Posts mit dem Label Probefahrt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Probefahrt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Juli 2009

Autohaus Pütter in Iserlohn

Iserlohn ist 650 km entfernt von München und das Tor zum Sauerland. Was Iserlohn für mich interessant macht, ist der Defender, der dort bei einem Händler steht. Und zwar zu einem unschlagbaren Preis.


Jetzt müsste man nur noch rausfinden, ob der auch in Ordnung ist. Also einen Freund anrufen, der dort zufällig wohnt und vorbeischicken. Ergebnis: alles seriös. Auto ist neu, deutsch, ohne Zulassung, steht im Showroom, Brief ist da. Händler ist gross und bekannt (dort).

Also schnell den Leasing Spezi anrufen und ihn nach Preisen fragen. Mit meiner Kalkulation (Anzahlung 5000 Euro, Restwert 18000 Euro, Rate 300 Euro x 36 Monate) war er einverstanden - mit meiner Fahrzeugwahl nicht. Obwohl er zustimmen musste, dass die Kisten wertstabil sind.

Also Kaufvertrag schliessen mit hin- und hergefaxen. Leasing zahlt das Geld an den Händler; der verschickt den Brief. Ich damit auf die Zulassungsstelle; zurück mit Nummernschildern.

Wie komme ich jetzt nach Iserlohn? Mit German Wings nach Dortmund für 15 Euro plus Steuern einfach. Zurück geht's ja mit dem Defender. Am Flughafen holt mich mein lokaler Freund ab und wir entern Iserlohn!

Aber was habe ich den Händler vorher gequält, aufgeschreckt durch die Meldungen lausiger Verarbeitungsqualität neuer Defender. Alles habe ich ihn durchchecken lassen - ich habe ihn sogar durch eine Waschanlage fahren lassen, um zu prüfen, ob er wasserdicht ist. Und Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung habe ich beauftragt. Kostet 500 Euro.

Ein Flugstunde später stehe ich vor meinem Defender: rabenschwarz und auf hochglanz poliert. Ich kann keinen Fehler finden. Aber ich habe ja 650 km Rückreise vor mir. Aber erst mal bei meinem Freund übernachten, dann kann ich notfalls die Karre wieder zurückbringen, wenn ich was finde.

Aber ich finde nichts. Und bin schon auf den ersten Metern tief beeindruckt. Alle anderen zweifeln an meinem Geisteszustand.

So klein sieht ein BMW X5 neben einen Defender aus. Dabei ist der Defender eigentlich nicht grösser als ein VW Polo - nur viel höher:

Montag, 1. Juni 2009

Auf der Suche nach dem Winterauto

Unser Fuhrpark war ja nett aber unpraktisch: einen BMW X3, den meine besser Hälfte okkupierte und zwei Porsche Cabrios. Normalerweise fehlt da noch das Alltagsfahrzeug für mich - der letzte war ein völlig unvernünftiger Mercedes S600, der da im letzten Herbst gottlob einen neuen Eigentümer fand.

Der alternativ ins Auge gefasste Mini Cooper Works wurde zwar bestellt aber auch wieder abbestellt, da Mini den Liefertermin nicht halten konnte. So fuhr ich einfach letzten Winter mit dem Porsche Cabrio: Hardtop und Winterreifen drauf und fertig.

Der Porsche ist zwar ein besseres Winterauto als man glaubt - aber er tat mir einfach leid. Eis und Streusalz sowie unvermeidbare Steinschläge sagten mir, dass das keine artgerechte Haltung für so ein Fahrzeug ist.

Aber ich war geizig: recht viel mehr als 30.000 Euro für ein Winterauto wollte ich nicht ausgeben. Und natürlich sollte es wieder etwas besonderes sein. Aber was gibt es dafür? Irgendeine gebrauchte Riesenschüssel wie der Mercedes - hatte ich schon. Einen Golf - no way. Ein Alfa 159 Sportwagon - hmm.

Halt: wie wäre es mit eiem Defender? Der erfüllt alle meine Kriterien! Und inzwischen gibt es ja einen TD4, der angeblich viel zivilisierter sein soll!



Also wieder ab zum Land Rover Händler und (erstmals eie kurzen) Defender 90 Probe gefahren! Der Traum! Fährt (fast) wie ein richtiges Auto. Nicht zu laut (na ja schon laut), nicht zu langsam (na ja schon langsam), nicht zu unkomfortabel (na ja schon holprig), viel Platz - was will man mehr?

Den Ausschlag gab mein Sohn (4,5 Jahre) - der wollte den Defender nicht mehr hergeben (Papa, im Kofferraum sitzen!).


Also war der Entschluss klar: ein Defender muss endlich her!

Sonntag, 1. März 2009

Wie alles begann...

Wir schreiben das Jahr 2003. Mir ist langweilig und ich evaluiere (wie eigentlich immer) potentielle neue Auto-Neuerwerbungen. Ungewöhnlich sollten sie sein. Da fiel mein Blick auf den Land Rover Defender. Der sah gut aus!

Nun ich wohnte in Frankfurt und ab ging's zu Avalon. Dort gab es einen Vorführwagen: Defender 110 TD5. Ein Riesenteil. Durch die Stadt zu kutschieren war wie mit einem Lieferwagen. Der Diesel nagelte, die Schaltung kratzte, das Lenkrad war riesig, das Auto war unübersichtlich.

Dann auf die Autobahn: Himmel, war das Teil ohrenbetäubend laut! Und es ging nur im Schneckentempo voran! Na ja, mein anderes Auto war ein Audi RS4... Ich war so verzweifelt, dass ich das Auto auf der Autobahn abstellen und mir dem Taxi nach Hause fahren wollte, weil ich keine Hoffnung hatte, die nächste Ausfahrt lebend zu erreichen...

Aber der Virus blieb. Im Jahr 2005 fuhr ich extra zu Matzker nach Köln, um dort einen vollkommen modifizierten Defender probe zu Fahren. 65.000 Euro wollten die für das Teil haben - mehr als das Doppelte des Neupreises - Irrsinn!


Aber dieses Auto war wirklich überzeugend: Fahrwerk, Motor, Komfort, Geräusch - alles im grünen Bereich. Natürlich nicht wie bei einem modernen Auto - aber das wollte ich haben! Nur 65.000 Euro (für den gebrauchten Verführwagen!) wollte ich nicht zahlen.

Im München fuhr ich dann 2006 nochmal einen Defender Probe, der bei der Begutachtung meiner besseren Hälfte mit Pauke und Trompeten durchfiel (was - kein Airbag - vergiss es).