshot

Nachdem die Scheibenwischer im Winter immer vereisen, habe ich zu drastischen Massnahmen gegriffen. Zuerst wurde die Scheibenwischer ausgetauscht gegen Silblades:
Das sind Silikon Wischerblätter, die angeblich Wunder bewirken sollen: bleiben bei arktischer Kälte und tropischer Hitze immer gleich flexiblel und halten ewig. Kosten auch entsprechend.

(Edit 2012): Die Silblades haben gerade mal ein halbes Jahr gehalten - danach haben sie streifig gewischt. Also ausgetauscht gegen herkömmliche Bosch Wischer.

Dann wurde ein AlphaTerm Heatshot eingebaut. Das kann man sich vorstellen wie einen kleinen Boiler, der zwischen Wischwasser und Waschdüsen geschaltet wird. Erwärmt das Wischwasser auf 80 Grad. Kommt aus USA und ist auch nicht billig.

(Edit 2013): Das Heatshot hat mich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Obwohl man es direkt an die Batterie anschliessen soll, da es angeblich anhand der Spannung erkennt, ob die Zündung an oder aus ist und sich entsprechend aktiviert, hat es auch in Ruhe permanent Strom gezogen. Bis ich da draufgekommen bin, habe ich eine Batterie durch Tiefentladung ruiniert und ab und zu fremdstarten müssen.

Dann wurden "Silencer" oder "Spring Isolator" zwischen Federn und Karosserie eingebaut. Das sind ca. 1 cm dicke Hartgummischeiben, die für etwas Dämpfung sorgen sollen:
Bislang kann ich jedoch keinen grossen Effekt feststellen.

Dann stand der Defender fast zwei Wochen in der Werkstatt für Garantierarbeiten. Es wurden u.a. ausgeführt:
  • Lackierung des kompletten Dachs, da Risse im Lack aufgetreten sind
  • Austausch des Alcantara Dachhimmels wegen Faltenbildung
  • Lackierung der grauen Seitenteile innen in schwarz in diesem Zusammenhang
  • Austausch der kompletten Schliessanlage weil das Zündschloss hakelte und das Türschloss verrostet war
  • Austausch der Vakkuumpumpe wegen Ölundichtigkeit
  • Austausch der Steckachsen hinten
  • Revision der Achsgelenke
  • Ein paar rostige Teile getauscht
  • ... und vieles anderes mehr ...
Und zu guter Letzt habe ich endlich einen Schlüssel mit integrierter Fernbedienung:
aus Italien. Das ist eine echte Bereicherung, da man nicht mehr den unförmigen Schlüssel plus Fernbedienung in der Hosentasche rumträgt.

Das Ganze hat die Kleinigkeit von ca. 1.500 Euro gekostet - aber wenn ich die Garantiearbeiten hätte zahlen müssen, bestimmt das dreifache.

Sonntag, 25. September 2011

Motordämmung

Nachdem in englischen Foren die Dämmkits von Noise Killer über den grünen Klee gelobt wurden - und hier insbesondere die Engine Blankets, welche wahre Wunder bewirken soll, war ich motiviert, so ein Teil zu bekommen.

Hmm die Engländer liefern nicht nach Deutschland; also bei Stock & Stein - und dort gibt es nur komplette Kits und nicht das Engine Blanket einzeln. Also habe ich mir das Kit für den TD4 vorne bestellt. Kam dann auch in vielen Einzelteilen. Leichte Verzweiflung.

Aber nachdem ich ja eigentlich nur die Engine Blanket haben wollte, habe ich diese einfach genommen und auf den Motor gelegt und irgendwie angebunden:


Die gelieferte Engine Blanket ist übrigens wie ein L geformt; d.h. ein Teil verschwindet hinten zwischen Motor und Spritzwand. Das sieht man auf dem Bild nicht.

Hmm ja - ein wenig bringt es - aber nicht die Welt. Was aber wahrscheinlich auch daran liegt, dass mein Wagen bereits ziemlich mit Alubutyl ausgekleidet ist: kompletter Wagenboden hinten plus Radkästen, kompletter Dachhimmel und Fussbereich vorne.

Auf dem Foto sieht man auch, dass ich zwei Matten aus dem Kit auch auf der Motorhaube angebracht habe. Darunter habe ich Alubutyl geklebt, da ich der Konsistenz dieser Teile nicht so recht traue. Ergebnis: bringt gar nichts. Pappen auch nicht richtig. Musste mit Kleber nachhelfen. Es wären noch 14 andere kleine Matten dabei, die man schön in jede Aussparung der Motorhaube kleben könnte - das lasse ich aber lieber bleiben.

Andere Defenderfahrer berichten Wunderdinge davon, dass sie eine grosse, schalldämmende Matte unter die komplette Motorhaube geklebt haben. Auch das wage ich nicht.

Denn eigentlich: er ist leise genug.

