Samstag, 6. November 2010

Needful Things

Die hässlichen Plastikschalthebel aus dem Ford Transit mussten hübschen Leder/Alu-Kombinationen weichen. Die neuen Schalthebel stammen von Matzker:
Die ebenfalls hässlichen, vermoderten Alu-Einstiegsleisten mussten hübschen Edelstahl-Einsteigsleisten weichen. Hier gibt es sogar einen funktionalen Nutzen: die daran angebrachte Dichtung ersetzt die unzulängliche untere Türdichtung und wird ihren Namen sogar gerecht:
Hinten wurde ein LED Arbeitsscheinwerfer verbaut, der angeht, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist. So sieht man nachts trotz der getönten Scheiben auch noch etwas:
Weiterhin wurde ein PDC hinten verbaut, damit ich nicht wieder andere Autos beim Einparken zerstöre.

Und angeblich ist er jetzt wirklich dicht. Das war jedoch eine grössere Aktion: Wasser trat beim vorderen Scheibenrahmen ein. Dazu musste dieser ausgebaut werden. Und dafür das komplette Dach. Und die Frontscheibe. Dann wurde festgestellt, dass es darunter Korrossion gab. Diese wurde entfernt und der Scheibenrahmen neu lackiert. Ein Tag Arbeit (für die Werkstatt).

Sonntag, 31. Oktober 2010

Needless Things

Im Rahmen der Entplastifizierung des Defenders wurde die Abdeckung der Luftansaugung durch ein schwarzes pulverbeschichtetes Metallteil ersetzt:
Und die gammelige Blechleiste an der Ladekante des Kofferraums wurde durch eine saubere, schwarz eloxierte Leiste ersetzt:
Beides hat keinerlei funktionale Bedeutung - nur optische Verbesserung.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Webasto AirTop Standheizung eingebaut

Nachdem die kalte Jahreszeit sich nähert und ich weder frieren noch Scheiben kratzen will, habe ich mir eine Standheizung einbauen lassen. Verbaut wurde eine Webasto Airtop 2000 Luftheizung im Innenraum unter dem Fahrersitz.
Diese Heizung wird gespeist aus dem Dieseltank und hat 2 kW Leistung, um den Innenraum mit warmer Luft zu erwärmen. Braucht nur 0,25 l / Stunde und sorgt für Zimmertemperatur und abgetaute Scheiben innerhalb von 20 Minuten.

Zum Einschalten drückt man einfach auf die Fernbedienung am Schlüsselbund:
Die Telestart T91 Fernbedienung ist das kleine, ovale, schwarz-silberne Ei links oben. Angeblich geht die aus 1000 Meter Entfernung - was ich erst mal nicht glaube.

Oder man bedient die Standheizung an der Vorwahluhr im Innenraum unter dem Lenkrad:

Nebenbei wurden noch Kleinigkeiten gemacht, wie ein defektes Blinkerrelais getauscht, die Zentralverriegelung an der Hecktür instandgesetzt und der Wassereinbruch auf der Fahrerseite gestoppt durch Abdichtung.

Empfohlene weiterführende Lektüre: Erfahrungen im Winter.

Warum keine Wasserstandheizung?
  • teurer, da sinnvoller Einbau nicht ganz einfach. Der Motorraum hat trotz des Zwergenmotors keinen Platz. Und die Scheiben werden durch eine Luftheizung genauso schnell entfrostet wie durch eine Wasserheizung
  • müsste eigentlich vom TÜV abgenommen werden - keine ABE für TD4 vorhanden
  • braucht länger zum Erwärmen des Innenraums, da erst das Kühlwasser erwärmt werden muss - und davon hat der Defender sehr viel
  • würde zwar den Motor etwas schonen - aber der TD4 Bauernmotor hält das schon aus. Das Öl wird ja trotzdem nicht erwärmt
Warum braucht man eigentlich gar keine Standheizung?
  • beim TD4 Motor kommt eigentlich nach 10 Minuten warme Luft, wenn man fährt
  • wenn man einmal die Tür aufmacht, ist der Innenraum schon wieder kalt
  • wenn man die Lüftung einschaltet, wird es auch kalt. Wenn man sie nicht einschaltet, beschlagen die Scheiben
Edit 11/2016: Etwa fünf Jahre hat die Standheizung gehalten. Ein Webasto Service Center hat festgestellt, dass die Heizung in dem Sitzkasten überhitzt, da sie ihre eigene, heisse Luft ansaugt. Also wurde ein Schlauch aus dem Sitzkasten nach aussen verlegt, um die Frischluft ausserhalb des Sitzkastens anzusaugen:

Sonntag, 19. September 2010

Winterfest gemacht.

So zum Wiesenanfang ist ja traditionell das Wetter noch einmal schön. Die Gelegenheit habe ich ergriffen und das Fahrzeug noch einmal schön sauber gemacht.

Danach kamen fünf Schichten Liquid Glass Versiegelung drauf, die den Impact von Dreck & Salz auf den Lack etwas mildern sollten. Auf die Seitenscheiben kam eine dubiose Nano Scheibenversiegelung drauf, denn die breiten Räder sauen die Seiten sehr schnell zu.

Danach wurde der Unterboden und Hohlräume mit Fluid Film ausgesprüht. Das ist ein sehr wirkungsvoller Rostschutz, der beim Defender sehr sinnvoll ist.

Samstag, 28. August 2010

HIFI im Defender

Nach dem Kauf des Defenders vor ca. einem Jahr wollte ich Navigation und Freisprecheinrichtung nachrüsten. Externe Lösungen wurden ausprobiert und erschienen mir ungeeignet. Das Becker Cascade ersetzte also sehr schnell das serienmässige Land Rover Radio. Navigation, Freisprecheinrichtung, CD und Radio in einem 1 DIN Gerät mit dezenter Optik erschien mir attraktiv. Ich hatte dieses Gerät auch ein Jahr früher in einem anderen Fahrzeug verbaut und war damit zufrieden.

Aber der Klang der Lautsprecher erschien mir bald verbesserungswürdig. Also unternahm ich folgendes:
  • Austausch der hinteren 10 cm Breitband Lautsprecher durch 10 cm Canton RS 100 CX Coax Lautsprecher. Aufwand: gering; Effekt: null.
  • Fixierung, Verstärkung und Dämmung der hinteren Lautsprecheraufnahme. Aufwand: mittel; Effekt: null
  • Austausch der vorderen 10 cm Compos durch 13 cm Canton QS 2.130 Laustprecher; Fixierung durch Stahlringe; Dämmung. Aufwand: gross; Effekt: klanglich gering; nur deutlich leiser dank geringeren Wirkungsgrad.
Also ausser Spesen nichts gewesen. Frustriert legte ich das Projekt zur Seite und studierte einschlägige Foren und Fachzeitschriften. Schnell wurde mir folgendes klar:
  • Qualitativ hochwertige Lautsprecher verfügen i.d.R. über einen geringeren Wirkungsgrad als die Serienlautsprecher. Um eine Endstufe würde ich nicht herumkommen. Beträchtlicher Verkabelungsaufwand.
  • Die serienmässigen Einbaupositionen sind extrem bescheiden. Alle Alternativen sind bauartbedingt nicht möglich oder sehr aufwändig. Ein Einbau durch eine Fachwerkstatt oder jemand, der sich besser auskennt als ich, wäre unumgänglich.
  • Ohne zumindest teilweise Dämmung würde das Ergebnis nie befriedigend werden. Erfordert Fachkenntnisse.
Also machte ich mich auf dem Weg zu audio-team nach Ismaning, die zumindest schon einmal einen Defender TD5 umgebaut hatten. Zu meiner grosser Freude erzielten wir auf Anhieb Einigung bezüglich der zu verwendenden Komponenten und Einbaumassnahmen, die dann wie folgt durchgeführt wurden:
  • Headunit: das Becker Cascade bleibt.
  • Verstärker: Eine digitale 4-Kanal Endstufe Alpine PDX-F4 würde exakt unter das Cubbyboy Unterfach passen; wenig Wärme aber mit 4 x 100 Watt ausreichend Leistung entwickeln.
  • Subwoofer: Eine herkömmliche Lösung wurde verworfen so dass nur ein kompakter Aktivwoofer Sinn machen würden. Hochkant hinter der Cubby Box würde genau ein u-Dimension 20 cm Woofer passen - baugleich übrigens mit Focal Access1 Bus20.
  • Vordere Lautsprecher: mit geringen Anpassungen würde ein 13 cm Audio System HX 130 SQ passen.
  • Hintere Lautsprecher: eigentlich egal aber wir verwenden ein passendes 13 cm Audio System CO 130 Coax-System.
  • Verkabelung: anständige Lautsprecherkabel werden neu eingezogen; abgeschirmte Cinch Kabel zum Verstärker und Subwoofer
  • Dämmung: Laderaumboden, Sitzkästen, Getriebetunnel und vorderer Fussbereich würden mit Alubutyl gedämmt werden. Für die Lautsprecher würde aus Alubutyl innen ein kleines "Gehäuse" geformt werden, damit sie nicht frei in die Luft spielen.
Zwei Tage dauerten Einbau und Abstimmung des Systems. Das Ergebnis kann ich leider nicht hier anhören lassen sondern nur zeigen.

Blick von hinten auf den Subwoofer an der Cubbybox:
Der Subwoofer passt wie angegossen - aber nur, weil eine Cubby-Box-Erhöhung verbaut wurde. Diese nimmt den Verstärker auf. Im Detail:
Vom Becker Cascade laufen nun Cinch Kabel zum Verstärker unter der Cubby Box. Strom braucht der Verstärker auch noch. Vom Verstärker aus laufen die Kabel zu den Lausprechern. Ein wüster Verkabelungsaufwand, von dem man nichts mehr sieht:
An den Originaleinbauplätzen vorne wurden Audio System 13 cm TMT verbaut. Die Abdeckung passt gerade so drauf, wenn man etwas Material von der Klappe daneben abnimmt:
Im Detail:
Die Hochtöner werden ebenfalls in den Originaleinbauplätzen verbaut. Die Frequenzweiche ist irgendwo (weiss ich nicht mehr):
Hinten wurden 13 cm Coaxe vom selben Hersteller ebenfalls an den Originalpositionen verbaut:
Im Detail: 
Ach so: das Fahrzeug ist nun etwas leiser geworden durch die Dämmung aber natürlich immer noch kein BMW.
Das Ergebnis ist auf alle Fälle überzeugend und durchaus vergleichbar mit den Premium HIFI Systemen der Premium Fahrzeughersteller. Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen (wie ich am Anfang) und mit laienhaften (Pseudo-)Wissen einzelne Komponenten zu ersetzen. Hier war die Erfahrung eines Spezialisten erforderlich, um ein befriedigendes Gesamtergebnis zu produzieren.

Ein Nachteil der Befestigung des Subwoofers an der Cubby-Box sei nicht verschwiegen: je nachdem  wie stark man den Subwoofer aufdreht, versetzt dieser bei bassbetonter und lauter Musik den Inhalt der Cubby-Box und der Ablage davor in Schwingungen. Sprich: es klappert.