Freitag, 2. September 2011

Neue Pulverbeschichtung auf den Felgen

Und da entdeckte ich doch tatsächlich einige unschöne Stellen an den pulverbschichteten Rädern - sah aus, als ob die Pulverbeschichtung aufblüht. Kurz den Kalender gecheckt - vor 20 Monaten machen lassen - noch Garantie drauf.

Anstandslos wurden die Felgen neu pulverbeschichtet, was natürlich ein enormer Aufwand war: Wagen aufbocken, alle fünf Räder abschrauben, Reifen abziehen, chemisch entlacken, sandstrahlen, pulverbeschichten, Reifen wieder aufziehen, neu auswuchten, draufschrauben - fertig.

Aber jetzt sehen sie natürlich wieder aus wie neu:

Freitag, 26. August 2011

Handschuhfach, Türgriffe und Typenschild

Der Defender bekam ein richtiges Handschuhfach. Dazu gibt es bei verschiedenen Anbietern Umbausätze - also gleich eingebaut. Na ja, nicht so wie bei normalen Autos - Defender halt:

Die Hartplastik-Türgriffe mussten Lederschlaufen weichen:

Und hinten wurde der eklige Defender Aufkleber ersetzt durch ein Nostalgie Typenschild, das dem Original vor 60 Jahren nachempfunden ist:

Befestigt mit vier massiven Nieten. Das Fotomodell hat dabei geholfen.

Bei der Gelegenheit wurde das Lenkrad wieder geschwärzt. ColourLock Tönung aus dem Lederzentrum hat geholfen. Auf deren Webseite wurde auch der Grund für die Malaise erkannt: das Lenkrad ist mit Büffelleder bezogen. Das ist zwar sehr griffsymphatisch aber als offenporiges Anilinleder auch sehr pflegeintensiv. Problem erkannt - Problem gebannt.

Montag, 22. August 2011

Auch von unten und innen muss er schön sein

Also hatte ich den Defender beim Künstler für Unterboden und Hohlräume, der mit speziellen Reinigungsgeräten, Wachsen und Ölen wie Mike Sanders, den verborgenenen Seiten des Defenders zu Leibe rückt. Der Defender hatte zwar schon vor Auslieferung vom Händler Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung bekommen - aber Kontrolle schadet nicht.

Und tatsächlich: alles erstrahlt im neuen Glanz. Selbst der Motorraum sieht aus wie neu und wurde konserviert. So kann ein Motor nach zwei Jahren wieder aussehen:



Der Unterboden hatte zumindest optisch bereits etwas gelitten. Achsen und andere Aufhängungsteile waren nach zwei Wintern mit leichten Rost befallen. Dieser wurde professionell beseitigt; mit Primer behandelt und schwarzen Wachs überstrichen. Die Hohlräume waren alle noch okay und rostfrei.


Donnerstag, 18. August 2011

Vorsorgeuntersuchung

Jetzt kommt er in die Jahre (immerhin schon zwei Jahre alt) und ich treffe Vorsorge. Bei den Felgen platzt die Pulverbeschichtung an einige Stellen ab - reklamiert beim Reifenhändler (hat ja noch Garantie) und der hat versprochen, die Felgen noch einmal komplett neu zu Beschichten. Wird übernächste Woche gemacht.

Und dann habe ich heute ihn zu einer Rostschutzfirma zur Nachsorge gebracht. Die schauen sich den Unterboden und Hohlräume noch einmal an und bessern aus, wenn irgendetwas fehlt. Die selben Leute haben meinen 28 Jahre alten Porsche wieder (von unten) in Neuzustand versetzt - so etwas habe ich noch nie gesehen.

Sonntag, 7. August 2011

Dachhimmel aus Alcantara

Seit ein paar Tagen ist der Defender zurück aus der Werkstatt. Alles wurde wie üblich anstandslos und gründlich erledigt. Verrostete Teile auf Garantie getauscht. Die Radkästen wurden mit Alubutyl als Dämmung beklebt. Die grosse Sensation war jedoch der Dachhimmel: dieser wurde von einem Sattler mit schwarzen Alcantara bezogen. Während der Dachimmel draussen war, hat der Händler das Dach flächig mit Alubutyl gedämmt.

So sieht das jetzt bei unserem üblichen Regenwetter aus (die Fotos sind ziemlich schlecht, denn bei Gegenlicht ein schwarzes Teil zu fotografieren, fällt nicht leicht - die Struktur wird auch durch den Blitz verfäscht - sie ist gleichmässig schwarz):


Auch die Sonnenblenden wurden nicht vergessen:



Zwei kleine Probleme sind trotzdem aufgetreten:
  1. Wenn man von hinten gegen das Licht auf den Himmel schaut, erkennt man, dass er wellig ist. Der Händler schwört jedoch, dass er glatt war, als er vom Sattler kam und montiert wurde. Wir können uns das nur dadurch erklären, dass der verwendete Kleber den Kunststoff des Himmels angelöst hat. Wir bestellen nun einen neuen Himmel, lassen den noch einmal machen und beobachten den in der Werkstatt des Händlers eine Zeitlang
  2. Die Seitenteile an den Fenstern sind nicht schwarz sondern dunkelgrau. Wenn wir den neuen Himmel dann einbauen, werden wir diese schwarz lackieren.
Die Idee mit dem Holzboden wurde erst einmal verworfen. Zwei Gründe:
  1. Sauteuer. Das angefragte Original Yacht-Teakdeckholz ist unglaublich teuer. Eine Platte sollte über 1000 Euro kosten.
  2. Sehr aufwändig. Man kann den Holzboden entweder flächig verkleben (dann bekommt man ihn nie wieder raus) oder mit einer flexiblen Unterlage fest verschrauben.
Startech sollte dafür ungefähr 3000 Euro. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob mir das gefällt. Und wenn ich dann einen mehrere tausend Euro teuren Holzboden verkratze, ärgere ich mich bestimmt.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Zweite Jahresinspektion beauftragt

Kaum versieht man sich, ist wieder ein Jahr rum und der Defender hat Sehnsucht nach seiner Werkstatt. Diese ist in Landsberg bei Kohler. 10.000 km bin ich im zweiten Jahr gefahren. Beauftragt wurde ausser der Inspektion folgendes:
  • Rückrufaktion Handbremse: da kam so ein Wisch von Land Rover; muss wahrscheinlich gemacht werden
  • Alle Öle wechseln in allen der zahlreich vertretenen Getriebe: zwar nicht im Inspektionsplan, beruhigt jedoch ungemein
  • Klappern der Kardanwelle beim Ausrollen: nicht immer, aber immer öfter. Kreuzgelenke? Spiel?
  • Korrosion an Spiegelarmen, Hecktritt und Einstiegsschweller habe ich entdeckt – der Händler entdeckt wahrscheinlich noch mehr
  • Wenn die Schweller wirklich gewechselt werden sollen, sollte auch wieder die schwarze 3M Safetywalk Folie auf die silbernen Riffelbleche geklebt werden
Tja und dann kamen die speziellen Sonderwünsche:
  • Dachhimmel abmontieren und mit schwarzen Alcantara beziehen
  • Wenn der Dachhimmel schon mal weg ist, Alubutyl zur Dämmung unters Dach kleben
  • Sitze wegmontieren und Alubutyl auf die Radkästen kleben
  • Wenn die Sitze schon mal weg sind, den Teppich im Laderaum durch einen Teak Deckboden ersetzen
Jetzt sind wir mal alle gespannt (1) wie es aussieht, (2) wie lange das dauert und (3) was es kostet.

Montag, 31. Januar 2011

Erfahrungen im Winter

Der zweite Winter mit dem Defender und er verläuft weitgehend unauffällig.

Diesen Winter habe ich ja erstmals eine Standheizung drin - aber ich muss sagen, man braucht sie nicht so dringend. Nach einer halben Stunde ist der Innenraum zwar behaglich warm (aber nicht der Motor, da Luftheizung). Wenn man dann die Tür ein paar Mal auf und zu macht, ist viel von der warmen Luft wieder draussen. Und wenn man dann den Motor startet, hat man die Wahl mit Gebläse loszufahren und gleich wieder kalte Luft reinzublasen oder ohne Gebläse und mit beschlagenen Scheiben (die Frontscheibenheizung hilft aber ziemlich gut).

An den steil stehenden Scheiben setzt sich nur wenig Schnee fest und die Standheizung tut ihr übriges dazu, um die Reste davon zu entfernen - ich musste niemals kratzen oder kehren. Der Schnee auf der Motorhaube wird dann beim Fahren davongeblasen. Dabei tritt ein weiteres Phänomen auf: die Scheibenwischer vereisen. Das ist wirklich lästig zudem auch die Scheibenwischanlage einfriert - man sieht nichts.

Weiterhin leuchten die schönen LEDs zwar hell - wenn es nicht schneit. Im Schneegestöber setzen sich die LED-Scheinwerfer sofort zu, da sie im Gegensatz zu herkömmlichen Scheinwerfern nicht warm werden und daher den Schnee nicht abtauen.

Angesprungen ist der Defender stets auf Anhieb - auch Kurzstreckenbetrieb und Standheizungseinsatz macht der Batterie nicht zu schaffen. Er nagelt sehr wenig (wenn man 2T-Öl zugibt) und die Heizung wird nach 5 Minuten warm; nach 15 Minuten sehr heiss. Bei extremer Kälte ist die Schaltung anfangs recht schwergängig; aber das ist bei fast jedem Auto so.

Die Sitzheizung brauche ich eigentlich nicht - entweder ist der Innenraum durch die Standheizung vorgewärmt oder die Stoffsitze werden nicht so unangenehm kalt wie z.B. Ledersitze.