Bilder vom Umbau gibt's auch. Der Verstärker wurde unter die Cubby Box eingebaut. Natürlich müssen dort jetzt alle Kabel hinlaufen:

Und der Kofferraum wurde mit Alubutyl gedämmt:
Edit 2013: Nachdem Einbau einer edleren Cubbybox habe ich den Subwoofer nicht mehr angeschraubt. Irgendwie finde ich, dass er optisch nicht zum rustikalen Defender passt. Klingt auch ohne Subwoofer gut.

Donnerstag, 22. Juli 2010

J.W. Speaker LED Scheinwerfer

Das erste Jahr ist rum und die erste Inspektion wurde fällig. Das Autohaus Kohler in Landsberg wurde empfohlen als bester LR Stützpunkt in Süddeutschland. Vorausgeschickt: das mag durchaus sein - ich bin sehr begeistert von Kohler!

Bei dieser Gelegenheit konnte ich einige Upgrades durchführen lassen:
  1. Austausch der funzeligen H4 Scheinwerfer gegen innovative LED Scheinwerfer
  2. Tönen der hinteren Scheiben
  3. Montage eines Unterfahrschutzes
Nun zuerst einmal die Scheiben - sieht auf jeden Fall cool aus:

Dann das echte Highlight: LED Scheinwerfer. Nicht ganz preiswert (fast 2.000 Euro) aber beim Audi A8 kostet der Aufpreis (!) von Xenon auf LED genau das selbe. Die Scheinwerfer stammen vom Oshkosh ATV - das ist der legitime Nachfolger des Hummer US Militärfahrzeuges. Heller als Xenon, (fast) endlose Lebensdauer, unempfindlich gegen Stösse, Vibrationen etc. - und sagte ich schon: hell?


Diese Scheinwerfer sind eine echte Innovation und sehen noch dazu gut aus! Nebenbei: zugelassen auch in Deutschland.

Im Nachtvergleich mit einem BMW X3 (Bi-Xenon) wirken die LED Leuchten deutlich heller (bei Abblendlicht); Fernlicht gibt sich nicht viel.

BMW Xenon Abblendlicht

Defender LED Abblendlicht

BMW Xenon Fernlicht

Defender LED Fernlicht

Die Inspektion fiel umfangreicher aus als erwartet - aber im positiven Sinne. Ich unterschrieb ca. 10 Garantieanträge - vom Lenkgetriebe über Spurstangenköpfe bis zur Türeinstellung - auch der kleinste Makel wurde auf Garantie beseitigt. So viel Liebe zum Detail (und zwar unaufgefordert) habe ich noch niemals bei einem Autohändler erlebt!

(Edit 2012: ganz so unverwüstlich waren die LEDs dann doch nicht. Steinschlag hat einen zerstört und undicht waren sie auch. Ausgetauscht. Siehe 2012er Blogeintrag).

(Edit 2013: auch der zweite Satz hat nur ein Jahr dicht gehalten. Zwischenzeitlich sind Nolden LED Scheinwerfer drin und die leuchten ganz gut).

Montag, 10. Mai 2010

Die ersten 10.000 km

Und was ist passiert? Nichts. Der Defender fährt immer noch problemlos. Er ist jedes Mal angesprungen; hat mich nie im Stich gelassen und war immer zuverlässig.

Nicht einmal gerostet ist er im Winter. Verbrauch liegt nach wie vor bei knapp 10 l/100 km.

Eigentlich langweilig.

Mittwoch, 13. Januar 2010

ADAC Studie sagt: Defender ist das wertstabilste Auto in Deutschland

Zitat: "Autokäufer achten in erster Linie auf Qualität – und erst in zweiter Linie auf die Marke. Vergleicht man jedoch einzelne Modelle miteinander, zeigen sich Kleinwagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt wertstabiler als Pkw anderer Fahrzeugklassen. Das sind die augenfälligsten Ergebnisse des jüngsten ADAC-Markenvergleichs AutoMarxX in Bezug auf die Wertstabilität.
...
Dass der Landrover Defender mit nur knapp 42 Prozent den ersten Platz einnimmt, hat mit seinem „Exotenstatus" zu tun: Von diesem Modell gibt es nur einen kleinen Bestand, aber einen relativ großen Fankreis – und der ist bereit, auch Spitzenpreise zu zahlen. Für die Positionen zwei (Porsche Boxster, 42,61) und drei (BMW Mini, 42,62) gilt: Diese Modelle zehren von ihrem unverändert guten Image, das als Garant für die Wertstabilität dient.
...
Das und der Wegfall des steuerlichen Vorteils der vielfach als Dienstwagen genutzten Großlimousinen auf dem Zweitmarkt erklärt, warum der Audi A8 61,9 Prozent, der 7er BMW 63,6 und die Mercedes S-Klasse sogar 63,7 an Wert verlieren und damit auf den hinteren Plätzen landen."


Sonntag, 10. Januar 2010

Winterreifen Test - Vergleich DuraTrac gegen X3

Tief "Daisy" hat uns zum Leidwesen der Sensationspresse in München zwar nicht die Schneekatastrophe à la "The Day after Tomorrow" gebracht aber zumindest zur Abwechslung etwas Schnee.  Zeit also für den versprochenen Wintertest des Goodyear Wrangler DuraTrac. Als Referenzfahrzeug diente unfairerweise ein neuer BMW X3 mit neuen Dunlop SP Wintersport Reifen.


Dunlop SP Wintersport 235/55 R 17 mit vollem Profil und vielen Lamellen:


Der X3 lässt sich wie ein Go Kart bewegen und zeigt auf der nassen Strasse ein absolut sicheres Fahrverhalten. Die Bremsen packen vehement zu und vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl.