Die Seitenscheiben bleiben (dank nano-Versiegelung?) auch recht sauber; Aussenspiegel ebenfalls. Allenfalls beim Aussenspiegel muss man morgens vor dem Einsteigen kurz mit dem Eiskratzer einmal drübergehen. Scheiben und Spiegel beschlagen kaum.

Über mangelnden Grip der DuraTrac Reifen kann ich micht nicht beschweren - höchstens auf blanken Eis - aber das ist auch bei anderen Autos so.

Bei wirklich hohen Schnee ist der Defender natürlich unschlagbar: egal welche Schneeberge im Wege stehen - man fährt einfach drüber.

Hat der Defender eine Heizung? Siehe mein Beitrag von 2016.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Wieder Ruhe!

In dieser Jahreszeit nagelt der Defender beim morgendlichen Kaltstart bei Minustemperaturen ganz erbärmlich. Da fiel mir auf, dass ich beim letzten Mal aus Faulheit nicht das übliche Aral Ultimate Diesel getankt habe sondern "nur" das Shell V-Power Diesel und ich auch beim Einfüllen von Zweitaktöl geizig war.

Das Resultat: Kaltstartnageln.

Also habe ich jetzt wieder das gute (teure) Ultimate getankt und grosszügig einen halben Liter Zweitaktöl dazugegeben.

Das Resultat: kein Kaltstartnageln.

Gesundheitswarnung: die Brühe ist teuer. Und weniger Verbrauch und mehr Leistung kann ich auch nicht feststellen. Abgase kann ich ausser mit der Nase nicht testen und damit stelle ich auch keinen Unterschied fest. Aber dafür stinkt der Ultimate Diesel nicht übel so wie normaler Diesel und ist klar statt braun.

Samstag, 27. November 2010

Defender Kaufberatung

Immer mehr Leute liebäugeln damit, sich auch einen Defender anzuschaffen. Für diese habe ich eine kleine Kaufberatung erstellt, soweit man es halt in ein paar Zeilen darstellen kann.

Das Wichtigste vorweg: kein Kauf ohne Probefahrt. Was trivial klingt, ist beim Defender essentiell, denn viele unterschätzen, wie sehr sich dieses Fahrzeug von einem "Normalen" unterscheidet. Die Probefahrt sollte auch mind. 30 Minuten Autobahn enthalten, damit man in den "vollen Genuss" der Unterschiede kommt.
  • Defender 90 oder 110 – sprich lang oder kurz?
    • 90 ist ein kurzer Dreitürer mit 4 Sitzen; davon 2 Klappsitze im Kofferraum. Wenn hinten zwei (kleine) Personen sitzen, hat man nicht sehr viel Kofferraum übrig
    • 110 ist ein langer Fünftürer mit 5-7 Sitzen. Die hintere Sitzreihe kann man umklappen – dann hat man einen Riesen-Kofferraum; die 3. Sitzreihe verfügt optional über die selben Klappsitze wie beim 90er
    • Die Sitze ganz hinten sind erst ab 2007 "Menschensitze", d.h. nach vor gerichtet. Vorher waren sie längs zur Fahrtrichtung angeordnet.
    • Der Defender ist zwar absolut klein; aber nicht handlich. Er fühlt sich beim Fahren an wie ein LKW. Der Wendekreis ist gross. Der kurze Defender ist etwas handlicher als der lange - aber immer noch nicht so handlich wie ein modernes Auto mit vergleichbaren Abmessungen.
  • Neu oder alt?
    • Der Defender ist nicht so zuverlässig wie in modern konzipiertes Auto. Es geht schon mal etwas kaputt. Ein neuer hat drei Jahre Garantie; optional verlängerbar
    • Vor 2007 hatte der Defender einen Fünfzylinder Pumpe-Düse Diesel und war technisch etwas veraltet - auch in der Abgasnorm
    • Ab 2007 hat der Defender den Ford Transit Vierzylinder Common-Rail Diesel mit Euro 4, 6-Gang-Getriebe, Buckel auf der Haube und mehr Komfort (Lautstärke, Heizung, Klima)
    • Ab 2011 wird der Defender nur noch als LKW zugelassen (und versichert), um EU Vorschriften zu umgehen. Steuer bleibt jedoch PKW.
    • Ab 2012 wurde der Hubraum bei gleicher Leistung von 2.4 auf 2.2 Liter verkleinert und ein DPF eingebaut, um Euro 5 sicherzustellen.
      • Wer wissen will, was die Unterschiede zwischen 2.4 und 2.2 Modellen ist, lese folgenden Beitrag von mir
      • Ab MY 2015 hat der Defender übrigens auch ESP
    • Gebrauchte Defender sind relativ teuer und haben oft hohe Laufleistungen und manchmal extreme Einsätze. Das Auto ist extrem wertstabil lt. ADAC.
  • Rostschutz?
    • Der Defender ist zwar teilweise aus Alu – aber er rostet. Sogar ziemlich schnell und heftig.
      • Die Türen und Hauben sind ab 2003 aus Stahl; vorher Alu beplankt auf ein Stahlgerüst
      • Der Rahmen ist aus Stahl; die Karrosserie aus Alu (vernietet).
      • Wo Alu auf Stahl befestigt ist, gibt es Kontaktkorrosion - d.h. die Alutüren "rosten" immer
      • Die Anbauteile sind eher grundiert als lackiert und rosten alle
    • Die Rostvorsorge ist nicht wie bei modernen Autos - sprich nicht vorhanden!
    • Rahmen, Hecktraverse, Spitzwand vorne sowie Achsen rosten gerne und schnell.
    • Unbedingt Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung nachträglich machen und permanent kontrollieren!
  • Verarbeitungsqualität?
    • Besser als man ursprünglich befürchtet - aber schlechter als bei einem modernen Auto
    • Am Anfang sind sie meistens alle dicht; das ändert sich jedoch meist mit der Zeit
    • Die drei Jahre Garantie bei Neufahrzeugen sind Gold wert und werden auch benötigt.
  • Zuverlässigkeit?
    • Tja - malträtiert doch mal einen VW Golf permanent im Gelände - dann fallen auch bestimmte Teile aus. So viel zur Zuverlässigkeit: hängt halt vom Einsatzgebiet ab.
    • Die Grundkomponenten (Motor, Getriebe) sind Gross-Serie beim TD4 (Ford Transit); Rahmen, Chassis, Achsen etc. seit Jahrzehnten bewährt; die Anbauteile oft Schrott.
    • Eine gewisse Leidensfähigkeit (und lange Garantie) sind nicht verkehrt - denn, es ist kein modernes Auto.
  • Alltagstauglichkeit?
    • Logisch. Sofern man mit einer eingeschränkten Reisegeschwindigkeit von 120 km/h leben kann. Aufpassen bei Tiefgaragen (siehe unten).
    • Bei Federung und Lautstärke sollte man keine Mercedes-Ansprüche haben - muss jeder selbst einschätzen. Laut und holprig.
    • Sitze, Klima, Heizung, ABS, elektrische Helferlein - alles vorhanden. Nur das Radio ist schlecht - aber das Fahrzeug ist eh sehr laut.
  • Stil?
    • Manche lassen den Defender klassisch – z.B. grün mit weissen Dach und weissen Stahlfelgen mit dürren Reifen. Innen Stoffsitze und Gummimatten. Gut.
    • Wiederum andere bauen den Defender zum kompromisslosen Offroad-Fahrzeug um mit anderen Fahrwerk, Höherlegung, MT-Reifen, Schutzteilen etc. Cool.
    • Manche machen aus dem Defender sowas wie ich: ein semi-modernes Alltagsfahrzeug mit Offroad-Charakter.
    • Bevor man jedoch jetzt in den Umbauwahn verfällt, lese man meinen etwas humorvollen Artikel "Zen - oder die Kunst einen Defender zu fahren".
  • Einsatzzweck und Gesundheitswarnung
    • Der Defender ist ein landwirtschaftliches Nutzgerät für den Betrieb abseits von geteerten Strassen
    • Die technische Grundkonstruktion ist über 60 Jahre alt
    • Der Defender ist also kein modernes SUV!
    • Selbst bei einem neuen Defender sind Qualität, Sicherheit, Komfort und Fahrleistungen auf den Stand der Technik vor 30 Jahren
    • Für reinen Strassenbetrieb gibt es deutlich bessere, sparsamere, schnellere, komfortablere, handlichere und sichere Autos!
  • Aber…
    • Der Defender ist cool
    • Der Defender ist robust
    • Der Defender ist günstig und wertstabil
    • Es gibt jede Menge Platz für Transportzwecke
    • Der Defender erzieht zu einer sicheren Fahrweise
Ein Alltagsvorteil des 90er soll nicht unerwähnt sein: zwei Meter. Der 90er ist etwas unter 2 Meter hoch und passt damit gerade noch in übliche Tiefgaragen. Der 110er nicht. Und der 90er hat ungefähr die selbe Grundfläche wie ein VW Polo. Natürlich höher. Fühlt sich aber beim Fahren eher an wie ein Mercedes Sprinter.