Auf der festgefahrenen Schneedecke des Waldweges zeigt der X3 keinerlei Traktionsschwächen. In den Kurven bricht er erst bei mutwilliger Fahrweise aus, die man auf der Strasse normalerweise nicht einschlagen würde und wird auch gleich wieder vom ESP auf Kurs gebracht.

Für den Bremsentest wurde mit 40 km/h an einem Referenzpunkt gebremst und der Anhaltepunkt markiert. Gefühlsmässig war die Verzögerung recht ordentlich.

Dann der Umstieg in den Defender:

Bereift mit Goodyear Wrangler DuraTrac 265/75 R 16

Bereits beim Losfahren muss man sich an die im Vergleich zum X3 schwergängige, indirekte und gefühlslose Lenkung ohne Rückstellmoment und das Lkw-ähnliche Handling gewöhnen. Ja, so ist er halt.

Auf nasser Strasse bremst er ordentlich aber gefühlsmässig deutlich schlechter als der X3. Das ist nicht erstaunlich. Trotzdem vermittelt er bei Defender-typischer Fahrweise immer noch ein sicheres Gefühl.

Nun auf den selben verschneiten Waldweg. Traktion geradeaus ist reichlich vorhanden. Man muss es schon darauf anlegen, damit die Traktionskontrolle anspringt. Aber in Kurven schiebt er bei zügiger Fahrweise schon deutlich untersteuernd über die Vorderräder. Hier greift zwar kein ESP ein, aber einfaches Gaswegnehmen stabilisiert die Fuhre wieder schnell.

Nun der Bremsentest auf der selben Strecke mit derselben Geschwindigkeit und Bremspunkt. Hmm ein 20% längerer Bremsweg erstaunt auch nicht beim Defender. Immerhin mit ABS.

Insgesamt sind natürlich die Fahreigenschaften des Defenders auf Schnee merklich schlechter als die des X3. (So wie auf trockener Strasse und bei Nässe). Aber das war zu erwarten. Trotzdem kommen weder Klagen noch Unsicherheiten auf. Man bewegt den Defender einfach ganz anders als den X3.

Fazit: der DuraTrac tut was er soll. Er ist eindeutig kein reiner Sommerreifen, denn diese hätten auf der festgefahrenen Schneedecke kläglich versagt. Aber er kann auch keine Wunder bewirken und den Defender zu state-of-the-art Fahreigenschaften erziehen.

Edit 2013: wie die Geschichte mit einem echten Winterreifen aussieht auf dem Defender, kann man hier nachlesen. Nur kurz: wieso habe ich drei Jahre gebraucht, um das rauszufinden?

Montag, 4. Januar 2010

Ausgesperrt.

Heute morgen: eingestiegen, Motor angelassen - was vergessen - wieder ausgestiegen, Tür zu - SCHNAPP - die Zentralverriegelung hat ohne mein Zutun abgesperrt. Da stand ich nun, etwas irritiert und ungläubig, vor meinem abgesperrten Auto mit laufenden Motor. Kann doch nicht sein. Verzweifelt an allen Türen gerüttelt. Ist echt zu. Motor läuft.

Der zweiter Schlüssel? Den habe ich schon vor vier Monaten verloren und immer aufgeschoben einen nachzubestellen, da ich dachte, dass das aufwändig wäre. Das ist nun die Rache des Defenders!

Na ja - Land Rover Assistance anrufen. Nummer steht wohl im Bordbuch. Das ist ... im Auto! Google. Keine Nummer gefunden. Auskunft. Keine Nummer. Land Rover Zentrale. Die haben die Nummer. Geht auch tatsächlich jemand ran.

Der ADAC kommt im Auftrag von Land Rover nach kaum 45 Minuten. Innerhalb 3 Sekunden mit dem Draht durch die Tür und der Hebel ist oben. Das war ja einfach. Dann 30 Minuten dem begeisterten ADAC Pannenhelfer (darf ich mir den mal ansehen... will mir nämlich so einen kaufen...) das Fahrzeug vorgeführt.

Händler angerufen: bitte Schlüssel bestellen. Habe etwas erwartet von "bestellen, codieren, Identnummer, Ausweis..." aber nein: "... Defender? Kein Problem. In dem Schlüssel ist keine Elektronik... Kommen Sie vorbei und holen sich den Rohling ab und fahren dann zum Schlüsseldienst damit." Echt?


Gesagt, getan. Beim Händler gibt's für schlappe 36 Euro den Schlüssel als Rohling. Ich nehme zwei. Er berechnet nur einen. Also ab zu Mister Minit. Der weigert sich den Schlüssel zu schleifen, da er sagt, seit 1996 haben Autos Wegfahrsperren und Chips im Schlüssel. Das kann nicht gehen. Gewettet, um einen kostenlosen Schlüsselschliff. Gewonnen. Der nachgemachte Schlüssel sperrt (natürlich geht die Alarmanlage an), startet das Fahrzeug (Alarm geht wieder an) und funktioniert. Brauche noch so eine Fernbedienung. Bestellt. 80 Euro.

Montag, 28. Dezember 2009

Lenkradnabe und Cubby-Box Erhöhung

Eine Verbesserung in Bezug auf die begrenzten Platzverhältnisse im Defender war der Einbau eines kleineren RAID Lenkrades.  Leider ist der Einbau mit einem sogenannten Verformungselement vorgesehen. Dieses ist 5 cm hoch, sitzt zwischen mitgelieferter Nabe und Lenkrad und führt dazu dass die Bedienungshebel von Blinker und Scheibenwischer ein gutes Stück von der bedienenden Hand weg rücken. Als Lösung des Problems gibt es einen Alu-Adapterring, der nur 2,5cm hoch ist, zwischen dem verzahnten Teil der Nabe und dem Lenkrad eingebaut wird und wieder normale ergonomische Verhältnisse herstellt.