Edit: die neuralgischen Rostpunkte bei Defender:
  • Hecktraverse, also der hintere, schwarze Abschluss. Ist aus Stahl. Rostet gerne, weil da der ganze Dreck hingepustet wird. Schauderhafte Lackqualität. Von hinten reinsehen.
  • Rahmen. Ist auch aus Stahl. Normalerweise dauert das jedoch ewig, bis der durchgerostet ist. Ab MY 2011 (glaube ich) zumindest lackiert. Rostet von innen und aussen. Man erkennt jedoch einfach, ob da irgendwas drin ist. Eklig: Getriebetraverse, weil man der das nicht ansieht.
  • Spritzwand. Ist ein doppeltes (Stahl-)Blech zwischen Fahrgastraum und Motor. Kann man nicht einfach von aussen kontrollieren. Ist beschränkt zugänglich, wenn man den Aussenspiegel abschraubt oder über eine Gummikappe in der Nähe der Scheibenwischer. Eigentlich braucht man einen Bohrer und ein Endoskop, um reinzusehen. Ist aussen schon Rost, ist es zu spät - das Teil rostet von innen nach aussen.
  • Türen. Da läuft immer von oben Wasser rein. Oft sind die Abflüsse verstopft. Die Stahltüren rosten viel weniger als die alten Alu-Stahl-Konstruktionen. An den Abläufen unten erkennt man schon, ob irgendeine Hohlraumversiegelung drin ist.
  • Cappings. Das sind die Stahlwinkel hinten, mit der die Alukarosserie vernietet ist. Ganz blöde Kombination: Alu auf Stahl. Manchmal ist darunter gar nicht lackiert. Sehr schwierig vorzubeugen. Maximal permanent ein gut kriechendes Zeug wie Fluid Film dort an den Rändern applizieren und hoffen.
  • Windschutzscheiben-Rahmen. Ist zwar aus irgendeinem Aluguss aber das korrodiert. Immer! Meist unter der Fensterdichtung. Sieht man also nicht auf den ersten Blick. Aufwändig zu reparieren, weil das Dach abgenommen werden muss. Die Dichtung müsste eigentlich versiegelt werden.
  • Alle Tür- und Haubenscharniere. Problemlos, denn der Ersatz ist preiswert.
  • Alle Anbauteile: ebenfalls preiswert zu ersetzen - bis auf die Trittbretter - und die kann man notfalls weglassen oder durch Treeslider ersetzen.
  • Alle Schrauben aussen. Kann man gegen Edelstahlschrauben ersetzen. Kostet nicht die Welt aber ist ein paar Stunden blöde Arbeit. Komplizierter, als man vermutet.
Man lese meinen "Edelstahl" Beitrag von 2012.

Edit: die neuralgischen technischen Punkte bei Defendern:
  • das AGR Ventil. Stellt gerne den Betrieb ein. Kann man inzwischen rausprogrammieren lassen.
  • die Kupplung: die Federn brechen gerne. Hört man am Rasseln.
  • die Vakuumpumpe des Bremskraftverstärkers: die Dichtung gibt gern den Geist auf und es gibt eine grosse Ölsauerei im Motorraum
  • die Steckachsen: die Verzahnung hat gerne Spiel; insbesondere, wenn sie nicht geschmiert wird. Gerne auch in Kombination mit Radlagern.
  • die Zwischenwelle, welche Schalt- und Verteiler-Getriebe verbindet: die verliert manchmal ihre Verzahnung oder bricht. Dann steht das Auto.
  • Und natürlich kann viel undicht werden: das Lenkgetriebe, die Achsdifferentiale, die Achskugeln vorne, Ölwanne, Getriebeverbindungen etc.
Sonst eigentlich nichts.

Samstag, 6. November 2010

Needful Things

Die hässlichen Plastikschalthebel aus dem Ford Transit mussten hübschen Leder/Alu-Kombinationen weichen. Die neuen Schalthebel stammen von Matzker:
Die ebenfalls hässlichen, vermoderten Alu-Einstiegsleisten mussten hübschen Edelstahl-Einsteigsleisten weichen. Hier gibt es sogar einen funktionalen Nutzen: die daran angebrachte Dichtung ersetzt die unzulängliche untere Türdichtung und wird ihren Namen sogar gerecht:
Hinten wurde ein LED Arbeitsscheinwerfer verbaut, der angeht, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist. So sieht man nachts trotz der getönten Scheiben auch noch etwas:
Weiterhin wurde ein PDC hinten verbaut, damit ich nicht wieder andere Autos beim Einparken zerstöre.

Und angeblich ist er jetzt wirklich dicht. Das war jedoch eine grössere Aktion: Wasser trat beim vorderen Scheibenrahmen ein. Dazu musste dieser ausgebaut werden. Und dafür das komplette Dach. Und die Frontscheibe. Dann wurde festgestellt, dass es darunter Korrossion gab. Diese wurde entfernt und der Scheibenrahmen neu lackiert. Ein Tag Arbeit (für die Werkstatt).

Sonntag, 31. Oktober 2010

Needless Things

Im Rahmen der Entplastifizierung des Defenders wurde die Abdeckung der Luftansaugung durch ein schwarzes pulverbeschichtetes Metallteil ersetzt:
Und die gammelige Blechleiste an der Ladekante des Kofferraums wurde durch eine saubere, schwarz eloxierte Leiste ersetzt:
Beides hat keinerlei funktionale Bedeutung - nur optische Verbesserung.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Webasto AirTop Standheizung eingebaut

Nachdem die kalte Jahreszeit sich nähert und ich weder frieren noch Scheiben kratzen will, habe ich mir eine Standheizung einbauen lassen. Verbaut wurde eine Webasto Airtop 2000 Luftheizung im Innenraum unter dem Fahrersitz.
Diese Heizung wird gespeist aus dem Dieseltank und hat 2 kW Leistung, um den Innenraum mit warmer Luft zu erwärmen. Braucht nur 0,25 l / Stunde und sorgt für Zimmertemperatur und abgetaute Scheiben innerhalb von 20 Minuten.

Zum Einschalten drückt man einfach auf die Fernbedienung am Schlüsselbund:
Die Telestart T91 Fernbedienung ist das kleine, ovale, schwarz-silberne Ei links oben. Angeblich geht die aus 1000 Meter Entfernung - was ich erst mal nicht glaube.

Oder man bedient die Standheizung an der Vorwahluhr im Innenraum unter dem Lenkrad:

Nebenbei wurden noch Kleinigkeiten gemacht, wie ein defektes Blinkerrelais getauscht, die Zentralverriegelung an der Hecktür instandgesetzt und der Wassereinbruch auf der Fahrerseite gestoppt durch Abdichtung.

Empfohlene weiterführende Lektüre: Erfahrungen im Winter.

Warum keine Wasserstandheizung?
  • teurer, da sinnvoller Einbau nicht ganz einfach. Der Motorraum hat trotz des Zwergenmotors keinen Platz. Und die Scheiben werden durch eine Luftheizung genauso schnell entfrostet wie durch eine Wasserheizung
  • müsste eigentlich vom TÜV abgenommen werden - keine ABE für TD4 vorhanden
  • braucht länger zum Erwärmen des Innenraums, da erst das Kühlwasser erwärmt werden muss - und davon hat der Defender sehr viel
  • würde zwar den Motor etwas schonen - aber der TD4 Bauernmotor hält das schon aus. Das Öl wird ja trotzdem nicht erwärmt
Warum braucht man eigentlich gar keine Standheizung?
  • beim TD4 Motor kommt eigentlich nach 10 Minuten warme Luft, wenn man fährt
  • wenn man einmal die Tür aufmacht, ist der Innenraum schon wieder kalt
  • wenn man die Lüftung einschaltet, wird es auch kalt. Wenn man sie nicht einschaltet, beschlagen die Scheiben
Edit 11/2016: Etwa fünf Jahre hat die Standheizung gehalten. Ein Webasto Service Center hat festgestellt, dass die Heizung in dem Sitzkasten überhitzt, da sie ihre eigene, heisse Luft ansaugt. Also wurde ein Schlauch aus dem Sitzkasten nach aussen verlegt, um die Frischluft ausserhalb des Sitzkastens anzusaugen:

Sonntag, 19. September 2010

Winterfest gemacht.

So zum Wiesenanfang ist ja traditionell das Wetter noch einmal schön. Die Gelegenheit habe ich ergriffen und das Fahrzeug noch einmal schön sauber gemacht.

Danach kamen fünf Schichten Liquid Glass Versiegelung drauf, die den Impact von Dreck & Salz auf den Lack etwas mildern sollten. Auf die Seitenscheiben kam eine dubiose Nano Scheibenversiegelung drauf, denn die breiten Räder sauen die Seiten sehr schnell zu.

Danach wurde der Unterboden und Hohlräume mit Fluid Film ausgesprüht. Das ist ein sehr wirkungsvoller Rostschutz, der beim Defender sehr sinnvoll ist.

Samstag, 28. August 2010

HIFI im Defender

Nach dem Kauf des Defenders vor ca. einem Jahr wollte ich Navigation und Freisprecheinrichtung nachrüsten. Externe Lösungen wurden ausprobiert und erschienen mir ungeeignet. Das Becker Cascade ersetzte also sehr schnell das serienmässige Land Rover Radio. Navigation, Freisprecheinrichtung, CD und Radio in einem 1 DIN Gerät mit dezenter Optik erschien mir attraktiv. Ich hatte dieses Gerät auch ein Jahr früher in einem anderen Fahrzeug verbaut und war damit zufrieden.