Klingt einfach Einzubauen - ist es aber nicht. Erst muss das Lenkrad ab. Fünf Schrauben - einfach. Dann das "Verformungselement" abgeschraubt - einfach. Dann die Nabe abziehen - das geht nur mit einem Spezialwerkzeug oder wenn man das Lenkrad wieder anschraubt. Abziehen. Lenkrad wieder abschrauben. Verformungselement anschrauben. Lenkrad draufsetzen und wieder anschrauben. Schief. Nochmals von vorne. Wieder schief. Dieses verdammte Lenkrad muss exakt gerade bei exakt gerade stehenden Rädern auf die Verzahnung gesetzt werden. Erst beim Fahren sieht man, ob das Lenkrad bei Geradeaus schief steht.

Na ja - nach fünf Mal Ausprobieren und zwei Stunden später steht das Lenkrad nur noch etwas schief. So bleibt es.

Cubby Box

Die Cubby-Box steht in der Mitte zwischen Fahrer und Beifahrersitz. Eigentlich ganz gut. Nur etwas zu tief, dass man sie als Armauflage nutzen könnte. Dazu gibt es ein Cubby-Box-Unterfach, mit dem die Box um 7,5 cm nach oben rutscht.


Der Einbau ist relativ einfach: Cubby Box abschrauben. Fach an die Cubby Box anschrauben. Komplettes Teil wieder zwischen die Sitze schrauben. 20 Minuten. Hat ein Scharnier, damit man das Teil klappen kann. Darunter wäre ein Fach. Da ist jetzt der Süssigkeitenvorrat meines Sohnes drin. Man könnte jedoch z.B. einen Verstärker dort einbauen, wenn mich das HIFI Fieber wieder packen sollte.

Jetzt fahre ich etwas "ergonomischer" rum: die Finger kommen wieder an den Blinkerhebel und der rechte Arm ruht beim Fahren auf der Cubby Box.

Sonntag, 22. November 2009

Riffelbleche!

Auf einen Defender gehören Riffelbleche. Diese betonen einfach das rustikale Design und passen perfekt zu den Stollenreifen. Also habe ich für die Seitenschweller, Heckblech und Kotflügel schwarze Riffelbleche gekauft und am Wochenende mit ca. 50 Nieten und Nietzange angenietet:


Genietet? Genietet. Die Aluriffelbleche werden zuerst irgendwie an der Karosserie fixiert (Schraubzwinge), dann mit einem 5 mm Bohrer komplett durchgebohrt; eine Blindniete durchgesteckt und mit einer Nietzange angezogen. Hält bombenfest und klappert nicht.

Rostet das nicht? Na ja, Riffelbleche, Karosserie (!) und Nieten sind aus Alu. Da kann nichts rosten.

Aber warum braucht man Riffelbleche? Darum:



Jetzt müssen nur noch die silbernen Trittbretter schwarz werden. Kommt später.

Sonntag, 15. November 2009

Schwarze Front

Zum Geburtstag wurde ich mit allerlei Defender-Zubehör beglückt was ich mich in die Lage vesetzte die hässliche "Brunel" Plastik-Silberfront gegen eine schwarze Metall-Front zu ersetzen. Der Plastik-Kühlergrill wurde gegen einen Alugrill ersetzt; die Plastik-Scheinwerferabdeckungen gegen schwarze Aluringe.

Freitag, 13. November 2009

Zweitaktupdate

Der Effekt ist phänomenal aber vielleicht nicht repräsentativ, da mein Defender ja eine erheblich veränderte Motorsoftware (auch genannt Chiptuning) aufweist, welches sicher eine Erhöhung der Einspritzmenge zur Folge hatte. Aber der Reihe nach:
  • Bei gleichmässiger Fahrt ab 80 km/h ist nun gar kein Nageln mehr zu hören. Die Motorgeräusche werden fast vollständig von den restlichen Fahrgeräuschen überdeckt. Wie gesagt - nur bei gleichmässiger Fahrt - unter Last (beim Gasgeben) ist ein leichtes Nageln zu vernehmen.
  • Beim Kaltstart nagelt er noch etwas im Leerlauf, was aber nach 2-3 Minuten verschwindet. Wenn der Motor warm ist, verschwindet das Nageln im Leerlauf vollständig.
  • Auf der Autobahn ist das Radio erstmals lauter als der Motor.
Die meisten werden sagen: "na, ganz normal, oder?" - aber die sind alle noch keinen Defender gefahren :-)

Noch ein Update: habe jetzt "normales" Diesel getankt und nicht Shell V-Power Diesel. Da rumort er wieder ganz schön - der Effekt scheint nur mit V-Power volle Wirkung zu haben. Teuer.

Nachtrag: stimmt nicht. Habe etwas mehr 2T-Öl reingekippt und schon ist er wieder leise.

Edit 2015: Neuere Erkenntnisse belegen, dass der Zweitakt Kram gefährlich sein könnte. Ich rate daher davon ab und empfehle lieber Premium-Sprit wie z.B. Aral Ultimate zu tanken!

Montag, 9. November 2009

Geräuschdämmung mit Zweitaktöl

Der Diesel-Motor des Defenders verfügt nicht gerade ein dezentes Laufgeräusch. Insbesondere wenn er kalt ist, ähnelt es doch verblüffend einem Presslufthammer. Und je kälter es wurde, desto mehr verstärkten sich die Nagelgeräusche. Beim Hochschalten nach dem Kaltstart am Morgen kulminierte sich das Ganze sogar manchmal zu einem exorbitant lauten Nageln für wenige Sekunden.

Dieses Geräusch machte mir Sorgen. Und ich war nicht allein, wie man den Foren entnahm. Zudem hörte ich von einer Rückrufaktion aufgrund dieses übertriebenen Nagelns, das sogar im Extremfall den Motor beschädigen konnte - das Motorsteuergerät sollte eine neue Software bekommmen. Bedeutet: mein Chuptuning würde flöten gehen.

Ich hatte immer schon ab und zu von der Zugabe von Zweitaktöl beim Tanken gelesen - dies aber den Bereich der völlig sinnfreien Legenden zugeordnet, der vielleicht vor fünfzig Jahren bei Baumaschinen funktioniert haben könnte - aber nicht bei hochmodernen Common-Rail Hochdruck-Einspritzsystemen. Als Langeweile fing ich an nach Zweitaktöl zu googlen. Und siehe da - ich fand das:

http://www.db-forum.de/forum/motor-antrieb/11914-motorprotect-ins-motoroel-zweitaktoel-zum-diesel-dazu.html

In einem völlig seriösen und hochkompetentes Mercedes-Forum beschäftigen sich seit 2004 sehr viele Leute in inzwischen über 1.500 Postings und >200.000 Hits mit der Zugabe von Zweitaktöl zum Sprit. Und zwar nicht etwa in Trabants sondern neuen S-Klasse CDIs. Mit sehr fundierten Analysen und hunderten von meist euphorisch positiven Kommentaren - nirgends etwas negatives.

Na ja - schnell zur Tanke gefahren und zu 50 Liter Shell V-Power Diesel noch 250 ml Shell Scooter 2T Öl in den Tank gekippt. Was soll's - der olle Diesel würde das schon verkraften. Natürlich erwartete ich, dass - wenn überhaupt - der Effekt langsam eintreten würde. Und genau so war es auch. Und wie beim Chiptuning, wo man sofort vergisst, wie es vorher war, ist es hiermit. Er wurde langsam leiser.


Die Erleuchtung kam mir heute abend, als ich jemanden vom Flughafen abholte (den ich schon mind. 10x mit dem Defender abgeholt hatte), der sofort nach dem Losfahren zu mir sagte "Was hast Du gemacht? Dein Auto ist viel leiser als vorher?" Und tatsächlich - das Motorgeräusch ging fast in den normalen Fahrgeräuschen unter! Hat das Zweitaktöl den Presslufthammer geschmiert?

Ich muss den Effekt noch ein paar Tage beobachten aber bislang erscheint er mir phänomenal.

Edit 2015: neuere Erkenntnisse haben ergeben, dass die Zugabe von Zweitaktöl suboptimal sein könnte. Ich distanziere mich daher davon. Lieber Premiumsprit wie z.B. Aral Ultimate verwenden.

Samstag, 7. November 2009

Schwarze Räder mit Stollenreifen: Goodyear Wrangler Duratrac

Lange habe ich überlegt und endlich ist es soweit: den Defender zieren jetzt schwarze Felgen und Stollenreifen:

So sah er vorher aus:

So sieht er jetzt aus:

Die silbernen 7x16 Serienfelgen mussten schwarz pulverbeschichteten 8x16 CW-Felgen weichen.  28 mm weniger Einpresstiefe lassen die Räder 3 cm nach aussen wandern. Die dünnen 235/85 R 16 Reifen wurden durch 3 cm breitere 265/75 R 16 Reifen ersetzt. Selbst die Radschrauben wurden passend schwarz verzinkt.

Erster Eindruck in der Werkstatt: die Monsterräder sind sogar etwas leichter als die Serienräder!

Diese Reifen haben es in sich: es sind Goodyear Wrangler Duratrac mit einer sehr aggressiven Optik. Trotz der supertiefen Stollen fährt sich der Reifen komfortabel und leise. Und er trägt zu dem üblichen M+S Symbol auch die "Schneeflocke" für harten Wintereinsatz. Das sind derzeit mit die modernsten Reifen für SUV und "Light Trucks" entwickelt im Lande, wo man nur solche Fahrzeuge fährt: USA.

Die Bilder geben nur unzulänglich wieder, wie aggressiv das Auto jetzt aussieht.

Noch einige Impressionen:



Wie fährt es sich? Überraschend komfortabel und ruhig. Bis 100 km/h kann man die Reifen nicht hören. Erst ab 120 km/h registrieren empfindliche Ohren ein leises Summen, das jedoch in der natürlichen Geräuschkulisse des Defenders weitgehend untergeht.

Das Abrollen erfolgt samtiger, da die vorherigen General Grabber Reifen den völlig übertriebenen Load Range E aufwiesen, d.h. bretthart waren. Die Goodyear sind zwei Stufen runter auf Load Range C. Trotzdem können sie 2,2 Tonnen (pro Achse!) tragen.

Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: die Reifen schlucken etwas Leistung. Die Höchstgeschwindigkeit hat sich von 153 auf 148 km/h verringert.

Edit 2012: ich habe das Gefühl, dass sich die Abrollgeräusche mit der Zeit erhöht haben. Natürlich fehlt mir der Vergleich jetzt. Und ich habe das Gefühl, dass die Nässehaftung nachlässt. Aber dafür fehlt auch nach 30.000 km noch kein Profil - obwohl ich meist damit über die Autobahn hetze.

Edit 2013: ich habe die Reifen gegen Cooper S/T Maxx ausgetauscht. Siehe hier. Es hat zwar nur 1 mm Profil gefehlt - aber ich dachte, es wäre mal eine Veränderung notwendig.