Aber der Klang der Lautsprecher erschien mir bald verbesserungswürdig. Also unternahm ich folgendes:
  • Austausch der hinteren 10 cm Breitband Lautsprecher durch 10 cm Canton RS 100 CX Coax Lautsprecher. Aufwand: gering; Effekt: null.
  • Fixierung, Verstärkung und Dämmung der hinteren Lautsprecheraufnahme. Aufwand: mittel; Effekt: null
  • Austausch der vorderen 10 cm Compos durch 13 cm Canton QS 2.130 Laustprecher; Fixierung durch Stahlringe; Dämmung. Aufwand: gross; Effekt: klanglich gering; nur deutlich leiser dank geringeren Wirkungsgrad.
Also ausser Spesen nichts gewesen. Frustriert legte ich das Projekt zur Seite und studierte einschlägige Foren und Fachzeitschriften. Schnell wurde mir folgendes klar:
  • Qualitativ hochwertige Lautsprecher verfügen i.d.R. über einen geringeren Wirkungsgrad als die Serienlautsprecher. Um eine Endstufe würde ich nicht herumkommen. Beträchtlicher Verkabelungsaufwand.
  • Die serienmässigen Einbaupositionen sind extrem bescheiden. Alle Alternativen sind bauartbedingt nicht möglich oder sehr aufwändig. Ein Einbau durch eine Fachwerkstatt oder jemand, der sich besser auskennt als ich, wäre unumgänglich.
  • Ohne zumindest teilweise Dämmung würde das Ergebnis nie befriedigend werden. Erfordert Fachkenntnisse.
Also machte ich mich auf dem Weg zu audio-team nach Ismaning, die zumindest schon einmal einen Defender TD5 umgebaut hatten. Zu meiner grosser Freude erzielten wir auf Anhieb Einigung bezüglich der zu verwendenden Komponenten und Einbaumassnahmen, die dann wie folgt durchgeführt wurden:
  • Headunit: das Becker Cascade bleibt.
  • Verstärker: Eine digitale 4-Kanal Endstufe Alpine PDX-F4 würde exakt unter das Cubbyboy Unterfach passen; wenig Wärme aber mit 4 x 100 Watt ausreichend Leistung entwickeln.
  • Subwoofer: Eine herkömmliche Lösung wurde verworfen so dass nur ein kompakter Aktivwoofer Sinn machen würden. Hochkant hinter der Cubby Box würde genau ein u-Dimension 20 cm Woofer passen - baugleich übrigens mit Focal Access1 Bus20.
  • Vordere Lautsprecher: mit geringen Anpassungen würde ein 13 cm Audio System HX 130 SQ passen.
  • Hintere Lautsprecher: eigentlich egal aber wir verwenden ein passendes 13 cm Audio System CO 130 Coax-System.
  • Verkabelung: anständige Lautsprecherkabel werden neu eingezogen; abgeschirmte Cinch Kabel zum Verstärker und Subwoofer
  • Dämmung: Laderaumboden, Sitzkästen, Getriebetunnel und vorderer Fussbereich würden mit Alubutyl gedämmt werden. Für die Lautsprecher würde aus Alubutyl innen ein kleines "Gehäuse" geformt werden, damit sie nicht frei in die Luft spielen.
Zwei Tage dauerten Einbau und Abstimmung des Systems. Das Ergebnis kann ich leider nicht hier anhören lassen sondern nur zeigen.

Blick von hinten auf den Subwoofer an der Cubbybox:
Der Subwoofer passt wie angegossen - aber nur, weil eine Cubby-Box-Erhöhung verbaut wurde. Diese nimmt den Verstärker auf. Im Detail:
Vom Becker Cascade laufen nun Cinch Kabel zum Verstärker unter der Cubby Box. Strom braucht der Verstärker auch noch. Vom Verstärker aus laufen die Kabel zu den Lausprechern. Ein wüster Verkabelungsaufwand, von dem man nichts mehr sieht:
An den Originaleinbauplätzen vorne wurden Audio System 13 cm TMT verbaut. Die Abdeckung passt gerade so drauf, wenn man etwas Material von der Klappe daneben abnimmt:
Im Detail:
Die Hochtöner werden ebenfalls in den Originaleinbauplätzen verbaut. Die Frequenzweiche ist irgendwo (weiss ich nicht mehr):
Hinten wurden 13 cm Coaxe vom selben Hersteller ebenfalls an den Originalpositionen verbaut:
Im Detail: 
Ach so: das Fahrzeug ist nun etwas leiser geworden durch die Dämmung aber natürlich immer noch kein BMW.
Das Ergebnis ist auf alle Fälle überzeugend und durchaus vergleichbar mit den Premium HIFI Systemen der Premium Fahrzeughersteller. Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen (wie ich am Anfang) und mit laienhaften (Pseudo-)Wissen einzelne Komponenten zu ersetzen. Hier war die Erfahrung eines Spezialisten erforderlich, um ein befriedigendes Gesamtergebnis zu produzieren.

Ein Nachteil der Befestigung des Subwoofers an der Cubby-Box sei nicht verschwiegen: je nachdem  wie stark man den Subwoofer aufdreht, versetzt dieser bei bassbetonter und lauter Musik den Inhalt der Cubby-Box und der Ablage davor in Schwingungen. Sprich: es klappert.

Bilder vom Umbau gibt's auch. Der Verstärker wurde unter die Cubby Box eingebaut. Natürlich müssen dort jetzt alle Kabel hinlaufen:

Und der Kofferraum wurde mit Alubutyl gedämmt:
Edit 2013: Nachdem Einbau einer edleren Cubbybox habe ich den Subwoofer nicht mehr angeschraubt. Irgendwie finde ich, dass er optisch nicht zum rustikalen Defender passt. Klingt auch ohne Subwoofer gut.