Samstag, 26. September 2009

Erfahrungen mit dem Chiptuning

Nach ca. 1.600 km Laufleistung habe ich meinen nahezu jungfräulichen Defender ja tunen lassen und zwar bei Nakatanenga in der Oberpfalz. Inzwischen habe ich ca. 2.000 km mit dem Tuning zurückgelegt und kann erste Eindrücke schildern.

Vorher hat sich der Defender eher in Bewegung gesetzt statt Fahrleistungen gezeigt und war bei 130 km/h abgeregelt. Im 6. Gang ging nur noch gleichmässiges Dahinrollen statt Beschleunigen.

Bei N. kann man sich seine neue Leistungskurve aussuchen. Ich wollte ausdrücklich mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und keine gross gesteigerte Maximalleistung. Die Abregelung sollte jedoch raus, da sie nervt. Der Ladeluftkühler wurde durch ein deutlich grösseres Modell ausgetauscht - mehr zur thermischen Stabilität als wegen Mehrleistung.

Jetzt habe ich im Drehzahlbereich zwischen 1.500 und 2.500/min einen signifikanten Durchzug, der sich mit normalen Fahrzeugen messen lassen kann. Leider halt nur ein enger Drehzahlbereich von 1000 Umdrehungen. Über 2.500/min geht es eher zäh weiter und bei 3.500/min ist eigentlich Schluss. Angefahren wird im 2. Gang; Abbiegen im 3. Gang; ab 50 km/h kommt der 5. Gang rein. Beschleunigung ab 1000/min ist in jedem Gang problemlos möglich.

Man kann nun im 6. Gang ab 80 km/h (1.500/min) Gas geben und wird tatsächlich mit etwas belohnt, das sich Beschleunigung nennen kann. Bei 120 km/h (2.500/min) geht es wie gesagt nur zäh weiter und der Radau wird gross. Bei Tacho 160 km/h (GPS 150 km/h) ist dann endgültig Schluss.
Wie sieht's mit dem Verbrauch aus? Der ging erst mal nach dem Tuning von 11 auf 9 l/100 km runter. Was ich in meiner ersten Euphorie auf das Tuning schob aber nach näheren Nachdenken daran lag, dass ich den Defender nun artgerecht bewegt und geschaltet habe. Vorher war ich ja nur Benziner gewohnt und habe natürlich viel zu spät hoch geschaltet.

Wenn man auf längeren Autobahnstrecken sich ab und zu der Vmax annähert, dann steigt der Verbrauch wieder auf 11 l/100 km. Eine Reisegeschwindigkeit von 120 km/h pendelt sich ein - nicht, weil das Fahrzeug sonst zu laut oder unsicher zu fahren wäre, sondern weil mir der Motor ab 3000/min einfach leid tut, was er mir wahrscheinlich mit seinem Laufgeräusch dann auch mitteilen will.

Insgesamt bin ich zufrieden - trotzdem liebäugele ich damit, auch Mehrleistung bei höheren Drehzahlen einprogrammieren zu lassen - was möglich wäre - aber mit der Gefahr der Überhitzung des Turboladers verbunden ist.

(Edit 2012): zu "meiner" Zeit hat Nakatanenga wohl Maps von JE Engineering verwendet. Zwischenzeitlich haben sie wohl den Lieferanten gewechselt und verwenden Maps von chiptech.at. Diese scheinen wohl noch besser zu sein und bieten zusätzlich die Möglichkeit das AGR auszuprogrammieren - was extrem charmant ist.

Montag, 7. September 2009

Die aktuellen Projekte

Das schöne am Defender ist ja, dass er ein Baukasten für grosse Jungs ist. Das sind die Projekte, die ich für nächste Zeit ins Auge fasse:
  • Einbau Standheizung. Rund 2000 Euro mit Fernbedienung. Wasser oder Luftheizung?
  • Cooper Discoverer M+S Winterreifen 265/75 R 16. Rund 1000 Euro
  • Felgen in diesem Zusammenhang: schwarz, geringere ET oder Spurverbreiterung, damit der Wendekreis kleiner wird. Rund 1000 Euro.
  • Kühlergrill und Lampenabdeckung in schwarz. Rund 300 Euro
  • Riffelbleche, schwarz auf Kotflügel und Seiten. Rund 300 Euro
  • Geräuschdämmung innen - rund 2500 Euro mit Einbau
  • Dämpfer und Federn - kosten zwischen 500 und 5000 Euro - alles ist möglich.
  • Schnorchel?
  • Zusatzscheinwerfer? Auf dem Dach oder vorne? Xenon?
  • Andere (grössere, bessere) Lautsprecher vorne? Subwoofer?

Sonntag, 6. September 2009

Car Hifi und Navigation

in weiterer Kindheitstraum wird wahr - beim Defender kann ich das machen, was ich zuletzt vor 20 Jahren bei einem Auto gemacht habe: Stereoanlage einbauen. Nix proprietäres CAN-Bus Glasfaser Geraffel, sondern DIN Schacht und Boxen!

Aber eigentlich will ich dem Defender erstmal Telefonieren und Navigieren beibringen. Und als Nebeneffekt auch vielleicht besseren Sound, obwohl die Fahrgeäusche das kompliziert machen.

Eine Bastellösung mit Tom Tom und Saugnäpfen und Kabelgewirr scheidet aus. Eine All-in-One Lösung ist gewünscht und auch schnell gefunden mit dem Becker Cascade, das auch in meinem anderen Auto seit einem Jahr drin ist und gut geht.

Sieht aus wie ein klassisches Autoradio mit CD - kann aber navigieren (Ansage über Lausprecher) und per Bluetooth eine Freisprecheinrichtung (auch über Autolautsprecher) anbieten. Nur leider kostet so ein Teil 1000 Euro.

Aber Amazon Marketplace machts möglich: ich finde ein Sondermodell für 500 Euro. Das unterscheidet sich von dem regulären Modell durch ein grünes einfarbiges Display statt dem normalen OLED Farbdisplay. Für den Defender reichts. Und die Instrumentenbeleuchtung dort ist auch grün. Also gekauft. Zwei Tage später war es da.

Obwohl es schon Nacht ist: das Original Land Rover Radio war gleich rausgezogen; die beiden ISO Stecker und Antenne abgezogen und auf das Cascade gesteckt: Musik kommt raus. Navigiert er auch? Die Navigationssoftware und -karte sind beim Cascade auf einer CF-Karte und nicht auf einer CD. Sehr nett. CF-Karte rein. Geht aber streng. Er erkennt die Karte nicht.

Macht nichts, schnell im anderen Auto ausprobiert. CF-Karte geht streng rein; wird nicht erkannt. Also alte wieder rein. Geht auch nicht. Grosse Verzweifelung. In endlosen Telefonaten mit dem Becker Support musste ich realisieren, dass ich die Pins im Gerät verbogen habe. Also Reparaturversuch, durch den grossen Handwerkermeister: mich.

Das neue Cascade kann ich wieder so hinpfriemeln, dass es geht; das alte Cascade ruiniere ich noch mehr. Also einsenden. Kam dann doch nach drei Tagen wieder (kostenlos) repariert zurück. Habe auch gleich das Display tauschen lassen, denn das war ein Media Markt Vorführmodell, bei dem sich etwas eingebrannt hat.

Also wie gesagt: Musik kommt raus. Nur hat das Cascade leider noch eine GPS-Antenne und ein Mikrofon dabei. Beides an langen Kabeln, die irgendwo versteckt werden müssen. Händler anrufen: Einbau kostet 200 Euro. Freund anrufen: Einbau kostet ein paar Flaschen Wein und ein Abendessen. Hmmm kostenmässig das selbe aber mehr Spass.

Jetzt gings los: das Armaturenbrett halb zerlegen, um Mikro und GPS Antenne hinzubauen. Wieder zusammenbauen; navigiert nicht gescheit. Problem sind die Heizdrähte auf der Windschutzscheibe, die guten GPS Empfang verhindern. Und das Cascade kann nicht nur wie ein Tom Tom rein nach GPS navigieren sondern man könnte das Tachosignal anschliessen. Dann könnte es mit seinen Gyros, dem Tachosignal und der Karte auch ohne GPS (z.B. im Tunnel) navigieren.

Also das war das Projekt: GPS Antenne an der Radioantenne entlang unter die Motorhaube führen und dort von unten an einen Plastikdeckel kleben. Tacho raus; Signal abklemmen; Leitung ziehen; Pin ancrimpen; in den ISO Stecker klicken. Hört sich einfach an, dauert sechs Stunden.

Und geht nicht! Aus Verzeiflung Weinflaschen öffnen. Am nächsten Tag aufwachen und feststellen, dass man das falsche Signal am Tacho abgegriffen hat. Nochmal neu. Nochmal sechs Stunden. Jetzt geht's bis auf das Mikrofon, dessen Kabel beim finalen Einbau abriss. Neues bestellt. Kostet 50 Euro. Warten.

Einbaukosten bisher: rund 500 Euro. Aber das Spass: unbezahlbar.

Edit: Verstärker und Lautsprecher wurden später professionell nachgerüstet. Siehe Blogeintrag. Das Lenkrad sieht hier noch schwarz aus. Die schwarze Farbe hat es zwischenzeitlich verloren und es ist eher dunkelbraun jetzt Liegt wohl am Büffelleder.

Montag, 10. August 2009

Zwischendurch

Eine kleine Dienstreise nach Friedrichshafen, was meinen mitreisenden Kollegen sichtlich aus der Fassung bringt. Ein Ausflug nach Murnau und dort auch Kinderherzen glücklich gemacht.

Durchschnittsverbrauch pendelt sich bei 10 l/100 km ein - trotz (oder wegen?) Tuning. Der Hauptgrund ist wohl, dass ich den Defender inzwischen artgerecht fahre: im 2. Gang anfahren, bei 30 in den 3. Gang ... bei 80 in den 6. Gang. Dreistellige Geschwindigkeiten möglichst vermeiden.

Der riesige Wendekreis wird kleiner, indem ich die Lenkanschläge zurückdrehe.

Ein Satz Edelstahlschrauben wird bestellt. Es kommen 120 Schrauben, die von aussen sichtbar sind und die rostanfälligen Originale ersetzen sollen. Ich kaufe mir einen Elektroschrauber und verschiebe das Projekt trotz Protest meines Sohnes.

Das erste Mal in der Waschanlage: der Defender hat etwas, was ich seit 20 Jahren nicht mehr hatte: eine normale Teleskopantenne fürs Radio. Natürlich habe ich das Einschieben vergessen. Natürlich war sie danach abgeknickt. Neue online bestellt. Kostet rund 20 Euro. Selbsteinbau geglückt. Vier Stunden.

Ich beschäftige mich mit Car Hifi und kaufe Lautsprecher beim Mediamarkt aber verschiebe den Einbau mangelns Fachkenntnisse nach eingehender Prüfung.

Okay: ich tausche die hinteren Boxen aus. Das sieht noch übersichtlich aus. Sechs Stunden Arbeit, ich höre danach keinen Unterschied.